Weltkugel am Wappenkreisel offiziell eingeweiht

Ein Symbol für die Internationalität der Kreisstadt

Zusammen mit dem Gewinner des Ideenwettbewerbs, Mike Adam (links), weihte Bürgermeister Jürgen Rogg die Weltkugel am Wappenkreisel ein. Foto: Dreger

Dietzenbach (zsd) – Seit seiner Entstehung kurz vor dem Hessentag 2001 hat der Kreisel zwischen Babenhäuser, Offenbacher, Frankfurter und Lindenstraße nicht nur verkehrstechnisch einiges erlebt. Am Samstag wurde die Weltkugel, die das „Tor zur Altstadt“ seit Februar schmückt, offiziell eingeweiht.

Bis zum heutigen Aussehen der Rundumfahrt haben drei Bürgermeister ihre Hände im Spiel gehabt. Angefangen bei Jürgen Heyer, der damals den Kreisverkehr als Ersatz für die viel befahrene Ampelkreuzung an dieser Stelle initiierte. Die Gestaltung der Kreiselmitte samt Hügel und Wappen der Dietzenbacher Partnerstädte, geht auf die Idee von Stephan Gieseler zurück, der Heyer als Rathauschef folgte und die guten Beziehungen Dietzenbachs zu seinen Partnerstädten sichtbar machen wollte. Als Dritter im Bunde war es Bürgermeister Jürgen Rogg, der sich für das heutige, moderne Aussehen mit einsetzte. In einem offenen Ideenwettbewerb zur Neugestaltung der Kreiselmitte, zu dem die Stadtverwaltung in Kooperation mit den Städtischen Betrieben, dem Verein „Für Dietzenbach“ sowie der Offenbach-Post aufgerufen hatte, setzte sich die Idee von Mike Adam durch, der mit der Weltkugel die Internationalität der Kreisstadt, mit ihren Bewohnern aus 112 Nationen symbolisieren wollte.

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Regelmäßig kommt der Frankfurter mit Dietzenbacher Wurzeln in die Kreisstadt. „Ich hatte vom Wettbewerb gelesen und dann ist mir aufgefallen, dass ich bei manchen Stadtwappen auf dem Kreisel gar nicht wusste, wo die Städte liegen“, erzählt der 45-Jährige. Da war für ihn die Idee zur Weltkugel mit Markierungen der Partnerstädte und Herkunftsländer der Kreisstädter geboren.

„Ich habe dann eine Skizze gemacht und eingereicht.“ Dass sich seine Idee unter den 46 kreativen Entwürfen durchsetzte, freute ihn sehr. „Das Ergebnis gefällt mir super, genau so habe ich es mir vorgestellt“, sagt Adam. Als Dietzenbacher Neubürger findet Stefan Wenzel das Gesamtkunstwerk aus Wappen und Kugel „eine tolle Sache“. „Ich wusste noch nicht viel über Dietzenbachs Partnerstädte, jetzt weiß ich sogar wo sie liegen. Und es sieht toll aus.“

Das neue Ensemble wolle man gebührend begrüßen und einweihen, erklärte Hans Scholze, vom Verein „Für Dietzenbach“, den rund 90 anwesenden Bürgerinnen und Bürgern. Mit „El Condor Pasa“ sorgte Gisela Rosenbusch an der Querflöte für eine musikalische Einstimmung auf den kleinen Festakt, bei dem Bürgermeister Jürgen Rogg zusammen mit Mike Adam die glänzende Weltkugel schließlich mit einer kleinen Sektdusche einweihte. Der Kreisel an sich stehe nicht nur als unkonventionelle Verkehrsführung, sondern gerade in Dietzenbach für ehrenamtliches, gesellschaftliches Engagement und Kreativität, erklärte Rogg. Schließlich sei dies nicht der erste Kreisel, dessen Insel durch eben dieses Engagement und ehrenamtliche Finanzierung zur Verschönerung Dietzenbachs gestaltet worden sei. „Ein Stück die Straße hinauf sitzt die Ratte Ludwig in einem Kreisel und schaut uns gerade zu.“

Dere Erschafferin, die Künstlerin Uschi Heusel, freut sich über den Kreiselglobus. „Ich fand die Idee von Anfang an Klasse.“ Der Anblick der Weltkugel, mit den auf ihr durch Metallnieten sichtbaren Nationen der Kreisstadtbewohner, erinnerte Gertrud Röhner sofort an das Motto des Afrika-Karibik-Festivals: „One World - One Human“. „Eine Welt, eine Menschheit. Ein schönes Bild, das wir zu bewahren haben“, sagte die ehemalige langjährige Vorsitzende des Vereins „Zusammenleben der Kulturen in Dietzenbach“.

Eine ergänzende Bepflanzung sei bisher witterungsbedingt noch nicht möglich gewesen, werde aber noch folgen und das Ensemble in der Kreiselmitte abrunden, erläuterte Rogg. Die Weltkugel sei ein Symbol, was hervorragend zu Dietzenbach passe, vereine es doch unter anderem Weltoffenheit, Vielfältigkeit, Freundschaft und Städtepartnerschaft, so der Rathauschef.

„Ich bin stolz wie Bolle“, sagt die Vorsitzende des Vereins „Für Dietzenbach“, Barbara Scholze. „Manchmal fahre ich sogar eine Extrarunde um die Kugel und schaue sie mir ringsherum an.“ Ihr großer Dank gehe an die Menschen, die hinter diesem Projekt stündenn. Angefangen bei den Mitgliedern des Vereins „Für Dietzenbach“, der die komplette Finanzierung für den Edelstahl-Globus gestemmt hat, weiter an die Mitarbeiter der Städtischen Betriebe, sowie das Redaktionsteam der Offenbach-Post und die Mitglieder der Wettbewerbsjury, bis zu den Dietzenbacher Geschäftsleuten, Bürgern und Spendern, die dieses Schmuckstück erst ermöglicht haben. „Das ist unser aller Wappenkreisel, das ist jetzt unsere Weltkugel,“ sagte Scholze in Richtung der Anwesenden und lud abschließend zum gemeinsamen Verweilen vor Ort sowie zum Genießen der 225 selbstgebackenen „Kreisel-Muffins“ ein. Ihr Mann Hans ermutigte derweil die Gäste im Hinblick auf das große bürgerschaftliche Engagement der Dietzenbacher: „Seien sie stolz auf unsere Stadt, sie hat es verdient.“

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