Varieté „Menschen anders“ präsentierte „Glitzersterne – ein Wintertraum“ „Nach zwei Jahren sind wir wieder in der Heimat“

Nach zweijähriger Abstinenz kehrte das Varieté „Menschen anders“ des Zirkus Chicana ins heimische Capitol am Europaplatz zurück. Mehr als 50 Artisten verschlugen dabei mit gewagter Luftakrobatik und anderen Kunststücken den Gästen den Atem.. Foto: Dreger

Dietzenbach (zls) – Nach zweijähriger Abstinenz kehrte das Varieté „Menschen anders“ des Zirkus Chicana ins heimische Capitol am Europaplatz zurück. Mehr als 50 Artisten verschlugen dabei mit gewagter Luftakrobatik und anderen Kunststücken den Gästen den Atem.

Die Tage zwischen dem Weihnachtsfest und dem Jahresende nutzten viele, um sich ein wenig vom Feiertagstrubel zu erholen. Vielleicht zwickte dem ein oder anderen nach Weihnachtsgans und Semmelknödeln der Hosenbund und auf der Liste der Vorsätze für das neue Jahr stand Sport ganz oben. Ob Sportmuffel oder Hobbyathlet – bei der nachweihnachtlichen Aufführung des Varietés „Menschen anders“ stockte vermutlich jedem der Atem, wenn die Akrobaten des Zirkus Chicana gekonnt über den Köpfen der Zuschauer durch die Luft wirbelten.

Unter dem Motto „Glitzersterne – ein Wintertraum“ nahmen die 54 Artisten ihre Gäste mit auf eine Reise in ihre Anderswelt und schienen die Gesetze der Physik außer Kraft zu setzen.

„Nach zwei Jahren sind wir wieder in der Heimat“, begrüßte Hans Scholze das Publikum und führte durch das mehrstündige Programm.

Ein akrobatisches Schneegestöber mit Eisfeen, Schneemännern und goldenen Sternen eröffnete den Abend und gab einen Ausblick auf das, was folgte: Unter der Kuppel des Capitols verschmolzen die Luftakrobaten mit ihren Tüchern, ob alleine, zu zweit oder gar zu viert. Der fokussierte Blick und die geschmeidigen Bewegungen ließen den enormen Kraftaufwand nur vermuten.

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Wenn in mehreren Metern Höhe das Körpergewicht mit nur einer Hand an einer Stange gebremst wurde, rieb sich mancher Besucher vor Erstaunen die Augen. „Blaue Flecken haben unsere Artisten danach auf jeden Fall“, meinte Scholze zum sprachlosen Publikum. Ob eingewickelt in ein Tuch, starr an einer Stange oder vom Trapez kopfüber hängend – die Artisten tänzelten durch die Luft wie Schneeflocken im Wind. Andere führten gewagte Hebefiguren auf der Bühne vor, als leugneten sie die Existenz der Schwerkraft. Der Jongleur stand zwar mit beiden Beinen auf dem Boden, doch verdrehte er auf seine Weise die Sinne seiner Zuschauer; die Bälle und Ringe schienen sich in der Luft zu vermehren. Eigenes Leben hauchte der Neuzugang unter den Artisten, Hafi, einem Hulahoop-Reifen ein und ließ diesen selbst auf ihrer Nasenspitze tanzen. Die Akrobatin Maike Lied erzählte: „Das Programm entsteht nach unserer Vorstellung im September.“ Doch manche Nummern wurden innerhalb von nur einem Monat einstudiert.

Auch einem Angriff auf die Lachmuskeln entkamen die Gäste nicht. Vier Weihnachtswichtel warteten mit kurzen Slapstickeinalgen auf und gingen zwischen den Tischreihen mit den Gästen auf Tuchfühlung.

Im Publikum saß Sabine Schad und genoss die Vorführung. Sie besuchte bereits vergangenes Jahr die Aufführung des Varietés in der Neu-Isenburger Hugenottenhalle. „Es ist ganz grandios, was das Ensemble hier auf die Beine stellt“, fand sie. Die Kombination aus Licht, Musik und Choreografie sei im Capitol einfach einmalig, schwärmte sie weiter.

Besondere Aufmerksamkeit gebührte einer Nummer, an der mehr als 20 Artisten beteiligt waren. Es war beeindruckend, wie sie dabei Türme bauen und Akrobatinnen aus dieser Höhe in die Arme der Kollegen fallen ließen, die sie kurz darauf wieder durch die Luft warfen.

Hier und da war ein überraschtes „Huch?“ aus den Sitzreihen zu vernehmen. „Warum in den Tigerpalast gehen, wenn Sie auch zu uns in den Bieberpalast kommen können?“, fragte Scholze in die Runde.

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