Trotz Startschwierigkeiten: Neu gegründete Naturjugend hat viele Pläne Warten, bis es losgehen kann

Dietzenbach (lj) – Susanne Herr, Paula Lambertson und Laura Vincenti haben viele Pläne. Sie wollen einen Barfußpfad anlegen, Geocaching ausprobieren, Blumenwiesen sähen.

All das umzusetzen, ist für die drei jungen Frauen, die ehrenamtlich die Leitung der neu gegründeten Jugendgruppe des Naturschutzbundes (Nabu) übernehmen, aufgrund der Corona-Pandemie schwierig. Nachdem die offizielle Gründung der Naturjugend (Naju) nun bereits ein Jahr zurückliegt, sollte die nun ihre Arbeit aufnehmen. Die Betreuerinnen waren gefunden, ebenso ein Gelände, auf dem die Kinder und Jugendlichen sich treffen können, um sich mit Themen rund um den Schutz von Tieren und Natur zu befassen. „Im Frühjahr wollten wir eigentlich richtig loslegen“, sagt Susanne Herr. Das Coronavirus machte das aber unmöglich, das erste Treffen der neu gegründeten Gruppe konnte erst im Sommer stattfinden.

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Am 18. Juli kamen Susanne Herr, Paula Lambertson und Laura Vincenti erstmals mit den aktuell zehn Mitgliedern der Jugendgruppe auf ihrem eigenen Grundstück an der Bieber zusammen. „Da haben wir uns und das Gelände kennengelernt“, erzählt Susanne Herr. Die Kinder sind im Alter von sechs bis 12 Jahre, zunächst konnten nur Nabu-Mitglieder ihren Nachwuchs anmelden. „Wir wollten sehen, wie das alles klappt, wie sich alles einspielt.“ Aber langfristig soll die Teilnahme für alle Interessierten möglich sein.

Ein Dietzenbacher hat das Areal in der Nähe des Wendehammers der Kirchbornstraße zur Verfügung gestellt. Einmal im Monat, an jedem dritten Samstag, will sich die Naju dort drei Stunden lang mit unterschiedlichen Naturthemen befassen. Aber an Regelmäßigkeit ist in diesem Jahr nicht zu denken. Nach dem ersten Kennenlernen kamen nur noch zwei weitere Termine zustande. „Einmal haben wir ein Insektenhotel gebaut und dann stand noch die Apfelernte auf dem Programm. Das war das Letzte, was wir gemacht haben“, sagt Susanne Herr. Dann kam der erneute Lockdown, seither sind bis auf weiteres keine Zusammenkünfte möglich. Nur Susanne Herr, Paula Lambertson und Laura Vincenti treffen sich immer wieder, um das Naju-Gelände, das noch von den Sturmschäden aus dem vergangenen Jahr gezeichnet ist, auf Vordermann zu bringen. Außerdem schmieden sie Pläne, überlegen, was sie alles mit ihrer Gruppe unternehmen, wenn dann irgendwann wieder an regelmäßige Treffen zu denken ist. Susanne Herr erzählt, wie sie und ihre Mitstreiterinnen sich den Alltag der Naturjugend künftig vorstellen. „Jeder Samstag soll unter einem anderen Natur-Motto stehen. Das entscheiden wir dann auch gemeinsam mit der Gruppe.“ Die habe sich bereits gewünscht, eine Bacherkundung zu unternehmen. Obwohl die Förderung des Bewusstseins für Natur und Umwelt an erster Stelle steht, soll es für die Kinder auch genügend Zeit geben, zu spielen und sich einfach an der frischen Luft zu bewegen. „Und am Ende jedes Treffens machen wir eine Traumreise mit Naturhintergrund.“

Schon jetzt sind die drei Betreuerinnen stolz auf ihre Naju-Gruppe. Die jungen Teilnehmer seien bereits sehr umweltbewusst und aufmerksam. Im Gegenzug habe es auch von Eltern und Kindern schon viel positives Feedback gegeben. Das sei natürlich schön, sagt Susanne Herr. „So sieht man, dass man was bewirkt.“

Weitere Informationen im Internet gibt es auf der Seite nabu-dietzenbach.de

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