Katholische und evangelische Christen unternahmen zusammen einen Ausflug nach Mainz Zwei interessante Kirchen standen im Mittelpunkt

Für den jüngsten gemeinsamen ökumenischen Ausflug von Heusenstammer evangelischen und katholischen Christen hatte das bewährte Team bestehend aus Doris Laabs, Herbert Margraf und Pfarrer Sven Sabaray eine Fahrt nach Mainz organisiert, in deren Mittelpunkt zwei interessante Kirchen standen: die evangelische Kirche St. Johannis und die katholische Kirche Heilig-Kreuz. Das Foto zeigt die Gruppe in der Johanniskirche. Über den Köpfen der Gruppe kann man das heutige Bodenniveau der Stadt Mainz erkennen. Dort wo der weiße Verputz anfängt war der ehemalige Boden der Kirche. Foto: Margraf

Heusenstamm (red) – Es ist schon eine Tradition geworden, dass evangelische und katholische Christen zusammen einen Ausflug machen und dabei Kirchen beider Konfessionen besuchen.

Das bewährte Team bestehend aus Doris Laabs, Herbert Margraf und Pfarrer Sven Sabaray hatte eine Fahrt nach Mainz organisiert, in deren Mittelpunkt zwei interessante Kirchen standen: die evangelische Kirche St. Johannis und die katholische Kirche Heilig-Kreuz.

Es fing sehr gemütlich an. Wegen der Wartungsarbeiten des RMV kam die 32 Teilnehmer starke Gruppe nicht verspätet, sondern verfrüht in Mainz an. Man stärkte sich zunächst gemütlich in der „Eisgrub“. Danach begann um 14 Uhr die Führung in der evangelischen Kirche St. Johannis. Zunächst erfuhren die Teilnehmer, dass aus einer einfachen Renovierung im Jahr 2013 eine spannende Ausgrabungsgeschichte geworden ist, die immer noch nicht abgeschlossen ist.

Sechs Bodenschichten konnten ergraben werden und nun befindet man sich sieben Meter unter dem jetzigen Bodenniveau der Stadt Mainz. Die wichtigste Erkenntnis ist laut Herbert Margraf, dass die „Neue St. Johanniskirche“ - der „Alte beziehungsweise erste Dom von Mainz“ war und damit die wahrscheinlich älteste ehemalige Bischofskirche nördlich der Alpen ist.

Nach der Führung spazierte gegen 15:30 Uhr die Gruppe in die Mainzer Oberstadt zur katholischen Kirche Heilig-Kreuz. Es war für manche Teilnehmer ein anstrengender Weg, denn wie der Name Oberstadt sagt, ging es zum Teil steil nach oben. Die Heilig-Kreuz-Kirche ist ein charakteristisches Beispiel für den modernen Kirchenbau der 1950er-Jahre. Vor dem zweiten Vatikanischen Konzil gebaut nahm sie die Liturgiereform des Konzils voraus. Noch 1949 hieß es in den Richtlinien der „Liturgischen Kommission“ der Fuldaer Bischofskonferenz: „Irrig ist die weitverbreitete Meinung, dass eine zentrale Aufstellung des Altars inmitten der gläubigen Gemeinde anzustreben sei.. Doch dem Architekten Richard Jörg gelang es in Mainz, das Gegenteil zu beweisen. 1954 wurde „Heilig Kreuz“ eingeweiht. Sie ist im Bereich des katholischen Kirchenbaus der erste reine Zentralbau des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Der Altar ist ganz klar der Mittelpunkt der versammelten Gemeinde. Wie unter einem Baldachin steht er im Zentrum der Kuppel, die den Himmel auf die Erde holt.

Nach der Besichtigung machte man sich auf den Heimweg und dabei wurde schon gefragt: „Wo geht es das nächste Mal hin?“ Aber diese Frage konnte Herbert Margraf noch nicht beantworten.

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