Zwölfter Ferienzirkus der Jugendförderungen Heusenstamm und Obertshausen

Lächeln und tiefe Verbeugung

Seit 1997 kooperiert die Jugendförderung Heusenstamm mit der in Obertshausen, setzt auf das Duo „Rolls Toys“ aus Wiesbaden: Hagen Büchner und Daniel de Groot gestalten die gemeinsamen Ferienspiele immer in der Zirkus-Manege. Foto: m

Heusenstamm/Oberts-hausen (m) – Knisternde Spannung erfüllt das Dunkel der Mehrzweckhalle in der Waldstraße in Oberts-hausen. Plötzlich tauchen im Scheinwerferlicht wieder diese Clowns mit den knallbunten Klamotten auf, deuten urkomisch mit einem Tritt an, was als nächstes kommt: Piraten auf einer Takelage aus Steckleitern.

So ist das im Zirkus Elli Parelli – alles funktioniert mit einem Lächeln und einer tiefen Verbeugung!

Schon zum zwölften Mal hebt sich der Vorhang der Osterferien-Spiele.

Seit 1997 kooperiert die Jugendförderung Heusenstamm mit der in Obertshausen, setzt auf das Duo „Rolls Toys“ aus Wiesbaden: Hagen Büchner und Daniel de Groot gestalten die gemeinsamen Ferienspiele immer in der Zirkus-Manege. Manche Kinder sind schon im vierten und fünften Jahr dabei, und auch die Sozialpädagogen aus beiden Städten schwören auf das Konzept.

Bei allem Klamauk und den kunstvoll in Szene gesetzten Übungen steht die Sicherheit der jungen Artisten im Vordergrund. Mit wachen und geschulten Augen und beherzten Handgriffen bewahren die Betreuer die Schüler vor Stürzen und Verletzungen. Wichtig seien vor allem der Spaß an Bewegung und Kreativität, erläutern die „Zirkusdirektoren“.

Immer wieder taucht die Bühne in der Turnhalle in Dunkelheit.

Nur ein paar farbige Spots werfen Licht in den Zuschauerraum. Wieder ist es mucksmäuschenstill im Saal an der Waldstraße, obwohl dort mehr als 100 Kinder und noch einmal so viele Eltern gespannt darauf warten, dass die drei Clowns die nächste Nummer andeuten. Dann schlingern Kindern ganz in schwarz gekleidet und auf Einrädern in die Manege.

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Bei „Elli Parelli“ haben eine Woche lang 83 Kinder, 18 Betreuer und weitere Helfer Zirkus gemacht! An den ersten beiden Tagen schnupperten die Mädchen und Jungen aus beiden Städten in alle Arbeitsgruppen, bevor sie sich dann für einen Workshop entschieden. Acht Nummern bilden nun das einstündige Programm, zu dem zunächst Stadträtin Hildegard Knorr von der gastgebenden Kommune und dann Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu von den Gästen Groß und Klein begrüßt.

Beide loben die Zusammenarbeit der Städte, das starke Betreuerteam, das sich längst gut kennt, und die Seniorenhilfe, die beim Mittagessen mitangepackt hat. Daniel de Groot staunt über den Mitarbeiter-Schlüssel: So viele qualifizierte Assistenten stehen den Artisten selten zur Verfügung. Auch die technischen Voraussetzungen überschüttet das Duo mit Lob. Sie meinen die professionele Beleuchtung und den Kollegen von der Stadt, der schon am Freitag bereit stand und jeden Auftritt ins rechte Licht gesetzt hat.

Die Vorstellung in Obertshausen, schwärmt Daniel weiter, stehe auf sehr hohem Niveau. Das liege daran, dass fast die Hälfte der Teilnehmer schon mehrfach dabei war. Damit’s auch denen nicht langweilig wird, variiert „Rolls Toys“ das Angebot. Diesmal haben sie nach vielen Jahren wieder eine Fakir-Nummer auf einem Nagelbrett und mit Scherben geübt, aus Sicherheitsgründen aber nicht zur Aufführung gebracht.

„Du merkst, wer sich viel bewegt, viele der Übungen umsetzen kann und wer zu Hause lange vor der Play Station sitzt“, bestätigt Daniel. Vor 15 Jahren sei die Motorik der Kinder noch sehr ähnlich gewesen, „heute wird die Schere immer größer“, der Unterschied zwischen dem Nachwuchs, der sich sportlich betätigt, und den „Stubenhockern“ immer größer. „Aber wir können auch die weniger Geübten für die Zirkus-Aktivitäten gewinnen“, versichern die beiden Leiter.

Im Rampenlicht stehen jetzt die Jonglage-Künstler, werfen und fangen kleine Bälle und bunte Diabolos, drehen Plastikteller auf Holzstäben. Dann staksen Stelzenläufer übers Parkett, Einradfahrer bilden Formationen. Die „Surfer-Crew“ balanciert auf Brettern und Rollen und mit Hula-Hoop-Reifen. Die Piraten grinsen von Leiter-Konstruktionen, Ballerinas balancieren auf bunten Gymnastikbällen und schleudern Poy-Bälle an Bändern. An den Händen der Betreuer schreiten andere Artisten über ein gespanntes Drahtseil oder hüpfen über ein Springseil. Auch wenn’s nicht hunderprozentig klappt – der Applaus ist den begeisterten Künstlern sicher.

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