11.700 Quadratmeter sind für 40 Jahre fest in Vereinshand Stadt überträgt dem TVD die Verantwortung

Bürgermeister Dieter Zimmer (links) und Erster Stadtrat Martin Burlon (Zweiter von rechts) überreichten dem TVD-Vorstand Renate von Rockenthien, Georg Fuhrländer (Mitte) und Heiko Lenhard (rechts) die Schlüssel zu dem städtischen Sportgelände an der Breiten Hagwegschneise. Foto: col

Dreieich (col) – Es ist nur ein kleiner Schlüsselbund, aber ein großer Schritt für den Turnverein Dreieichenhain (TVD). Georg Fuhrländer, im Vorstand des TVD zuständig für die Immobilien, nimmt den Schlüsselbund von Erstem Stadtrat Martin Burlon entgegen. Anfang des Jahres übergab die Stadt Dreieich die „Schlüsselgewalt“ für das städtische Sportplatzgelände an der Breiten Hagwegschneise an den Traditionsverein.

Damit übernimmt der TVD rund 11.700 Quadratmeter Sportplatz- und Rasenfläche für die kommenden 40 Jahre. In den Vertrag aufgenommen sind die Tennisanlage, die Beachsportanlage, das komplette Ferienspielgelände mit dem Häuschen, die Boule-Anlage und ein Teile der Außenanlage in Richtung Straße. Ausgeklammert bleiben die drei Fußballplätze, also die große Lösung, mit der Übernahme des gesamten Geländes an der Koberstädter Straße, die der TVD ursprünglich angestrebt hatte. „Wir übertragen dem TVD die Verantwortung, die der Verein übernehmen wollte“, erklärte Stadtrat Burlon.

Langfristige Vertragsbindung

Was bedeutet das für Verein und Verwaltung? Der TVD hatte bislang schon Tennisanlage und Beachsportanlage gepachtet, für die Bouleanlage gab es lediglich eine „Absprache“. „Wir haben damit jetzt eine langfristige Vertragsbindung, die einheitlich für alle Anlagen gilt“, sagt Heiko Lenhard, vom Vorstandsteam des TVD. Natürlich kommen auf den Verein Kosten zu, das Areal braucht Pflege, die Rasenfläche will regelmäßig geschnitten werden. „Aber wir hoffen, dass wir diese Mehrkosten und den Mehraufwand durch ein gutes Vermarktungskonzept wieder reinholen“, erklärte Lenhard. Beispielsweise könne der TVD die Beachsportanlage künftig inklusive der davor liegenden Rasenfläche vermieten, und die Nutzer können auf der Wiese den Grill anwerfen. Weitere Konzepte seien in Planung und die rund 1.500 Mitglieder werden auch um Beteiligung und Ideen gebeten, wie das Gelände einträglich genutzt werden könne.

Stadt und Vorstand haben sich auf eine einmalige finanzielle Unterstützung der Stadt in Höhe von 5.000 Euro geeinigt. Für die Stadt bedeutet der Pachtvertrag natürlich Entlastung in organisatorischer und finanzieller Hinsicht. Rund 1.300 Euro, schätzt Martin Burlon, spare die Stadt für Pflege und Instandhaltung ein. Es ist vertraglich geregelt, dass die Stadt die Fläche für Ferienspiele und auch das Jugendmusikfestival nutzen darf. Ausgenommen aus dem Vertrag ist eine kleine Fläche, die abschüssig am Rande des Geländes liegt. Darauf ist noch eine alte Rutsche und alte Bäume. Dieses Areal, das für die Ferienspiele interessant ist, hat die Stadt durch einen neuen Zaun abtrennen lassen.

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