Evangelische Kirchengemeinde lud zu Gospelworkshop in ihr Gemeindehaus ein

Gläubige sollen Lösungswege für das Leben finden

Im Saal im ersten Stock des evangelischen Gemeindehauses an der Leibnizstraße saßen beim Gospelworkshop junge Leute neben solche mittleren Alters und einigen Senioren. Sie kamen aus dem ganzen Kreis, bis aus dem Taunus. Foto: m

Heusenstamm (m) - Sie klingen lockerer, unbeschwert und fröhlich, nicht so schwer wie die amerikanische Version, die afrikanischen Gospel-Melodien. Die traditionsreichen Rhythmen werden meistens a capella gesungen, unterrichtete Peter Matz im evangelischen Gemeindehaus an der Leibnizstraße. „Es sind Gemeindelieder, mit denen der Gottesdienst mitgestaltet wird.“

Dazu hatte die evangelischer Kirchengemeinde am vergangenen Wochenende einen Projektchor gebildet. Zum Anfang des neuen Jahres und Abschied von der Weihnachtszeit, am „Sonntag der Verklärung“, erläuterte Pfarrerin Susanne Winkler, da laute das Thema „Zeuge sein“. Christus werde als Weltenherrscher verehrt, die Gläubigen werden ermutigt, „zu Jesus zu halten“, Lösungswege für das Leben zu finden und an einer „visionäre Zukunft“ zu bauen.

Diese Aspekte verkörperten auch die fünf Lieder, die die Gruppe für den Gottesdienst am Sonntagvormittag einstudierte. Matz hat mehrere Jahre als Entwicklungshelfer in Tansania, Angola, Namibia, Simbabwe und Südafrika gearbeitet. Aus diesen Regionen stammen auch die Werke, die er mit den 30 Teilnehmern einstudierte. Im Saal im ersten Stock saßen junge Leute neben solche mittleren Alters und einigen Senioren. Sie kamen aus dem ganzen Kreis, bis aus dem Taunus. Der Leiter hatte sie nach Stimmlagen eingeteilt, Sopran, Alt, Tenor und Bass.

„Die Gospel aus den USA basieren oft auf den Klageliedern der Sklaven“, verglich Matz weiter. Diese lautstarken Spirituals werden meistens von einer Band begleitet. Im Treffpunkt an der Leibnizstraße beschränkte sich der Musiker auf eine Gitarre, im Gottesdienst sollten noch Percussion-Instrumente eingesetzt werden. Matz sang vor, der Chor folgte, so lernten die Sänger Zeile für Zeile. Auf diese Weise hielt er „die Schwelle niedrig“, damit sich auch jene Teilnehmer sicher fühlten, die keine Chor-Erfahrung mitbrachten. „Auch wenn mal ein Ton daneben liegt, schadet das nicht“, betont eder Lehrer. In der Kirche klang das Projekt mitreißend, die Gottesdienstbesucher klatschten mit und sparten nicht mit Applaus. Viele freuen sich schon auf den nächsten Workshop.

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