Das Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Heusenstamm erfreut sich großer Beliebtheit Unterhaltung mit Händen und Füßen

Das Begegnungscafé der Flüchtlingshilfe Heusenstamm im Horst-Schmidt-Haus erfreut sich großer Beliebtheit . Dort hat Leiterin Roza Bering ganz unbürokratisch den Speisesaal zur Verfügung gestellt, damit sich Heusenstammer Bürger und die inzwischen schon gar nicht mehr so neuen Mitbewohner montagsnachmittags von 14 bis 16 Uhr dort treffen können.

Heusenstamm (red) – Die Aktivitäten der Flüchtlingshilfe Heusenstamm sind vielfältig. Das Engagement der ehrenamtlichen Helfer ist beispielhaft.

An jedem zweiten Montag im Monat

Zum Beispiel im Begegnungscafé, das jeden zweiten Montag im Monat im Horst-Schmidt-Haus, dem Seniorenzentrum der Awo in der Herderstraße stattfindet. Dort hat Leiterin Roza Bering ganz unbürokratisch den Speisesaal zur Verfügung gestellt, damit sich Heusenstammer Bürger und die inzwischen schon gar nicht mehr so neuen Mitbewohner nachmittags von 14 bis 16 Uhr dort treffen können. „Dafür sind wir Frau Bering sehr dankbar“, sagt Christiane Rodewald, die das Begegnungscafé im vergangenen November gegründet hat.

Seitdem kommen vierzehntägig junge Männer vornehmlich aus dem Iran, Pakistan und Afghanistan zu Besuch, die mehrheitlich im Sportzentrum Martinsee untergebracht und für die Ausflüge ins Seniorenzentrum sehr dankbar sind. „Zwischen 15 und 25 Flüchtlinge sind fast immer da, wir spielen mit ihnen Mensch, ärgere Dich nicht, Mikado, Domino, Mühle oder Dame, trinken Kaffee oder Tee und essen Kuchen oder Kekse“, berichtet Christiane Rodewald. Zu Weihnachten, in der Faschingszeit und Ostern wurde festlich dekoriert. Das Gebäck sowie jeweils eine Tüte mit Brot und Brötchen zum Mitnehmen kommen als großzügige Spende kostenlos von der Bäckerei Weller aus Dreieich, dessen Inhaber in Heusenstamm wohnt. Die Bäckerei spendet nicht nur für das Begegnungscafé, sondern liefert dreimal pro Woche auch an drei Flüchtlingsunterkünfte in Heusenstamm Brot und Gebäck, welches von der ehrenamtlichen Helferin Elisabeth Grohmann verteilt wird.

Im Begegnungscafé stellt das Altenzentrum Kaffeemaschinen und Geschirr zur Verfügung, alles funktioniert Hand in Hand. Die Stadt Heusenstamm spendet die Getränke. Auch Bürgermeister Halil Öztas war schon zu Besuch da, hat sich dabei einige Zeit genommen und mit vielen Gästen das persönliche Gespräch gesucht.

„Wir unterhalten uns mit Händen und Füßen“, erzählt Klaus-Dieter Rodewald, der gemeinsam mit Elfi Dommermuth, Christa Schubert, Marion Dreiner, Michaele Altkapp, Sabine Klös, Carmen Heiter und Hilde Zimmerer zu den Ehrenamtlern gehört, die sich regelmäßig im Begegnungscafé um die Flüchtlinge kümmert. Die Helfer haben so auch persönliche Kontakte geknüpft, „und wenn man sich zufällig auf der Straße oder im Aldi trifft, ist das einfach nett und macht Freude“, hat Christiane Rodewald erfahren. Flüchtlingshilfe ist keine Einbahnstraße, man bekommt auch etwas zurück, wenn man sich engagiert.

Im Sommer wollen die Organisatoren des Begegnungscafés ihr Programm gerne ausdehnen. „Wir haben vor, mit dem Fahrrad oder zu Fuß einen Ausflug zum Biobauern zu machen oder einen gemeinsamen Grillabend zu feiern.“

Angebot auch für Eltern und Kinder

Christiane Rodewald könnte sich auch vorstellen, dass die Flüchtlinge in einem Bildervortrag aus ihrer Heimat und von ihrer Flucht berichten oder dass man gemeinsam musiziert. Und sicher wäre es perspektivisch wünschenswert, wenn ein ähnliches Angebot auch für Eltern und Kinder vorangetrieben werden könnte.

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