Stadtparlament beschließt Maßnahmenpaket Neue Kitas am Bad und an Rudolf-Braas-Straße

Heusenstamm (m) – In Sachen Kinderbetreuung muss die Schlossstadt den kreisweiten Vergleich nicht scheuen. Dennoch fehlen Plätze – sowohl für die Jüngsten als auch für Grundschüler. Mit mehreren Beschlüssen zur Erweiterung der Angebote hat die Stadtverordnetenversammlung jetzt ein ganzes Maßnahmenpaket geschnürt: In die Schlossmühle soll endgültig keine Kita ziehen, dafür an drei alternative Plätze.

Auf dem Gelände des Schwimmbads soll eine vierzügige Kindertagesstätte gebaut werden. Um die Zeit bis zur Fertigstellung zu verkürzen, soll der Einsatz einer Modulbauweise geprüft werden. Die Einrichtung an der Obertshäuser Straße in Rembrücken soll um eine Gruppe für maximal ein Dutzend Mädchen und Jungen unter drei Jahren erweitert werden.

Ein Neubau soll auf dem Gelände an der Rudolf-Braas-Straße Ecke Weiskircher Weg vor dem Zentrum der Freien evangelischen Gemeinde entstehen. Das Areal werde der Kommune für fünf Jahre pachtfrei zur Verfügung gestellt, informierte Bürgermeister Halil Öztas. Ab September sollen dort in modularer Containerbauweise Raum für bis zu 74 Kinder in zwei U3 und zwei Kita-Gruppen entstehen. Die Einrichtung soll Schritt für Schritt belegt werden.

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Ferner haben die Politiker die Erweiterung der Kinderburg auf dem ehemaligen Telekom-Gelände an der Philip-Reis-Straße im Blick. Auch die neu zu errichtende Grundschule Am Frankfurter Weg soll eine Betreuung erhalten. Die drei erst genannten Vorhaben werden Kosten in Höhe von 2,8 Millionen Euro verursachen. Hinzu kommt die Ausstattung mit Personal, Mobiliar und Material. Die Verwaltung erwartet etwa 1,25 Millionen Euro Fördermittel.

Die Kita Rudolf-Braas-Straße soll noch bis September fertiggestellt werden, die anderen beiden im nächsten Jahr. Die Volksvertreter haben sich auch des Fachkräftemangels angenommen. In der Vergangenheit konnten freie Stellen, auch für Praktikanten, oft nicht neu besetzt werden. Darum gehe der Magistrat neue Wege, kündigte der Rathauschef an.

Die Stadt habe sich bei einer ersten Ausbildungsstätte sieben Plätze reserviert. Wer einen wahrnimmt, ist von den monatlichen Studienkosten von 169 Euro befreit, verpflichtet sich dafür, mehrere Jahre in einer Heusenstammer Einrichtung zu arbeiten.

Daneben wurde beschlossen, vorhandenes Personal bei der Anerkennung zur pädagogischen Fachkraft zu unterstützen, ebenfalls Bewerber aus dem Ausland.

Sie sollen bereits während der praktischen Ausbildung honoriert werden, die Vergütungen liegen je nach Modell zwischen 200 und 300 Euro im Monat. Erziehern sollen zudem Fortbildung, Job-Tickets und Diensträder angeboten werden.

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