Große Fastnachtsschau des Sprendlinger Karneval Vereins Lollypop-Mädchen lassen Bonbons regnen

In kunterbunten Petticoats wirbelten die 15 Tänzerinnen der großen Garde des 1. Sprendlinger Karneval Vereins (SKV) über die Bühne. Foto: Jost

Dreieich (njo) – Der Candyman ist verzweifelt: In seinem Bauchladen herrscht gähnende Leere. Doch Rettung naht: Die Lollypop-Mädchen springen auf die Bühne und sorgen für einen wahren Bonbonregen. In kunterbunten Petticoats wirbelten die 15 Tänzerinnen der großen Garde des 1. Sprendlinger Karneval Vereins (SKV) über die Bühne des Bürgerhauses und versprühten Faschingsfreude pur. Die mitreißenden Melodien und ausgefeilten Choreografien brachten die ausverkaufte Halle nicht erst beim großen Goldregen zum Ausrasten.

Der Beifall für den Showtanz wollte kaum ein Ende nehmen und Sitzungspräsident Ingo Claus Peter und das laut „Zugabe“ rufende Publikum überzeugten die Mädels, dass sie noch eine zweite Runde aufs Parkett legen. Da hatte Trainerin Silke Goth ganze Arbeit geleistet und zum zuckersüßen Kampagnen-Motto „Kamelle, Gutzje und Helau – wir feiern bunt beim SKV“ den passenden Auftritt einstudiert, der die Herzen erreichte. Der Showtanz der großen Garde war einer der Höhepunkte der SKV-Sitzung. Überhaupt waren es die Nummern mit Musik und Mitmach-Faktor, die am Samstagabend bei den etwa 460 Gästen im Saal punkten konnten. Manchmal braucht es gar nicht viel, um eine Narrhalla zum Toben zu bringen. Die zweieiigen Zwillinge „Bella & Ella“ waren das beste Beispiel für das Prinzip, das immer aufgeht: Fina Fernau-Beck und Angi Laudert schlüpften in ein hübsches Cowgirl-Outfit und sangen „Country Roads“ – und der ganze Saal stimmte mit ein. „Puh, ich zittere jetzt noch. Da hatte ich wirklich Respekt vor, die Nummer live zu singen“, sagte SKV-Pressesprecherin Angi Laudert nach dem Auftritt – aber all die Aufregung war gar nicht nötig – das Publikum liebte die Zwillinge. Das wurde nur noch getoppt von den Hoschebäuch. Das Männerballett des SKV brachte die Frauen in den ersten Reihen dazu, auf die Stühle zu steigen. Ihre Reise nach Afrika bescherte den strammen Jungs Kreisch-Alarm.

Sehr niedlich war der Auftritt der Minigarde: Die jüngsten Tänzerinnen entführten ihr Publikum in die Welt des Zeichentrickfilms „Madagascar“ und die Besucher erlebten, wie die Pinguine, das Nilpferd, die Zebras, Löwen und Giraffen aus dem Zoo in die Freiheit entführt wurden. Es folgte ein lautstarker Wunsch nach einer Zugabe. Mit einem Jazztanz der Gruppe Flash und einem rauschenden Finale mit der Guggenmusik der Kerlocher Schnappsäck ging das Publikum zufrieden in die Sektbar und in eine noch lange Partynacht.

Während die Tanzvorführungen an diesem Abend bestens ankamen, wechseln bei den Büttenreden Licht und Schatten. Plattbabbler Jürgen Vollhardt von den Bremsern erreichte die Zuschauer noch mit seinen lustigen Geschichten über die Zwei-Häuser-Gass-Erna. Auch Es Karlche, alias Manfred Locher, von der Hainer Feuerwehr bekam für sein Leid mit seiner Babette noch einige Lacher.

Als Gastredner Torsten von Jutzerka, Senator von der Isenburger Fassenacht, über seine Erfahrungen bei Castingshows berichtete, blieb es sehr ruhig im Saal. Und auch der eigene Mann, Ehrensenator Michael Krämer, packte seine Witzekiste reichlich schnell wieder ein, weil die Gags einfach nicht zünden wollen. „Die Bütt ist wohl leider nicht mehr so angesagt“, bedauerte Angi Laudert.

Mehr Eindrücke von der Großen Fastnachtsschau gibt es in der StadtPost-Bildergalerie. 

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