Offene Gärten in Buchschlag/Fortsetzung auf Seite 2

Wo Kräuter grünen und Pflanzen gedeihen

Am Stand des Kräutergartens im Vorgarten der Familie Hörstel war die Pflanzentauschbörse heiß begehrt. Hier wurde intensiv gefachsimpelt, welche Kräuter wo am besten wachsen. Foto: zcol

Dreieich (zcol) – Entspannt schlendert Julia Ratinger durch die offenen Gärten in den Buchschlager „Vogelwegen“.

„Ich finde es einfach faszinierend, in die Gärten von anderen rein schauen zu können. Gerade hier in Buchschlag finden Gartenfreunde ja geradezu ein Paradies“, sagt die Frankfurterin begeistert.

Im vergangenen Jahr war sie zum ersten Mal nach Dreieich gekommen, da waren die Gärten im Buchschlager Süden für die Öffentlichkeit geöffnet, in diesem Jahr spielte sich die beliebte Veranstaltung vor allem im Buchschlager Norden ab.

„Das ist mindestens ebenso spannend. Ich kann auf jeden Fall viel Neues lernen – wie die Gärten angelegt sind, wo die Pflanzen toll wachsen. Wenn ich alle acht angeschaut habe, dann gehe ich noch zur Pflanzenbörse. Ich habe extra eigene Kräuter mitgebracht, vielleicht kann ich die ja gegen eine Staude eintauschen“, will Julia Ratinger ihren eigenen Vorstadtgarten auch ein bisschen aufpeppen. So viele Radfahrer und Fußgänger sind in dem ruhigen Buchschlager Quartier selten zu sehen.

Hunderte Besucher aus Buchschlag, Dreieich und der Region waren zur zwölften Ausgabe der „Offenen Gärten“ ach Buchschlag gekommen. „Wir freuen uns sehr, dass die Resonanz wieder so groß ist“, sagte Kim Bagus, vom Buchschlager Geschichtsverein, bei der die organisatorischen Fäden für die Veranstaltung zusammen laufen.

Für Friedrich Thießen ist die Öffnung seines Gartens eine Selbstverständlichkeit.

„Die offenen Gärten sind eine so schöne und beliebte Veranstaltung, da sehe ich es als Mitglied des Geschichtsvereins auch irgendwie als meine Pflicht die Vereinskollegen zu unterstützen“, sagte der Buchschlager. In seinem sehr weitläufigen Garten mit schöner Teichanlage und Roseninsel, herrschte der größte Trubel. Dort gab es am Sonntagmittag Kindertheater, der Geschichtsverein stellte sich vor, hier war die riesige Kuchentheke aufgebaut und die kochenden Männer verwöhnten die Gäste mit Kartoffelsuppe. Zu privat für so viele Gäste hält Friedrich Thießen seinen Garten übrigens nicht: „Das ist wirklich gar kein Problem“, sagt der Gastgeber, „in dem Moment, wo hier alle Zelte und Stände aufgebaut waren, war das Grundstück wie eine öffentliche Fläche und es sieht auch gar nicht mehr so aus wie unser Garten“, blickt sich der Gastgeber lächelnd um.

Nach dem erneut so erfolgreichen Programm bei den zwölften offenen Gärten ist Kim Bagus längst mit der Veranstaltung für 2018 beschäftigt: „Da gehen wir wieder ins Herz von Buchschlag. Die Menschen wollen nicht nur die Gärten sehen, sie erfreuen sich auch an den alten Häusern und diesen Wunsch bedienen wir dann auch wieder“, kündigte die engagierte Buchschlagerin an.

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