Bremser-Sitzung sorgt für Stimmung/Fortsetzung auf Seite 3 Närrische Gartenparty

Das Männerballett hatte sich in holländische Trachtenkleider gehüllt uns tanzte zu „Tulpen aus Amsterdam“. Foto: Jost

Dreieich (njo) – Die Buchschlager Narren von den Bremsern haben am vergangenen Wochenende eine grandiose Gartenparty in der SKG-Halle gefeiert und vier Stunden lang unter ihrem Gießkannen-Himmel ein handgemachtes Karnevalsprogramm vom Feinsten abgeliefert.

Den Auftakt im Gartenparadies machten die Tanzmariechen: Sarah Klee und Linnea Jost begeisterten mit ihren Solotänzen das Publikum.

Die Minettes und die Präsidentengarde rockten das Haus mit einem Cheerleadertanz und zu „Somewhere Over The Rainbow“, die Showtanzgruppe lieferte einen rasanten FBI-Tanz mit Verbrecherjagd.

Keine Nachwuchssorgen

Nachwuchssorgen haben die Bremser nicht: die neun Jahre alte Lene Bieber zeigte, wie ein Auftritt in der Bütt‘ funktioniert. Als Zauberin kann selbst sie keine Wunder vollbringen: Um den Sitzungspräsidenten Christoph Ebert in einen hübschen jungen Prinzen zu verzaubern, würden ihre Zauberkräfte nicht ausreichen, erklärte sie dem lachenden Publikum. Schon im ersten Teil glänzte das Männerballett: Herrlich, wie die nicht mehr ganz jungen Holländerinnen zu „Tulpen aus Amsterdam“ beim Werfen der haarigen Beine die Rüschen-Höschen blitzen ließen.

Die Herren waren reichlich außer Atem, manch eine Schweißperle tropfte ins üppige Dekolleté, aber die Jungs waren tapfer und gaben die geforderte Zugabe.

Ein Zwiegespräch am Bahnsteig trieb Freudentränen in die Augen vieler Zuschauer. Die gebildete und auch ein bisschen eingebildete Yvonne Wiederstein versuchte, ihrer eher einfältigen Zufallsbekanntschaft (Petra Scheer) die Werke Friedrich Schillers nahe zu bringen. Ob die Jungfrau von Orleans, Wilhelm Tell oder Maria Stuart – ihre Bemühungen waren vergebens.

Die Grashüpfer Uwe Vonderlehr und Christian Klementz nahmen sich das vergangene Jahr vor. Ob Trump, Greta oder die Frankfurter Awo – die Hüpfer kennen kein Pardon. Aber auch in Dreieich liegt einiges im Argen: „Am spitzen Eck in Götzenhain, der Kreisel ist ne echte Pein“, ließen die Protokoller verlauten, sie richteten den Blick auch auf die schließenden Banken in der Stadt oder das Sprendlinger Brücken-Desaster.

Und das Lieblingsthema dieser Tage: „Der Wahlausschuss sollt‘ es erkunden, ein neuer Stadtrat – nicht gefunden! 61 Kandidaten, keinen sie zur Arbeit baten, der Burlon immer noch allein, die Suche muss echt schwierig sein“, raten Vonderlehr und Klementz, es doch mal mit Elitepartner oder Tinder zu versuchen, um die Liebesheirat endlich einzufädeln.

Richtig in Fahrt sind auch die Bremsbacken, ihre Darstellung vom Fest der Liebe endet in einem Besäufnis und mit einer Ehrlichkeit, die so wohl auch keiner will. Die Bremser haben grandiose Schauspieler, und Ausdruck und Mimik in den Gesichtern der Familienmitglieder unter dem Weihnachtsbaum sind es, die das Stück so witzig machen. Corina Vollhardt stieg als Gärtnerin in die Bütt‘ und Elvira Möchtegern ließ sich mal wieder darüber aus, wie anstrengend die Suche nach ihrem Mr. Right ist. Die Starlights brachten Bewegung in den Saal, ehe die „Bremser Märchenstunde“ mit ihrer amüsanten Version von Hänsel und Gretel das Publikum vom Bremser-Garten in die Bremser-Märchenwelt entführte.

Jürgen Vollhardt berichtete als Plattbabbler Neuigkeiten aus dem Leben und die Showtanzgruppe reiste mit fantasievollen Kostümen ins Land der Pharaonen. Zum großen Finale brachten die Babbelschnuten in witzigen Kostümen mit schwungvollen Parodien zu Liedern rund um den Garten, wie „Rose Garden“, „Ein Bett im Kornfeld“ oder „Butterfly“, die Gäste zum Mitsingen und in die richtige Stimmung, um später bei Livemusik mit den Capones, auf der Tanzfläche und in der Sektbar den Abend noch richtig zu feiern.

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