Reiner Wagner spielt im „Tatort“ kleine Rolle Auftritt vor Millionenpublikum

Ärger auf der Landstraße: Ein Mann (links, Reiner Wagner) wird von Anton Maler (Christopher Schärf) bedrängt. Foto:

Dietzenbach – Actiongeladene Szene im jüngsten „Tatort“ aus Ludwigshafen mit dem Titel „Der böse König“: Der Narzisst und Mörder Anton Maler hat seine Ex-Freundin entführt und fährt mit ihr im Auto auf einer Landstraße. Er streitet sich mit ihr. Ein Auto fährt plötzlich auf die Straße ab und bremst Maler aus. Maler reagiert wütend, überholt und bremst den Wagen aus. Er steigt aus und zerrt den Mann darin aus dem Wagen. Für viele Dietzenbacher war der Fahrer des Autos kein Unbekannter: Der Schauspieler Reiner Wagner verkörperte dessen Rolle und hatte sogar einen kurzen Dialog mit der Hauptfigur Anton Maler.

„Nachdem seine Ex-Freundin aus dem Auto verschwindet, geht die Szene mit mir eigentlich noch weiter, aber das ist vermutlich dem Limit von 90 Minuten für einen Tatort zum Opfer gefallen und rausgeschnitten worden“, sagt Wagner. In der nicht zusehenden Szene habe der Mann, den Wagner verkörpert, noch aus einiger Entfernung das Geschehen beobachtet und sei nochmals auf Maler zugegangen und habe ihn auf seinen Autoschlüssel angesprochen, da der ihm zuvor von Maler entwendet wurde. Dann komme es zu einem erneuten Streit mit Maler.

„Der ganze Dreh hat insgesamt sieben Stunden gedauert“, sagt Wagner, „wobei die meiste Zeit für mich als Schauspieler für Warten draufgeht.“ Denn es müssen beispielsweise der Ton und das Licht korrekt eingestellt werden. Aber auch die Szene an sich ist nicht schnell gedreht: „Wir mussten die Autoszene einstudieren, damit wir an der richtigen Stelle bremsen und das musste bestimmt auch acht Mal geübt werden, bis alles passte.“ Außerdem mussten die Schauspieler aus verschiedenen Blickwinkeln zusätzlich gefilmt und eine Sicherungsaufnahme gemacht werden. Kontakt zur Ulrike Folkerts, die Ermittlerin Lena Odenthal spielt, hatte Wagner nur kurz, die Szene auf der Landstraße wurde separat mit den drei Schauspielern der Szene gedreht. Der Tatort „Der böse König“ ist ein halbes Jahr in der ARD-Mediathek zu sehen. Sein Auftritt zur besten Sendezeit mit knapp 9,4 Millionen Zuschauern in der ARD bringt Wagner zusätzliche Aufmerksamkeit: „Am Dienstag kam die Zusage für eine Rolle in Ein Fall für Zwei, kann durchaus sein, dass das mit dem Tatort zusammenhängt“, vermutet Wagner. Den Auftrag bekommt er über seine Schauspielagentur. Auch darüber hinaus ist der Dietzenbacher gut beschäftigt.

Im Juli stehen Dreharbeiten für den Bozen Krimi an, er hat Rollen an der Filmakademie in Ludwigsburg und ist auch in einem Werbeclip für eine Meditations-App zu sehen. Auch in seinem Theater will er bald wieder aktiv sein. Derzeit plant der 66-Jährige Dietzenbacher drei bis vier Live-Übertragungen, auch wenn Corona dem Vorhaben immer noch einen Strich durch die Rechnung machen kann
lur

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