Landrat Oliver Quilling eröffnet den vierten Adventsmarkt Ein Fest für Alteingesessene und Rembrücker Neubürger

Zu den Angeboten in den Buden auf dem Rembrücker Adventmarkt gehörten auch Kränze und Christbaumkugeln. Foto: Wittekopf

Heusenstamm (bw) – Mit dem Durchschneiden eines roten Bandes eröffnete Landrat Oliver Quilling am Samstagnachmittag den vierten Adventsmarkt in Rembrücken, tatkräftig unterstützt durch den Nikolaus und Engel (Silke Rusch).

Die private Initiative ist inzwischen ein fester Bestandteil in der vorweihnachtlichen Feierzeit und hat längst Einzug in die Herzen der Bürger gefunden.

„Unser Adventsmarkt ist nicht nur toll, sondern sehr wichtig für die Verbindung zwischen dem alten Rembrücken und den Neubürgern“, sagten Walter und Sigrid Schumacher. „Wir sehen uns ja sonst nicht oft.“ Das bestätigte „Neubüger“ Timmy Buj. Der Eventmanager, der vor fünf Monaten aus München nach Rembrücken gezogen ist, hatte von einer Freundin von dem Adventsmarkt gehört.

„Mir gefällt der Markt sehr gut und ich finde es toll, dass es so etwas in Rembrücken gibt“, sagte er. „Auf solchen Festen kommen alle zusammen.“ Auch Josef Tschannerl war vom Markt begeistert: „Ich bin jedes Jahr hier und finde das Fest sehr gut und es sehr wichtig für unseren Stadtteil.“ In seiner Eröffnungsrede begrüßte Oliver Quilling die zahlreichen Gäste. „Ich wünsche Ihnen, dass sie in der besinnlichen Zeit Ruhe finden können“, so Quilling. „Der Adventsmarkt ist eine großartige Veranstaltung, zu der man Rembrücken gratulieren darf. „Es ist auch genau der richtige Start in die Weihnachtszeit.“

Vor drei Jahren kam die Idee auf, den Hof der ehemaligen Babscherei zu öffnen und dort einen Adventsmarkt zu instituieren. Die Privatinitiative, die von Patrick Witte und André Iseler organisiert wird, findet bei den Bürgern immer mehr Anklang.
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Heuer standen in dem lang gezogenen Hof der einstigen Feintäschnerei fünfzehn jener städtischen Buden, die auch beim Nikolausmarkt verwendet werden. „Wir verdienen an dem Markt kein Geld“, sagte André Iseler. „Wenn man alle ehrenamtlichen Helferstunden zusammenrechnet, dann kommen wir schnell auf über 1.000 Mannstunden.“ Allein das Abholen, Auf- und Abbauen der Buden koste viel Zeit. Hier würde sich Iseler mehr Unterstützung von der Stadt Heusenstamm wünschen. „Es wäre toll, wenn der Bauhof uns bei der Logistik unterstützen könnte“, sagteer. „Das Auf- und Abbauen übernehmen wir natürlich selbst, aber das An- und Abfahren ist für uns immer eine Marthonaufgabe.“

Aus einem Lautsprecher kam adventliche Musik und es duftete nach Glühwein, Bratwürsten und Gebäck. Neben den Klassikern Drachenhöhle, Original Rembrücker Bratworscht, Honig und selbstgemachtem Eierlikör gab es selbst gebastelten Christbaumschmuck und Adventskränze. „Wir machen hier alles selbst“, denn wir legen Wert darauf, dass möglichst viele Produkte auch vor Ort produziert werden“, sagte Sandra Iseler. So sind die 400 Würste ebenso in Rembrücken entstanden, wie die Kartoffeln, die in der Kartoffelsuppe serviert werden. Selbstverständlich sind die Würste nach einem eigenen Rezept gewürzt. „Wir fügen neben speziellen Kräutern auch Chili und viel Majoran hinzu“, sagte Sandra Iseler. „Das macht die Wurst so richtig würzig.“

In den Buden gab es vor allem Kunsthandwerk aus der Region: Am Stand der „Bastelfreunde der Hühnerfarm“, boten Christa Pschorn, Ursula Swiatek, Magarete Zimmerer und Waltraud Henderkes-Griesfeller neben Pina-Colada-Marmelade auch japanische Handwerksarbeiten „Kikekomi“ an. „Alles, was wir einnehmen spenden wir für soziale Zwecke“, sagen sie.

Eine wahre „Nichts-wird-verschwendet“ Künstlerin ist Stefani Balonier. Jedes noch so kleine Papierschnipselchen wird zu einer Geschenkkarte, einem Umschlag oder einem Notizblock verarbeitet.

Selbstgemachte leckere Crepes gab es am Stand der Jugendfeuerwehr. Diemal verwöhnten Danny Schmitt-Dengler und Alexander Riedel die Gäste. Und auch der Glühwein vom Winzer Anton aus Landau fand seine Genießer.

Selbst an die Kleinsten war gedacht. Für sie gab es an diesem Nachmittag ein eigenes Programm und es wurden Weihnachtsgeschichten vorgelesen.

„Das Gemeinschaftsgefühl ist einfach einmalig“, meinte Witte und wusste von der unkomplizierten Hilfe zu berichten.

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