Sprendlinger feiern Hooschebaafest Garant für gute Stimmung

Sichtlich gute Laune herrschte nicht nur bei diesen Besucherinnen. Foto: Jost

Dreieich (njo) – „Ich wollte dir nur mal eben sagen, dass du das Größte für mich bist“ – der Regen hatte sich über dem Sprendlinger Lindenplatz gerade verzogen und schon sang das Publikum vor der Erasmus-Alberus-Kirche ausgelassen den Sportfreunde-Stiller-Hit mit. Pfund-Frontmann Markus – schon reichlich durchgeschwitzt – brachte die Massen mit Leichtigkeit dazu, einzustimmen.

„Umfallen kann hier heute keiner“, sagte einer der weiblichen Fans in der ersten Reihe grinsend und meinte damit das dichte Gedränge, das vor der Bühne herrschte.

Zum vierten Mal in Folge war die Coverband beim Hooschebaafest der Sprendlinger Turngemeinde (STG) ein Garant für beste Stimmung, feinsten Rock und gute Stimmung auf dem Lindenplatz.

„Die Jungs sind an Professionalität kaum zu überbieten. Ob es regnet, oder heiß ist, sie verstehen es, gute Laune zu verbreiten und holen immer das Beste aus dem Abend raus“, zeigte sich STG-Vorsitzender Matthias Matthes begeistert von Pfund und der grandiosen Stimmung am Auftaktabend.

Er selbst stand an den Reglern für Ton und Licht und sorgte damit für die zauberhafte Atmosphäre in dieser Sommernacht. Es gab ein schönes Bild, wie sich die Musiker in dem abwechselnd roten und blauen Licht verausgabten und die Sprendlinger vor der Bühne fast drei Stunden tanzten.

Noch wenige Stunden zuvor hatte Matthes stirnrunzelnd in den Himmel geblickt.

„Vor Regen haben wir natürlich immer Angst. Das dreitägige Spektakel fordert von uns inzwischen eine Vorlage von etwa 25.000 Euro – da sind gutes Wetter und viele Besucher schon fast Pflicht“, sagte der Vereinsvorsitzende.

Dieses Jahr war das Konzept sehr gut aufgegangen: Pfund zieht Jahr für Jahr mehr Leute aufs Fest und sorgte für einen überragenden ersten Abend. Etwa 100 Vereinsmitglieder sind über die drei Tage in Schichten im Einsatz. Sie verkaufen Getränke, servieren Ebbelwoi, grillen Würstchen im Akkord. Doch nicht nur Grillgut lockte zu einem Abendessen auf dem Lindenplatz, das Hooschebaafest ist fast ein Streetfood-Festival: an verschiedenen Food-Trucks von anderen Anbietern genossen die Gäste auch Burger, Crêpes, Reibekuchen und eine Auswahl an Weinen. Es gab also nicht nur was auf die Ohren, auch an die kulinarische Vielfalt hatte die STG gedacht.

Für Samstagabend hatten sich Matthes und sein Festausschuss eine besondere Überraschung ausgedacht: Krachleder, eine Partyband aus Rheinland-Pfalz, waren in Sprendlingen zu Gast. Neben Rock und Pop hatten sie auch Schlager, Elektro und Volksmusik im Repertoire. Matthias Matthes hatte es am Freitagabend schon fast vorausgesagt: „Die Sprendlinger brauchen immer ein bisschen, bis sie von etwas überzeugt sind.“ Und so war es dann auch: Während Pfund vor einer tobenden Menge spielten, hatten die Krachleder-Herren weniger Publikum und mussten umso mehr Gas geben, um die Menschen vor der Bühne zu mobilisieren. „Das nervt mich ein bisschen“, gibt Matthias Matthes zu – und das ist auch verständlich, denn die von ihm engagierte Band ist wirklich gut. Und die Besucher, die am zweiten Festabend da sind, haben ihren Spaß. Vielleicht spricht sich das ja rum und Krachleder zieht beim nächsten Mal auch schon die eigenen Fans in Dreieich.

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen des Vereins: Mit Frühschoppen und dem Auftritt des vereinseigenen Blasorchesters ließ die STG das Hooschebaafest gemütlich ausklingen. Und es war wieder mal gelungen, etwas für die Stadt und ein gutes Miteinander zu tun und ein schönes und vor allem ganz friedliches Fest für die Dreieicher auf die Beine zu stellen.

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