Internationales Flair beim Weihnachtsmarkt der Adolf-Reichwein-Schule Winterliche Reise ins Schlaraffenland

„Do They Know It’s Christmas“ und „Rockin’ Around The Christmas Tree“ erklang es fröhlich-beschwingt von der Bühne, die um einen längeren Pavillon ergänzt war. Foto: m

Heusenstamm (m) – Bis auf die Leibnizstraße kündete ein Duft von Waffeln, heißen Würstchen und Spezialitäten aus aller Welt vom Weihnachtsmarkt. Streng genommen war es der einzige in der Schlossstadt, der sich über den Hof und die Pavillons der Adolf-Reichwein-Schule ausbreitete. Der Budenzauber in der Altstadt nennt sich bekanntermaßen Nikolausmarkt, von ihm liehen sich die Organisator Thorsten Krahn und sein Team zehn Stände.

„Do They Know It’s Christmas“ und „Rockin’ Around The Christmas Tree“ erklang es fröhlich-beschwingt von der Bühne, die um einen längeren Pavillon ergänzt war. Man kann ja nie wissen, was einem das Wetter so beschert, dachten sich die Gastgeber, doch am Freitagabend vor dem dritten Advent blieb es trocken – und winterlich kalt.

Das störte selbst die Kinder und Jugendlichen hinter den Auslagen nicht, wie auf dem Fischmarkt priesen sie begeistert Selbstgebasteltes und -gebackenes an. Ob riesige Papiersterne, üppig eingepackte Kerzen oder Vogelfutter in winzigen Blumentöpfen – die Werbung der junge Künstler richtete sich vor allem an die Mütter und Väter und an die Lehrkräfte.

Einem Schlaraffenland glich die Reihe der Buden mit internationalen Köstlichkeiten. Gebäck mit und ohne Füllung, bunte Salatmischungen und Gemüse zu Fleischspeisen spiegelten den Stolz der internationalen Elternschaft. Neugierig näherten sich viele Erwachsene der kulinarischen Botschaft aus der weiten Welt. Ein beliebter und ausgezeichneter Treffpunkt für Jung und Alt war die Teestube, in der sich nach wie vor Gründerin Rosi Kruck engagiert.

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In der Einrichtung, die auch abseits von Fest in den Pausen offensteht, gab’s kostenlos Früchte-, Kräuter und schwarzen Tee – und ein offenes Ohr bei kleinen und großen Problemen. Zum Weihnachtsmarkt schenkten die Helfer 30 Kannen des Heißgetränks aus, Eltern spendeten regelmäßig Teemischungen, auch Kekse und selbst Gebackenes.

Die Förderstufen-Schüler der 6a ließen ein paar Räume weiter die Weihnachtsgeschichte lebendig werden. Sie lasen die Abschnitte vor und setzten sie in Szene.

Gegenüber geriet eine rot berockter „Weihnachtsmann“ in Bedrängnis: Eine Zivilstreife nahm sich den Schwarzfahrer zur Brust, schließlich verfüge er weder über einen Pilotenschein für seinen Schlitten noch über eine Erlaubnis zum Halten von Rentieren. Das Eindringen in Wohnungen durch den Kamin erfülle den Tatbestand des Hausfriedensbruchs. Eine Aufenthaltsgenehmigung besitze er ebenso wenig, na, und dann komme er auch noch aus Offenbach ….

Dreimal führten die Talente der 10Rb ihren Sketch im Pavillon P4 auf und amüsierten so Mitschüler wie Eltern.

Nebenan bastelten und bemalten Teenager Elche und Rentiere, den Nikolaus und Engel. Immer wieder aber zog es die Besucher auf den Hof, wo Kartoffellöckchen vom Küchenteam warteten, Würstchen vom Grill, Popcorn, Kuchen, Glühwein und Kinderpunsch.

„Sommerfest kann jeder“, erklärte Förderstufenleiterin Simone Richter stolz. Der Weihnachtsmarkt eröffne neben all den Darbietungen zudem Gelegenheiten zum Gespräch zur rechten Zeit, nämlich vor dem Halbjahreswechsel. Zahlreiche Eltern nutzten die Chance und informierten sich beim Klassenlehrer ihres Sprösslings oder pflegten schlicht Kontakte vor der Bühne.

Dort standen viele Klassen, auch ein Integrationskurs, und schmetterten Vorweihnachtliches, sangen vom „Little Drummerboy“ und riefen „Mayenziweh“, einen afrikanischen Gruß zum Fest.

Mariah Careys „All I Want For Christmas“ erklang, „Jingle Bells“ und viele bekannte Melodien, die auf den Anlass für die nächsten Schulferien hinweisen.

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