Neujahrsempfang der Arbeitsgemeinschaft Götzenhainer Vereine Rückblick auf ein bewegtes Jahr

Mit einem Gläschen „Roter Rock“ stießen die Mitglieder auf das neue Jahr an. Foto: zcol

Dreieich (zcol) – Die Neugestaltung des Dalles, das Dorfbrunnenfest und das Theaterstück zur 700-Jahr-Feier waren für Klaus Klepper die Höhepunkte des Jahres 2018 für Götzenhain. Traditionell hatte die Arbeitsgemeinschaft Götzenhainer Vereine (AGV) zum Neujahrsempfang gleich am ersten Tag des Jahres in den Bürgertreff eingeladen, um mit einem Glas „Roten Rock“ vom Hofgut Neuhof auf 2019 anzustoßen.

Bürgermeister Dieter Zimmer erinnerte in seiner Neujahrsansprache an die fast zwei Jahre andauernde Baustelle entlang des Hainer Wegs bis in die Bleiswijker Straße, wo seit Ende Oktober der Verkehr wieder fließt – das wohl wichtigste Ereignis des zurückliegenden Jahres für den Dreieicher Stadtteil. „Diese Baumaßnahme ist mit 20 Monaten Bauzeit und Kosten von mehr als vier Millionen Euro die größte und teuerste in der Geschichte der Stadt – und das bei euch in Götzenhain“, sagt der Rathauschef schmunzelnd. Für den AGV-Vorsitzenden Klaus Klepper war wichtig, dass die Bauarbeiten in Kooperation mit der Verwaltung und den ausführenden Firmen so komplikationslos liefen. Er bezeichnete es als einen Gewinn, dass die Götzenhainer in die Planungen so involviert waren. Er erinnerte auch an die ursprünglichen Planungen von Holger Dechert, die in Zusammenarbeit mit den Bürgern entstanden seien und zu großen Teilen in die endgültige Variante eingeflossen waren. „Dieses Jahr werden wir auf diesem neuen Platz unsere Kerb feiern. Sie kann mit der Umgestaltung wieder an den Ort zurückkehren, wo sie hingehört – zu den Leuten. Wir werden daraus ein ganz großes Fest machen“, versprach Klepper.

Beinahe emotional wurde er bei der Erinnerung an die 700-Jahr-Feier. Dabei war es eigentlich nur einem Zufall zu verdanken, dass die Götzenhainer ihr Jubiläum nicht verschlafen hatten, wie Klaus Klepper unumwunden zugab. Die Anfrage der Mainzer Hofsänger, ob sie nicht bei der großen Feier auftreten dürften, stieß die Vereine sanft auf die erste urkundliche Erwähnung ihres Dorfes vor 700 Jahren. Das Dorfbrunnenfest stand im Zeichen des Jubiläums – und war ein voller Erfolg. „Wir haben dort einen schönen Überschuss erwirtschaftet, der uns ein bisschen für die Planungen des nächsten Festes beruhigt, weil wir endlich mal etwas Geld auf dem Sparbuch liegen haben“, sagte Klepper. Er bedankte sich ausdrücklich bei den Aktiven in den Vereinen, die an dem sonnigen Juniwochenende so viel Einsatz gezeigt hatten. Außerdem hoffte er, dass die Karl-Nahrgang-Schule ihr eigens zum Geburtstag getextetes Götzenhain-Lied gut archiviert, damit es für die Nachwelt erhalten bleibt.

Einen dringenden Wunsch äußerte Klepper in der Runde im Bürgertreff: der goldene Engel, den Margarete Habernoll zum Dorfbrunnenfest auf eben jenen Brunnen installiert hatte, wurde nach dem Fest gestohlen. „Es ist ihr privater Engel, ihr letzter von der Baumaktion 2009. Wer auch immer ihn geklaut hat möge ihn jetzt bitte zurückbringen. Er hat einen großen ideellen Wert“, appellierte Klepper an den Dieb. Margarete Habernoll versprach sogar Lösegeld für den Egel, der ihr so wichtig ist.

Klaus Kleppers ganz persönliches Highlight 2018 war die Aufführung von „Ein Dorf sieht Gold“ im Oktober. Seine Tochter Ida, Studentin der Theaterwissenschaften, hatte das Drehbuch über den Götzenhainer Goldklau auf der Basis der Erzählungen von Karl Nahrgang geschrieben. Gemeinsam mit der Regisseurin Sonnhild Grevel erarbeiteten die eilig zusammengetrommelten Schauspieler das Stück und wurden von einem zwei Mal ausverkauften Haus in der SG-Turnhalle gefeiert. Seinen ausdrücklichen Dank bekamen Oliver Schetzkens, Philip Rieger und Christopher Drath, alle drei Schüler der Weibelfeldschule, die Beleuchtung und Technik übernommen hatten und einen Großteil ihrer Herbstferien für die Aufführung opferten.

Dieter Zimmer erwähnte noch den Götzenhainer Faschingsumzug, das Oktoberfest in der HSV-Halle, den Grundschultag und die stimmungsvolle Waldweihnacht der evangelischen Gemeinde. Für ihn war der Neujahrsempfang ein kleiner Abschied, sein letzter als Dreieicher Verwaltungschef: „Ich war gerne euer Bürgermeister“, sagte Zimmer und bekam sehr lange Applaus, bevor die Runde im Bürgertreff mit dem Roten Rock zum gemütlichen Teil des ersten Januartages überging.

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