Bienengruppe der Dreieichhörnchen produziert jetzt auch Wachskerzen Großes Engagement für gelb-schwarze Brummer

Bienen-Expertin Ruth Wasinger (links) und Stadtwerke-Chef Steffen Arta mit den Nachwuchsimkern und dem neuen Sonnenwachsschmelzer. Foto: Jost

Dreieich (njo) – Der nagelneue Sonnenwachsschmelzer der Bienengruppe der Dreieichhörnchen ist an trüben Frühlingstagen nicht im Einsatz, wenn keine Sonne da ist, um auf der gut einen Quadratmeter großen und stark reflektierenden Oberfläche die Sonnenstrahlen einzufangen. Wenn die Sonne scheint, können in der Kiste darunter die benutzten Bienenwaben zu Bienenwachs eingeschmolzen werden. „Und wir können endlich unseren eigenen Wachs weiter verarbeiten. Geplant ist, daraus Kerzen zu ziehen und auch neue Wabenplatten für die Bienen daraus herzustellen“, erklärt Bienenzüchterin Ruth Wasinger.

Sie ist Stadtwerke-Chef Steffen Arta dankbar, dass das Unternehmen die etwa 250 Euro zur Anschaffung der Gerätschaft gespendet hat. „Solarenergie ist doch genau unser Thema und auch an Nachhaltigkeit sind wir als örtlicher Energieversorger sehr interessiert“, sagte Arta.

Seit etwa vier Jahren schart Wasinger auf dem Gelände der Kinder- und Jugendfarm kleine Imker um sich. Zweimal im Monat kommen die derzeit acht Kinder der Gruppe auf die Farm und lernen alles rund um das fleißige Insekt, das so wichtig für die Natur ist. „Natürlich sehen wir jedes Mal nach, wie es unseren Schützlingen in den derzeit drei Bienenstöcken geht. Jetzt sind sie gerade sehr aktiv“, deutet Wasinger auf die drei Holzkisten im Garten der Farm, aus denen hunderte Bienen ausschwärmen. Nathan, Maik und Finn schlüpfen schnell in ihre schützende Imkerausrüstung, um Steffen Arta das beschäftigte Treiben im Innenleben des Bienenstocks zu zeigen.

Routiniert öffnen die Jungs die Kiste, in der tausende Arbeitsbienen dabei sind, Waben für ihre Königin bauen. „Zwischen 40.000 und 50.000 Bienen leben in einem Stock“, erklärt die Imkerin, wie riesig das einzelne Bienenvolk ist. Sie bevorzugt eine wesensgemäße Bienenhaltung. Das bedeutet auch, dass die Bienen ein Drittel ihres Honigs selbst für ihre Winternahrung behalten dürfen. „Und trotzdem hatten wir im vergangenen Jahr 36 Kilo Honig aus einem Stamm“, erzählt die Chefin der Bienengruppe von der tollen Ernte der Kinder.

Das Schleudern des Honigs sei natürlich eines der Höhepunkte im Jahr. Aber auch sonst ist es alles andere als langweilig in der Bienengruppe: Die Kinder beschäftigen sich mit der Natur und dem Lebensraum der gelb-schwarzen Tierchen, sie bepflanzen den Garten bienenfreundlich, backen frische Waffeln mit Honig, stellen Etiketten für ihre Honiggläser her oder töpfern richtige Honigtöpfchen. Und der eigenen Wachskerzenproduktion steht jetzt auch nichts mehr im Weg.

„Die Kinder sind mit so viel Engagement bei der Sache. Mir ist es eigentlich am Wichtigsten, dass sie die Zusammenhänge zwischen den Bienen und unserem Lebensraum verstehen und erkennen, wie empfindlich die Tiere sind. Damit merken sie auch schnell, wie groß unsere Verantwortung dabei ist“, sagt Wasinger. Es brauche dann oft auch nicht viele Erklärungen: die Kinder seien sehr empathisch gegenüber den Bienen und bringen der Natur große Achtung entgegen.

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