Mehr als nur schlichte Wissensvermittlung Adolf-Reichwein-Schule informiert über ihr Angebot

Beim jährlichen Tag der offenen Tür der Adolf Reichwein Schule (ARS) präsentierten Schüler und Lehrer am Samstag einen Vormittag lang neben den klassischen Unterrichtsfächern auch die verschiedenen Arbeits- und Neigungsgruppen, die an der Schule angeboten werden.    Foto: Roß

Heusenstamm (jro) –  Beim jährlichen Tag der offenen Tür der Adolf Reichwein Schule (ARS) präsentierten Schüler und Lehrer einen Vormittag lang neben den klassischen Unterrichtsfächern auch die verschiedenen Arbeits- und Neigungsgruppen, die an der Schule angeboten werden. Schulleiter Wolfgang Lippert ist an diesem Tag der wohl gefragteste Mann an der Schule.

 

Immer umringt von Kollegen, Schülern und natürlich vielen interessierten Eltern, die ihre Kinder an der ARS anmelden wollen. Ihm zur Seite stehen einige Zehntklässler, die die Besucherinnen und Besucher über das Schulgelände führen. Acht verschiedene Touren haben sich die Guides ausgedacht und präsentieren mit einem gewissen Stolz ihre Schule, die sie in einem halben Jahr mit dem Abschlusszeugnis verlassen werden.
Beim Rundgang durch die Klassenzimmer wird sehr schnell klar, dass Schule heute mehr als nur schlichte Wissenvermittlung bieten muss. Kreativität wird ebenso gefordert und gefördert wir soziale Kompetenz. Den Schülerinnen und Schülern steht eine Vielzahl an Arbeitsgruppen offen, in denen sie ihre Interessensgebiete vertiefen und ausprägen können. Das Repertoire reicht von Töpfern, Kochen und Tanzen bis hin zu Metallarbeiten oder Sprach- und Schreibwerksätten. Gian Paolo Picariello und Michelle Schmitt sind Schüler der zehnten Klasse. Sie präsentieren an diesem Vormittag den Bereich „AK Programmierung“.

Sie haben kleine Roboter zusammengebaut und verschiedene Funktionen programmiert. Gian Paolo ist begeistert von der Technik und berichtet, dass er nun an die Fachoberschule wechseln möchte. Über den Kurs hat er seine Leidenschaft für die IT-Branche entdeckt und möchte auch beruflich später einmal programmieren.

Schulleiter Lippert ist derweil mit Familie Jäger im Gespräch vertieft. Kurz zuvor hat er eine Präsentation über das Schulprofil gezeigt und jetzt geht es um den Schulwechel des 14-jährigen Luis. Er besucht derzeit eine Schule in Dieburg und hat gemerkt, dass der Schulweg von Obertshausen aus doch zu anstrengend für den 14-jährigen ist. Zusammen mit einem der Guides war Familie Jäger am Schulgelände unterwegs und berichten Lippert, dass sie sehr beeindruckt von dem präsentieren Angeboten ist.

Lernzeit löst Hausaufgabenhilfe ab

Schulleiter Lippert ist derweil mit Familie Jäger im Gespräch vertieft. Kurz zuvor hat er eine Präsentation über das Schulprofil gezeigt und jetzt geht es um den Schulwechel des 14-jährigen Luis. Er besucht derzeit eine Schule in Dieburg und hat gemerkt, dass der Schulweg von Obertshausen aus doch zu anstrengend für den 14-jährigen ist. Zusammen mit einem der Guides war Familie Jäger am Schulgelände unterwegs und berichten Lippert, dass sie sehr beeindruckt von dem präsentieren Angeboten ist. „Die Schule hat einen sehr guten Ruf“, erklärt die Familie und erzählen, dass die Kinder von befreundeten Familien ebenfalls die Heusenstammer Haupt- und Realschule besuchen und mit dem Angebot und der Arbeit sehr zufrieden sind. Lippert macht mit den Eltern einen Gesprächstermin aus, bei dem dann viele Details noch geklärt werden können.

Kurz darauf referiert Konrektorin Doris Huber über das Nachmittagsangebot der Schule. Als eine Besonderheit hebt sie hervor, dass die Schule sich von der herkömmlichen „Hausaufgabenhilfe“ verabschiedet hat und stattdessen eine „nachmittägliche Lernzeit“, kurz NLZ anbieten. „Das besondere ist, dass wir die Fachlehrer, die am Vormittag in der Klasse unterrichten für jeweils einen Nachmittag gewinnen konnten am Nachmittag noch mal eine zusätzliche Lernzeit anzubieten“. Aber nicht nur Lernen ist am Nachmittag bei den Schülern angesagt. Eine eigene Schülergruppe sorgt für das Mittagessen. „Mit rund 70 Mahlzeiten jeden Mittag sind wir wohl das größte Resaturant in Heusenstamm“, lacht Huber.

Die 45 Lehrerinnen und Lehrer an der ARS tragen Verantwortung für rund 490 Schülerinnen und Schüler, die in 23 Klassen unterrichtet werden. Gegliedert ist die Schule in 6 Förderstufenklassen, 9 Realschulklassen, 6 Hauptschulklassen und zwei Intensivklassen. „Bei den Realschulklassen haben wir erfahrungsgemäß in der 9 Klasse einen enormen Zuwachs, wenn die Schüler vom Gymnasium kommen, weil sie dort die Anforderungen nicht mehr schaffen“ berichtet Lippert. Auch im Bereich der Intensivklassen könnte es im kommenden Schuljahr noch Zuwachs geben, wenn noch mehr Schüler ohne Deutschkenntnisse an die Schule kommen.

„Schüler für Schüler“ ist ein weiterer Ansatz, den die Schule verfolgt. Die Betreuung von Kiosk und Teestube, Bus- und Bahnbegleiter, der Pausensport, die Bücherei und die Mediation werden von Schülern organisiert und angeboten. In anderen Bereichen gibt es Kooperationspartner, die das schulische Angebot erweitern. Die Stadtkapelle Heusenstamm bietet Instrumentalunerricht an, die Schulfeuerwehr weiß sich von der Freiweilligen Feuerwehr gut unterstützt, das DRK unterstüzt die Schulsanitäter. Aber auch die IHK, die Kreishandwerkskammer, Lidl oder das Diakonische Werk sind Kooperationspartner der Schule. Schülervertretung, Elternbeirat und Förderverein unterstützen ebenfalls viele der Aktionen und Initiativen der Schule.

Familie Jäger geht, wie die meisten Besucher an diesem Vormittag mit vielen neuen Eindrücken nach Hause und Schulleiter Wolfgang Lippert ist zufrieden, dass Heusenstammer Haupt- und Realschule nicht nur einen guten Ruf hat, sondern dass vor allem ein engagiertes Lehrerkollegium den Schulalltag mit Leben füllt.

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