Von der Fotografie zum skizzierten Bild Ewald Müller zeigt seine Werke in der Städtischen Galerie

Auf großes Interesse stößt die Ausstellung mit Gemälden von Ewald Müller. Foto: col

Dreieich (col) – Der ältere Herr stützt sein Gesicht in die schon etwas faltigen Hände und blickt grüblerisch in die Ferne. Die schwarz-weiß Malerei von Ewald Müller zeigt viele kleine Details und lebt von dem besonderen Ausdruck des Kontrasts. Und es dauert nur wenige Minuten und es klebt ein roter Punkt auf dem Acrylgemälde.

Die schwarz-weiß Arbeiten des Grafik-Designers aus Frankfurt-Harheim sind besonders spannend und auch die jüngsten Werke. Aber auch der bunte John Lennon, die bunten Sportmotive und die ganz abstrakten Arbeiten finden bei den Besuchern in der Städtischen Galerie der Stadtbücherei in Sprendlingen viel Anklang. „Es war eine sehr schöne Vernissage“, sagte der Künstler und freut sich über viele Besucher und das große Interesse an seinen Bildern.

Der 62-Jährige hat sich viele, viele Jahre vorrangig um seine Kunden für die Werbung gekümmert. „Es liegt an der Branche, alle wollen junge Grafik-Designer. Jetzt habe ich etwas mehr Zeit, mich der Malerei zu widmen. Das ist auch sehr schön. Vor fünf Jahren bin ich von Öl auf Acryl umgestiegen und die schwarz-weiß Arbeiten habe ich überhaupt erst vor drei Monaten angefangen, schön, dass diese reduzierten Werke so gut ankommen“, sagt der Künstler. Es seien Motive von alten Fotografien. Auf vielen Reisen nach Asien habe er Menschen fotografiert. Die habe er jetzt skizziert und dann gemalt. Das Foto des grüblerischen Mannes sei aber auf einer Fahrradtour nach Holland entstanden. In einem Restaurant, in dem der Herr mit dem „verknautschten Gesicht“ ihm gegenüber gesessen habe. Auch wenn er sich natürlich freut, dass er in Sprendlingen schon Bilder verkaufen konnte, falle ihm das andererseits auch nicht ganz leicht. „Ich trenne mich schwer von meinen Arbeiten, es ist irgendwie immer ein Verlust. Aber natürlich gefällt es mir, wenn sie anderen gefallen und dann einen schönen Platz bei den Menschen finden.“

Wenn Ewald Müller nicht in seinem Atelier in Bad Vilbel arbeitet, ist er ein leidenschaftlicher Musiker, der seit 45 Jahren Schlagzeug spielt, gern verreist, am liebsten mit dem Segelboot durch das Mittelmeer schippert und im Sommer auch oft auf dem Tennisplatz zu finden ist. Die Bilder von Ewald Müller sind noch bis Mitte April zu den Öffnungszeiten der Bücherei zu sehen.

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