Karnevalssitzung des TSC Bimmbär Wortwitz, Charme und jede Menge Lachsalven

Auch die jüngsten Gardetänzerinnen begeisterten bei den Bimmbären schon das Publikum. Foto: Sauda

Dreieich (es) – Bei den Bimmbären treffen Gardetänzerin und Tanzmariechen aufeinander. Das große Manko des Tanzmariechens ist, dass es nicht so richtig in die Uniform passen will. Doch Sascha Becker findet im Zwiegespräch mit Laura Schütze eine logische Erklärung.

Das Problem mit seiner Figur rühre von einem Gen-Defekt her: „Essen geh’n, trinken geh’n.“ Das sieht Laura auch so und findet, dass das Mariechen bei dem Gewicht, das es auf die Waage bringt, zwei Meter hoch sein müsste. „Ja, das stimmt“, sagte Becker, „aber ich kann essen, so viel ich will, ich werde einfach nicht größer“. Die Lacher hatte das ungleiche Duo auf seiner Seite. Der Auftritt der beiden war nur einer von vielen Höhepunkten der jüngsten Fastnachts-Sitzung des TSC Bimmbär im Bürgerhaus, die mit dem Einzug von Elferrat, Musikzug des Spielmannszugs der Freiwilligen Feuerwehr Offenthal und Götzenhain sowie allen Garden begann. Durch die Sitzung führte Präsident Markus Schütze, einst selbst Dreieicher Prinz, gewohnt wortwitzig und charmant.

Mit von der Partie beim bunten Programm unter dem Motto „Die Bimmbärn grüßen mit Sand unter den Füßen“ waren die Randstaajodler Thorsten Haag, Paul Stenzel und Stefan Weisrock. Die drei Offenbacher Jungs im besten Alter, waschechte Sänger und Musikanten, brachten die mehr als 300 fantasievoll und farbenfroh verkleideten Narren zum Lachen. Zu den Büttenrednern zählten Wolfgang Braun und Eberhard Werning, zwei Gastredner von den Kolpingelfern aus Offenbach.

Die Kolpingelfer und die Bimmbären verbindet seit vielen Jahren eine Freundschaft und Werning unterstrich diese, indem er in seiner Paraderolle als „Die Heulsus“ brillierte. Beim Narrenvolk kullerte auch so manche Träne vor Lachen. Wolfgang Braun berichtete humorvoll von seinen Erlebnissen als Pilot und wusste zu sagen: Das Wichtigste beim Fliegen sei, „dass du immer so viele Starts hast wie Landungen.“ Frank Eser von den Sportfreunden Rodgau gastierte zum zweiten Mal bei den Bimmbären und präsentierte das Thema „Künstliche Intelligenz“. Auch das Urgestein der Bimmbär-Fastnacht war wieder mit von der Partie: Ruth Becker erzählte Geschichten von ihren Erlebnissen als Oma. Zuvor war sie bereits mit ihrem Sohn Sascha Becker in der Bütt und sprach mit ihm über die Tücken von Schreibmaschinen.

Ein Hingucker sind bei den Bimmbären natürlich stets die Garden – und die zeigten sich mal wieder von ihrer besten Seite. Von der Supermini- über die Mini-Garde, die das Publikum mit ihrem Schautanz an den Strand entführte, über die Jugendgruppe Elementrix, die mit ihren exakten Schrittkombinationen faszinierte. Auch Hebefiguren fehlten nicht. Viermal hintereinander wurde die Gruppe Hessenmeister, vor drei Jahren Deutscher Vizemeister und vergangenes Jahr Vierter bei der Europameisterschaft. Da standen also Könner auf der Bühne. Auch die Gruppe Elementrix wird von Elfriede Friedrich, Bianca Hänsel und Birgit Kratoska trainiert sowie von Cornelia Hohenstein betreut. Die sechs jungen Damen der Prinzengarde zeigten ihren Marsch und wurden beim Schautanz von Ehemaligen unterstützt, die immer noch gerne auf der Bühne stehen. Ihr Schautanz stand übrigens unter dem Motto, „Weißt du noch, im letzten Jahr?“

Die Solistinnen Tamina Seifert, Mona Sandmann, Laura Schütze, Klara Zeiser und Franziska Schubert und Tanzpaare – Laura Schütze und Valentin Schubert sowie Tuana Erdogan und Louis Unruh – zeigten Ausschnitte aus ihren Programmen, zu denen viele Elemente wie Räder, Bogengänge und Überschläge gehörten. Trainiert werden sie von Elfriede Friedrich und Co-Trainierin Jasmina Pavlovic. Hingucker war wieder das Männerballett. Die Dancing Grizzlys, trainiert von Maribel und Celine Stephan, zogen das Publikum in den Bann. Insgesamt sorgten zehn Helfer und mehr als 100 Aktive dafür, dass das Programm reibungslos über die Bühne ging.

Mehr Eindrücke von der Bimmbären-Sitzung gibt es in der StadtPost-Bildergalerie.

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