Kinder und Jugendliche zu Besuch Zwei Wochen Sommerfreizeit in Dietzenbach

Zwei Wochen Erholung, Spaß und ganz nebenbei - und doch zentrales Anliegen - Deutschlernen sowie kultureller Austausch: All das stand für 17 Kinder und Jugendliche aus der belarussischen Partnerstadt Kostjukovitschi in und um die Kreisstadt bis zum 27. Juli auf dem Plan. Foto: Towae

Dietzenbach (mat) – Zwei Wochen Erholung, Spaß und ganz nebenbei - und doch zentrales Anliegen - Deutschlernen sowie kultureller Austausch: All das stand für 17 Kinder und Jugendliche aus der belarussischen Partnerstadt Kostjukovitschi in und um die Kreisstadt bis zum 27. Juli auf dem Plan.

Nach der erweiterten Vorstandsreise nach Kostjukovitschi im März und der im Mai in der Kreisstadt abgehaltenen akademischen Feier erreichte diese Woche sozusagen ein junger Gruß die Kreisstadt. In Begleitung ihrer Betreuer, darunter Irina Lukaschenko, Gymnasiallehrerin für Deutsch in Kostjukovitschi sowie Dolmetscherin, sind 17 Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren von ihren Gasteltern am Frankfurter Flughafen in Empfang genommen worden.

Die Verantwortlichen und Mitglieder des Vereins Freundeskreis Kostjukovitschi - gegründet 1991 als Folge des atomaren Reaktorunglücks im ukrainischen Tschernobyl am 26. April 1986, von dem Belarus und insbesondere Stadt und Regierungsbezirk Kostjukovitschi besonders stark getroffen wurden - kümmert sich um die soliden Bande dieser als sehr lebendig zu bezeichnenden Städtepartnerschaft.

Folgen des Unglücks mildern

Sie suchen mit ihrem Engagement - im Gespann mit Wegbegleitern und Unterstützern auch und gerade in der Partnerstadt - die Folgen des Unglücks vor Ort zu mildern. Kindern gilt dabei größtes Augenmerkt, da sie wie keine andere Gruppe unter den Folgen der atomaren Katastrophe, die über Ihre Heimat hereingebrochen ist, leiden. Und so dient die Sommerfreizeit der jungen Generation, die in Kostjukovitschi Deutsch in der Schule lernt, allen voran der Erholung.

Dabei darf Spaß bekanntlich nicht zu kurz kommen. Freundeskreisvorsitzender Dietmar Kolmer verkündete bei der Begrüßung sichtlich freudig, dass die jungen Besucher ein tolles Programm erwartet: So etwa das Zirkusprojekt mit den Verantwortlichen des Zirkus Chicana im Hessentagspark. Der Höhepunkt dessen wurde mit einer Aufführung gefeiert, bei dem die Kinder und Jugendlichen das Erlernte vor Publikum zeigen konnten.

Stadtwerke unterstützen Arbeit

Einen besonderen Dank richtete Kolmer auch an die Verantwortlichen der Stadtwerke aus: „Ich freue mich darüber, dass die Stadtwerke uns in unserer Arbeit unterstützen und die Gäste aus unserer Partnerstadt ins Schwimmbad einladen.“ Vera Quintanilla von den Stadtwerken hat eigens hierfür Eintrittskarten entworfen und diese an den Vereinsvorsitzenden übergeben. Kolmer lobte das Engagement der jungen Mitarbeiterin ausdrücklich und bedankte sich im Namen aller Mitstreiter sehr herzlich bei ihr. Weitere Programmpunkte waren der Besuch eines Freizeitparks in Haßloch , und - nicht zu vergessen - das Abschlussfest, das der Lions Club wieder einen Tag vor der Rückreise organisierte.

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