Heusenstammer Fahrradschrauber unternahmen Tour nach Frankfurt-Höchst Von Justinuskirche besonders beeindruckt

Tourenleiter Gernot Richter (links) hatte für eine gemeinsame Tour der Heusenstammer Fahrradschrauber für dieses Jahr Frankfurt-Höchst als Ziel ausgesucht. Dort erfolgte vor dem Teil-Lockdown unter anderem eine zweistündige fachkundige Führung durch die 850 über dem Mainufer erbaute dreischiffige Justinuskirche. Foto: p

Heusenstamm (red) – Während die Heusenstammer Fahrradschrauber im vergangenen Jahr eine gemeinsame Fahrradtour nach Steinheim gemacht haben, hatte Tourenleiter Gernot Richter für dieses Jahr Frankfurt-Höchst als Ziel ausgesucht. Nach dem Start von 10 Personen am S-Bahnhof in Heusenstamm führte die Teilnehmer der Radweg durch den Offenbacher Stadtwald und entlang am Hainbach quer durch die Innenstadt bis zum Main. Und von dort aus ging es in flotter Fahrt weiter bis zum Schlossplatz in Höchst, wo eine ausgiebige Mittagsmahlzeit eingeplant war.

Da Höchst nicht nur als Industriezentrum am Main sondern auch als Standort der ältesten Kirche Frankfurts mit einem Bauwerk von nationaler Bedeutung bekannt ist, folgte eine zweistündige fachkundige Führung durch die 850 über dem Mainufer erbaute dreischiffige Justinuskirche, die bis 1419 den Mainzer Benediktinern St. Justinus als Gotteshaus gedient hatte. Als im Jahre 1441 die Antoniter, ein Krankenpflegeorden aus Roßdorf bei Hanau, nach Höchst gerufen wurden, ging es bis 1803 um die Behandlung und Betreuung von Menschen, die durch den Genuss von mutterkornhaltigem Brot erkrankt waren und bis zum Tode gepflegt werden mussten. Besonders beeindruckt vom Gesamtkomplex Justinuskirche mitgotischen Kreuzaltar in der Mittelkapelle, dem barocken Hochaltar und dem Kreuzrippengewölbe mit Schlusssteinen sowie den barocken Seitenaltären wurde die Rückfahrt nach Heusenstamm durch Niederrad und Neu-Isenburg angetreten, wobei der Heimatort der Fahrradschrauber rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit und pannenfrei erreicht wurde.