Weihnachtsmarkt-Auftakt in Langen Budenzauber rund um die Stadtkirche

Der Verkehrs- und Verschönerungsverein hat sich wieder mächtig ins Zeug gelegt, um den Markt zu dekorieren. Foto: Strohfeldt

Langen (zvk) – Der Duft von frischem Popcorn und gebrannten Mandeln liegt in der Luft. Besucher sitzen dicht gedrängt auf Bierbänken, andere bahnen sich mit einem Glas Glühwein noch einen Weg zum nächsten freien Stehtisch.

Ein müheloses Durchkommen ist kaum möglich, so proppenvoll ist es auf dem Weihnachtsmarkt an der Stadtkirche. Vereinzelt leuchten blinkende Nikolausmützen in der Menge hervor, die sich vom heimeligen Licht der Lichterketten an den Buden abheben. Im Mittelpunkt des regen Treibens thront der mit Geschenken geschmückte Christbaum. Pünktlich zum ersten Adventswochenende läuteten die Langener die Weihnachtszeit ein. Koordiniert wird der vorweihnachtliche Zauber seit 1982 vom Verkehrs- und Verschönerungsverein. An 46 Buden bekommen die Besucher alles, um sich ordentlich in Weihnachtsstimmung zu bringen: Von Adventskränzen über glitzernde Christbaumkugeln bis hin zu klebriger Zuckerwatte. Auch für deftige Mahlzeiten ist gesorgt: Sehrings Landlädchen bietet verschiedene Fleischwaren an und die Langener Jäger verkaufen Wild. Neben Ständen mit Essen und Getränken gibt es genügend Buden, um sich mit den ersten Weihnachtsgeschenke einzudecken.

Zum Beispiel am Stand der Janusz-Korczak-Schule. „Die Schüler fangen schon im Januar an zu werkeln“, informiert Lehrerin Sandra Gutbier. Gemeinsam mit Schüler Kai Koch und Kollegin Annkathrin Wolf bietet sie allerlei selbst gemachte Produkte an, wie Kerzen, Rosmarin-Öl oder Geschenkkarten. „Die Schüler sind immer mit dabei. Entweder sie verkaufen am Stand mit oder verteilen Flyer auf dem Markt und lotsen die Besucher zu unserem Stand“, erzählt Wolf. Neben Tannenbäumen und Elchen aus Holz, gingen vor allem die Bethmännchen gut weg. „Die Leute wissen mittlerweile, wofür wir stehen und dass alle Produkte eine gute Qualität haben“, sagt Wolf. Der Erlös des Verkaufs kommt den Schülern zu Gute.

Ein paar Stände weiter verkaufen Matthias und Jutta Hoffmann selbst gemachte Marmeladen, Liköre und Gebäck wie Vanillekipferl oder Husarenknöpfe. Bereits im Sommer hatte das Ehepaar mit den ersten Vorbereitungen begonnen und die Früchte eingekocht. „Außerdem haben wir 50 Christstollen gebacken und 800 Tüten mit Plätzchen gefüllt“, sagt Matthias Hoffmann. Die beiden Langener sind zum letzten Mal als Anbieter auf dem Weihnachtsmarkt. „Wir machen das ja nur nebenberuflich und da steckt eine Menge Arbeit dahinter.“ Auch Besucher, die es weniger besinnlich mögen, werden angesprochen. So bietet Nicoline Zarda verschiedene Produkte aus Norwegen und Griechenland an. „So halte ich Europa zusammen“, sagt die Neu-Isenburgerin und lacht. Handtücher aus Leinen, Saunakissen und Wärmeflaschen mit nordischen Mustern erinnern an skandinavische Winter.

Aber auch Seifen und andere Pflegeprodukte können Besucher an dem Stand der 56-Jährigen ergattern. „Bei mir werden noch schnell die letzten Geschenke für den Adventskalender gekauft“, berichtet Zarda und deutet auf die kleinen Dosen mit Lippenbalsam. Auch am Stand des Weltladens geht es international zu: Kerzen aus Swasiland, Kaffee aus Bolivien und der Dominikanischen Republik oder Taschen aus Kambodscha. Auch wiederverwertbare „Coffee to go“-Becher aus gepresstem Bambus gibt es hier zu kaufen. Ob geselliges Beisammensein mit Freunden und Familie, Weihnachtseinkäufe oder entspanntes Bummeln: Wer noch nicht hat – oder noch einmal will – hat am zweiten Adventswochenende die letzte Möglichkeit den Langener Weihnachtsmarkt zu besuchen, bevor die Buden schließen.

 

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