Am kommenden Sonntag wählt Dreieich ein neues Stadtoberhaupt Diese Kandidaten stehen zur Wahl

Thomas Schüller (parteilos). Foto: p

Dreieich (zcol) – Zur Bürgermeister-Wahl am kommenden Sonntag, 28. Oktober, treten vier Kandidaten an: Stadtverordnetenvorsteherin Bettina Schmitt, 55 Jahre alt, CDU-Kandidatin und Diplom-Kauffrau, Erster Stadtrat Martin Burlon, 43 Jahre alt, parteilos und Jurist, Christian Kurz, 36 Jahre alt, parteilos und selbstständig mit einer Digitalagentur und Thomas Schüller, 56 Jahre alt, parteilos und Student.

Bettina Schmitt (CDU) sieht sich bestens vorbereitet. „Ich glaube, dass ich durch meine entschlossene Art und meine Energie eine gute Wahl bin“, ist die erste Bürgerin der Stadt motiviert, die Wahl zu gewinnen. Sie schätze die Art wie Dieter Zimmer das Rathaus all die Jahre geführt habe sehr: „Aber jetzt ist die Zeit für einen frischen Wind“. Die Verwaltung in ein Servicecenter für die Bürger umzustrukturieren ist eines ihrer Ziele, aber auch die Stärkung der Wirtschaftsförderung und die Kontakte zu den Gewerbetreibenden in der Stadt sieht sie als eine ihrer wichtigsten Aufgaben. „Schon jetzt spüre ich eine große Resonanz und viel Interesse der Menschen mir gegenüber und sie bringen sich mit vielen Ideen ein“, ist Schmitt dankbar für den Kontakt mit der Bevölkerung.

Martin Burlon veröffentlichte zum Wahlkampfstart seinen Slogan: „Dreieich verbunden statt parteigebunden“ und will damit seine Partei-Unabhängigkeit in den Fokus rücken. Der amtierende Erste Stadtrat sieht seine Stärken in seiner Erfahrung als Verwaltungsjurist. „Ich möchte die Projekte, die wir in den vergangenen Jahren angeschoben haben weiter voranbringen“, sagt Burlon. Seine Top-Themen sind der Ausbau der Kinderbetreuung, Mobilität und Wohnungsbau. Bei der Kinderbetreuung gehe es ihm darum, die Bedarfe zu decken, aber auch inhaltlich qualitativ zu arbeiten. Zum Thema Mobilität stehen für ihn die Dreieichbahn, die RTW und auch der weitere Ausbau der Infrastruktur für den Radverkehr im Fokus. Bezahlbarer Wohnraum ist der dritte Schwerpunkt. „Ich trete an, um zu gewinnen“, stellt Burlon klar.

Christian Kurz kann den Grund für seine Kandidatur sehr genau benennen: „Als bei Biotest die Gewinne einbrachen und es wie eine Überraschung auf die Stadt Dreieich mit Mindereinnahmen in der Gewerbesteuer zurückfiel, dachte ich, das kann doch nicht sein“, erklärt der Dreieichenhainer seine Motivation. Wenn eine Stadt von drei bis vier großen Unternehmen abhängig sei, müsse sie so eng mit ihnen im Kontakt stehen, dass ein Einbruch der Gewerbesteuer keine Überraschung ist. „Da muss doch der Plan B schon ausgearbeitet sein, wenn so etwas bekannt wird“, sagt Kurz. Sein beruflicher Alltag in der Digitalagentur sei es, Bestehendes anzuschauen, es zu prüfen und dann auf den derzeitigen Stand zu heben, um es zukunftsfähig zu machen. „Das lässt sich ganz wunderbar auch die Stadt und die Verwaltung übertragen“, ist Kurz überzeugt. Kinderbetreuung, verbesserter Service im Rathaus und Sozialer Wohnungsbau sind auch für ihn die dringlichen Themen.

Für Thomas Schüller ist die Unzufriedenheit über die Politik in der Stadt der Grund für die eigene Kandidatur. Der 56-Jährige sieht vor allem in den Stadtplanungen der vergangenen Jahre große Defizite in der Verwaltung. Schon bei dem Abriss der alten Zahnfabrik, spätestens aber bei den Diskussionen um die Neue Mitte Sprendlingen und die Lettkaut sieht Schüller große Versäumnisse in den Fragen von Bürgerbeteiligung und Transparenz. „Ich bin sehr unzufrieden mit den etablierten Parteien“, sagt der parteilose Kandidat. Er wolle mit einem guten inhaltlichen Wahlkampf die etablierten Kandidaten dazu bringen, sich sehr klar zu positionieren. „Ich weiß, dass ich nur Außenseiterchancen habe, aber es ist keinesfalls eine Spaßkandidatur“, betont der vierte Kandidat im Rennen um den Chefsessel im Dreieicher Rathaus.

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