Ehrenamtliche Leiter der städtischen Seniorenclubs mit Rotary-Sozialpreis ausgezeichnet Soziale Bindung gegen Einsamkeit

Eine Hälfte des Rotary-Sozialpreises geht an die Leiter der Dreieicher Seniorenclubs. Das Bild zeigt (von links): Christa Kronwitter, Irene Hoidn, Ursula Seipel, Bürgermeister Martin Burlon, Irmgard Becker, Rotarierin Susanne Delius, Ulrike Glück-Löwenstein, Klaus Durniok, Landrat Oliver Quilling, Hanne Pichler, Brigitte Hinkel und Rotary-Laudatorin Bettina Carr-Allinson. Bild: Jost

Dreieich – Landrat Oliver Quilling sagt es als Schirmherr des Rotary-Sozialpreises der Clubs Dreieich-Isenburg und Offenbach-Dreieich einmal mehr: „Das Ehrenamt, die stillen Helfer, leisten einen so wichtigen Beitrag zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft – ohne sie würde es nicht funktionieren.“ Im Kreis sind rund 120.000 Menschen ehrenamtlich engagiert, fast ein Drittel aller Einwohner. „Das gilt es zu würdigen. Umso schöner ist es, dass die beiden Rotary Clubs mit dem Sozialpreis immer wieder Menschen öffentlich für ihr Engagement herausstellen“, sagt der Landrat.

Seit 21 Jahren wird der Sozialpreis verliehen, seit 2020 werden 10.000 Euro ausgeschüttet. Für 2023 haben die sogenannten Gemeindienstbeauftragten der Rotarier erneut zwei Preisträger ausgewählt. Über 5.000 Euro dürfen sich die ehrenamtlichen Leitungen der Seniorenclubs Dreieich freuen. Insgesamt gibt es in der Stadt acht Clubs, die 150 Senioren regelmäßig als Treffpunkt nutzen. Das sind zum einen Kaffeetreffen in den Stadtteilen, aber es gibt auch Angebote zum Singen, Tanzen oder Skatspielen. „Mit dem Sozialpreis möchten wir das Engagement und die Arbeit würdigen, die diese Menschen leisten. Die Clubs haben zum Teil um die 30 Teilnehmer“, sagt Bettina Carr-Allinson, im Rotary Club Dreieich-Isenburg zuständig für die sozialen Themen und Laudatorin. Die ehrenamtlichen Leitungen, die die wöchentlichen Clubs alleine oder auch zu zweit führen, organisieren Kaffee und Kuchen, überlegen sich ein Programm und laden auch mal Referenten ein. Im Literaturkreis wird über Bücher gesprochen, im Tanzclub wird mit einem Trainer geübt und im Skatclub wird am Jahresende der beste Spieler gekürt.

„Die Seniorenclubs haben in Dreieich Tradition, der älteste existiert seit mehr als 55 Jahren, manche der ehrenamtlichen Leitungen sind selbst schon seit über 25 Jahren in den Clubs tätig“, sagt Bettina Carr-Allinson. Die Clubleiter setzten Zeit und Energie ein und ermöglichten damit, dass Menschen nicht nur das Programm genießen, sondern sich auch zugehörig fühlen und Wertschätzung erfahren. „Sie bieten neben Unterhaltung und Ablenkung auch soziale Bindungen und tragen damit dazu bei, Isolation und Einsamkeit im Alter zu bekämpfen“, sagt die Laudatorin. Die Clubleiter schenkten Freude, lachten mit den Teilnehmern und teilten Lebensgeschichten. „Die Teilnehmer können in den Clubs für ein paar Stunden den Alltag vergessen und die Seele baumeln lassen“, sagt Carr-Allinson und wünscht den Aktiven weiterhin viel Freude bei ihrer Arbeit.

Klaus Durniok, Leiter des Skatclubs, nimmt die Ehrung mit seinen Mitstreiterinnen aus den anderen Clubs entgegen, bedankt sich für die Anerkennung und betont, was für eine Überraschung der Rotary-Sozialpreis für die Clubleiter sei. „Was wir mit dem Geld machen, wie wir die 5.000 Euro einsetzen, das entscheiden wir gemeinsam. Aber wir werden es nachhaltig verwenden“, verspricht Durniok. Der zweite Preisträger ist die Bürger*Innen-Stiftung Heusenstamm, die an diesem Abend ebenfalls einen Scheck über 5.000 Euro bekommt.
 njo