Unterstützung beim Einkauf/Vorsicht vor Betrug Heusenstamm richtet Hilfe-Hotline ein

Im Rathaus im Heusenstammer Schloss laufen die Informationen zusammen. Foto: Kreis Offenbach/p

Heusenstamm (red) - Die Stadt hat sich etwas einfallen lassen, um die Unterstützungsangebote für bedürftige Bürger zu bündeln: Die Hilfe-Hotline im Rathaus. 

Mitten in der Corona-Krise gibt es auch die freundlichen Momente: viele Heusenstammer haben sich bereits in vorbildlicher Weise zu lockeren oder organisierten Gruppen zusammengetan, um bedürftigen Bürgern, die zu den sogenannten Hoch-Risikogruppen der Viruspandemie zählen, oder deren Angehörigen Hilfestellungen im Alltag anzubieten: Sei es ein dringend benötigter Einkauf von Lebensmitteln, das Abholen von Medikamenten in der Apotheke – oder einfach nur zum Reden.

Stadt warnt vor anonymen  „Hilfsangeboten“

„Diese neue Krisensituation ist für uns alle eine große Herausforderung“, sagt Bürgermeister Halil Öztas. „Die Menschen sollen ihren Aufenthalt im öffentlichen Raum drastisch reduzieren und müssen zeitgleich ihr Leben mit all den kleinen und größeren Alltagsdingen bestreiten. Die sogenannten Risikogruppen, wie beispielweise ältere Mitbürger und chronisch Kranke, brauchen unsere solidarische Unterstützung.“  Nach Meldung von Bürgern würden derzeit vermehrt Schreiben mit anonymen „Hilfsangeboten“ in die Briefkästen eingeworfen, bei denen lediglich eine E-Mail-Adresse zur Kontaktaufnahme angegeben sei und zur Angabe persönlicher Daten (Telefonnummer) aufgefordert werde. Generell empfiehlt die Stadtverwaltung, auf keinen Fall auf anonyme Angebote ohne prüfbare Absender zu reagieren. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es sich hierbei um unseriöse oder gar betrügerische Angebote handelt. 

Neutrale Vermittlung

Um im Zuge der Hilfswelle die besonders betroffenen Personen zu schützen und vor allem Betrüger oder Trittbrettfahrer so gut wie möglich auszuschließen, hat die Stadtverwaltung jetzt die übergeordnete und neutrale Vermittlung zwischen Hilfesuchenden und freiwilligen Helfern übernommen. Seit vergangener Woche ist die Hilfe-Hotline im Rathaus unter der Telefonnummer 06104 6071009 geschaltet und ist jeweils am Montag, Dienstag und Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Mittwoch und Freitag von 8 bis 12.30 Uhr besetzt. Wer also Hilfe braucht, kann dort anrufen und schildern, was konkret benötigt wird (keine medizinische Hilfe oder Dienstleistung!). Die Hotline-Mitarbeiter vermitteln dann unter Verwendung eines speziellen Identifizierungssystems den Kontakt an eine oder mehrere der registrierten Hilfegruppen und -organisationen.

Auch Helfer werden noch gebraucht

Wer sich den bestehenden Hilfsgruppen anschließen und sich engagieren möchte oder wer bereits einen eigenen Helferkreis „gegründet“ hat, kann sich ebenfalls an die Hotline wenden und sich listen lassen. Neben der Telefonhotline können Anfragen und Angebote auch per E-Mail an helfen[at]heusenstamm[dot]de oder alternativ über das allgemeine Kontaktformular auf heusenstamm.de geschickt werden. Je nach Auslastung der Telefonhotline und dem Aufkommen der E-Mails kann es natürlich vorkommen, dass die Beantwortung der jeweiligen Anfragen ein wenig Zeit in Anspruch nimmt. Insofern sollten besonders dringende Anliegen ausschließlich telefonisch geäußert werden. Generell ist eine realistische Vorlaufzeit empfehlenswert.

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