Theaterworkshop „Ich bin schön!“ in der „Girls World“ im JUZ Heusenstamm

Lernen, welche Möglichkeiten die Stimme bietet

„Ich bin schön!“, nannte Tanja Garlt den Theater-Workshop in der „Girls World“. Sieben Mädchen aus der Haupt- und Realschule sowie fünf aus der Einrichtung für praktisch Bildbare trafen sich drei Tage lang in der vergangenen Woche, waren vom regulären Unterricht befreit. Foto: m

Heusenstamm (m) - Sie sehen schon ein bisschen bedrohlich aus mit ihren schwarzen Hosen und schwarzen Pullovern. So bauen sich die drei wie eine Mauer vor der Klassenkameradin auf, die an einem Schrank lehnt, den Kopf gesenkt, mit den Fingern spielend. - Die Szene kennt jeder aus der großen Pause. Jetzt brachten Mädchen der Heusenstammer Adolf-Reichwein-Schule und der Schule am Goldberg dieses und andere Bilder auf die Bühne.

„Ich bin schön!“, nannte Tanja Garlt den Theater-Workshop in der „Girls World“. Sieben Mädchen aus der Haupt- und Realschule sowie fünf aus der Einrichtung für praktisch Bildbare trafen sich drei Tage lang in der vergangenen Woche, waren vom regulären Unterricht befreit. In Zusammenarbeit mit dem Jugendbildungswerk des Kreises Offenbach und der Kinder- und Jugendförderung der Schlossstadt leitete die Schauspielerin und Regisseurin ein Theater-Basis-Training.

Gemeinsam übten die Teenager in dem inklusiven Projekt, welche Möglichkeiten ihre Stimme eröffnet. Sie lernten, tief zu atmen und laut zu schreien, böse zu schauen und glücklich zu gucken. Die Gruppe experimentierte mit einzelnen Wörtern und kompletten Dialogen und gestaltete Phantasie-Kostüme aus Regenponchos und Stoffresten. Die Ergebnisse präsentierten sie anschließend Eltern und Lehrkräften bei einer kurzen Vorstellung im Jugendzentrum an der Rembrücker Straße.

Ziel der Aktion war es, „sich auf der Bühne neu zu entdecken und Selbstbewusstsein zu gewinnen“, erklärte Tanja Garlt. Die Zwölf- bis 15-Jährigen blieben anfangs unter ihren Schulkameraden, aber das änderte sich schnell, berichtete die Leiterin. Auch das Mittagessen, das Juz-Leiterin Johanna Fritz und ihr Team täglich bereiteten, förderte die Begegnung. „Anfangs waren die Mädchen noch schüchtern“, schilderte die Theaterpädagogin, doch dann präsentierten sie sich stolz im Rampenlicht mit dem Satz „Ich bin schön!“.

Für das Mobbing mit einem Feuerwerk aus Beleidigungen entschuldigen sich die drei Angreiferinnen und schließen die Attackierte in ihren Freundeskreis ein. So ließen sich die Darstellerinnen aus beiden Schulen mit den Armen auf den Schultern vom Publikum feiern. Das Angebot lief bereits zum dritten Mal, und alle Beteiligten würden es gerne weiterführen.

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