Zehntes Heimspiel-Open-Air Beats und Party für die gute Sache

Bei der zehnte Ausgabe des Heimspiels feierten mehr als 1.000 Besucher auf dem Ferienspielgelände an der Breiten Haagwegschneise. Foto: Sauda

Dreieich (es) – Der Bass wummert über das Ferienspielgelände an der Breiten Haagwegschneise. Hunderte von Menschen stehen vor der Bühne, tanzen im Rhythmus der Beats. Erzeugt werden diese von den beiden DJs, die sich „Remember Us“ (Alexander Zipf und Lukas Weiß) nennen.

Es ist das zehnte Mal, dass das „Heimspiel“ des Dreieicher Jugend- und Kulturvereins „You Gen“ über die Bühne geht. Und in den Stunden von 14 bis 24 Uhr feierten am vergangenen Samstag mehr als 1.000 Besucher mit ihnen. Das zehnstündige Musikspektakel wartete mit regionalen und internationalen Größen der elektronischen DJ-Szene auf. Neben alten Bekannten wie „Teenage Mutants“, die im vergangenen Jahr bereits mit von der Partie waren, legten die Macher Wert auf regionale Künstler. Zu diesen zählt der Frankfurter DJ Marcel Roemer.

„Das Besondere ist, dass Teenage Mutants ein internationaler Act aus Mainz sind, die auf der ganzen Welt auflegen. Für uns ist das ein Ritterschlag, dass solche DJs, nach einer Veranstaltung auf uns zukommen und sagen, dass sie wieder dabei sein wollen“, sagte Alexander Graff. Mehr noch: „Da wir das alles gemeinnützig machen, verzichten sie sogar auf ihre Gage“. Denn You Gen feiert sich selbst und für sich selbst, aber der gute Zweck wird bei diesem gemeinnützigen Verein großgeschrieben. Und so kommt ein Teil der Einnahmen der Aids-Hilfe Frankfurt zugute.

Der Rest fließt in die Vereinskasse, um die nächste Heimspiel-Party zu finanzieren. Dani Böhlendorf, ehemalige Neu-Isenburgerin mit sehr vielen Hainer Freunden, die jetzt in Hamburg lebt und arbeitet, düste eigens für dieses kleine Heimspiel-Jubiläum aus der Hansestadt an die Breite Haagwegschneise.

Dani Böhlendorf gehört zum harten Kern der Organisatoren. „Bei ihr laufen alle wichtigen technischen und sicherheitsrelevanten Fäden zusammen“, sagt Alexander Graff, ein Mann der ersten Heimspiel-Stunde, der selbst auch an diesem Abend aufgelegt hat.

„Ich bin gelernte Büroveranstaltungstechnikerin. Und als die Gründerväter auf mich zukamen, weil ich damals bei einem Verleiher arbeitete, fing ich an, mich fürs Organisatorische zu interessieren, und mittlerweile mache ich viel mehr Organisation als Technik“, erzählt Dani Böhlendorf, die sich am Tag nach der Veranstaltung wieder auf die Socken nach Hamburg machte. „Montag muss ich wieder zur Arbeit“, sagte die junge Frau, die bei einer Filmproduktionsfirma tätig ist. „Mein Herz hängt am Heimspiel, weil es auch ein Teil Familie für mich ist“, sagte sie. Und hier trifft sie auch ihre Freunde. Wie etwa Max Jähner, auch eins der Gründungsmitglieder. Vor zwei Jahren entschieden sie sich dafür, für die Aids-Hilfe Frankfurt zu spenden. „Ich kam damals mit Oliver Heinrich von der Aids-Hilfe ins Gespräch und wir haben eine längere Kooperation miteinander ausgemacht“, erklärte Dani Böhlendorf, warum die Teammitglieder auf dem T-Shirt mit dem You Gen-Emblem auch die Aids-Schleife tragen. Der gute Zweck spielt aber nur eine der Hauptrollen. Denn: „Es gibt tatsächlich Leute, die zu uns gesagt haben, dass wir die zweite Haaner Kerb sind, nur mit besserer Musik“, sagte Alexander Graff. „Die Musik ist ein wichtiger Faktor, aber viele kommen auch her, weil es einfach so etwas wie ein großes Klassentreffen ist“, sagte Graff. Einmal jährlich veranstaltet der Jugend- und Kulturverein You Gen das gemeinnützige Heimspiel Open Air mit Unterstützung der Kinder- und Jugendförderung der Stadt. Ziel ist die die Belebung der Jugendkultur Dreieichs.

 

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