Kriminalstatistik 2019 Erneut weniger Straftaten in Langen

Die Polizei hat 64,6 Prozent aller kriminellen Handlungen in Langen aufgeklärt. Foto: Stadt Langen/p

Langen (red) – In Langen wurden 2019 weniger Straftaten verübt als in den Vorjahren. Zugleich wurden vergleichsweise viele Diebe, Betrüger und Mörder dem Richter vorgeführt.

Das bescheinigt die Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Südosthessen, zu dem auch der Kreis Offenbach und damit die Stadt Langen gehören. Insgesamt 1.535 Delikte haben die Ordnungshüter verfolgt. Zwölf Monate zuvor waren es noch 1.730. 64,6 Prozent aller kriminellen Handlungen wurden aufgeklärt und damit mehr als 2018 (62,5 Prozent). Mehr als drei Viertel aller Fälle (80,8 Prozent) gingen auf das Konto von Erwachsenen und 10,4 Prozent auf das von jungen Männern und Frauen zwischen 18 und 21 Jahren. Jugendliche (14 bis 18 Jahre) und Kinder unter 14 hatten 8,9 Prozent der Straftaten auf dem Kerbholz.

Diebstahl ist die häufigste Straftat in Langen

Die meisten Vergehen in der Sterzbachstadt fielen in die Kategorie Diebstahl. 223 Mal mussten die Beamten wegen der „Aneignung fremder Sachen“ (2018: 315) ermitteln. Hierzu zählen Wohnungseinbrüche (2019: 54, 2018: 46) oder Diebstahl von Gegenständen aus Kraftfahrzeugen (24 Delikte) und Diensträumen (15). 39 Täter wurden wegen Ladendiebstahls angezeigt (2018: 76) und 134 Fahrräder gestohlen (2018: 144). Von diesen gelangten immerhin 88 wieder in die Hände ihrer Besitzer zurück. Außerdem kam die Polizei 306 Personen wegen Betrugs auf die Schliche – gemeldet wurden insgesamt 354 Fälle (2018: 314). Die Aufklärungsquote lag dabei immerhin bei etwa 86,4 Prozent. Wegen Körperverletzung war die Polizei 133 Mal im Einsatz (2018: 146). Die meisten Tatverdächtigen (95 Prozent) wurden gefasst. 103 Rauschgiftdelikte gab es (2018: 198). In 95 Prozent der Fälle wurden die Täter ermittelt. Nahezu gleichgeblieben sind die etwa 100 Sachbeschädigungen an Fahrzeugen. 

Bürgermeister Frieder Gebhardt: „Jede Tat ist eine zu viel.“

Die Straftaten gegen die „sexuelle Selbstbestimmung“ – dazu gehören zum Beispiel Belästigung und Nötigung – stiegen von 18 auf 20 Fälle. Leichte Körperverletzungen gingen von 146 auf 133 zurück. Opfer einer Gewalttat wurden im vergangenen Jahr in Langen vier Menschen, zwei mehr als 2018, aber alle Mörder wurden gefasst. Detlef Krüger, stellvertretender Dienststellenleiter vor Ort, sieht den Rückgang der registrierten Straftaten positiv. „Das spornt uns weiter an und wir werden auch künftig Kontrollen durchführen und starke Präsenz zeigen, um den Langenern und ihren Gästen größtmögliche Sicherheit zu bieten.“ Bürgermeister Frieder Gebhardt lobte die Erfolge der Polizei: „Das sind erfreuliche Nachrichten für unsere Stadt und ein Beleg für die hervorragende Präventions- und Ermittlungsarbeit der Langener Ordnungshüter“, sagt der Rathauschef.Die Sicherheit sei ein enorm wichtiger Faktor für die Lebensqualität der Bürger. „Es leben mehr Menschen in unserer Stadt, aber es gibt immer weniger Straftaten – das zeigt die Qualität des Einsatzes unserer lokalen Polizei“, fasst er zusammen. Dennoch gelte: „Jede Tat ist eine zu viel.“ Wer die gesamte Statistik als PDF-Datei studieren möchte, findet sie auf der Website www.polizei.hessen.de.

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