Jahreshauptversammlung der Langener Einsatzkräfte mit Ehrungen und Neuwahlen Feuerwehr rückt 547 Mal aus

Die Freiwillige Feuerwehr Langen hat bei ihrer Jahreshauptversammlung auch wieder zahlreiche Beförderungen ausgesprochen. Das Bild zeigt die Beförderten, flankiert von dem im Amt bestätigten Stadtbrandinspektor Frank Stöcker (rechts) und seinem scheidenden Stellvertreter Michael Scholl (links). Foto: Strohfeldt

Langen (red) – Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Langen standen neben den Berichten des Vorstands auch Wahlen auf der Tagesordnung.

Neu gewählt wurden der Stadtbrandinspektor, dessen Stellvertreter und die Mitglieder des Feuerwehrausschusses. Alle Ämter werden für eine Amtszeit von fünf Jahren besetzt.

Als Stadtbrandinspektor wurde Frank Stöcker in seinem Amt bestätigt. Er tritt damit die dritte Amtszeit in Folge an. Zum stellvertretenden Stadtbrandinspektor wurde Christian Buchold gewählt. Er löst Michael Scholl ab, der nach seiner zehnjährigen Amtszeit nicht mehr kandidierte.

In den Feuerwehrausschuss wurden Dr. Frank Naujoks, Patrick Fischer, Matthias Graf, Robert Crawford, Michael Speer, Erik Goransch und Eike Heil gewählt. Als Vertreter der Alters- und Ehrenabteilung wurde Dieter Herth gewählt. 547 Einsätze galt es 2017 zu bewältigen, darunter 92 Brandeinsätze, 349 Hilfeleistungen und 106 Fehlalarme. Neben dem üblichen Tagesgeschäft stachen 2017 einige Einsatzlagen heraus. So mussten die Einsatzkräfte bei mehreren Wohnungs- und Gebäudebränden zügig eingreifen. Der schnelle Einsatz der Feuerwehr Langen führte dazu, dass bei den Brandeinsätzen ausschließlich verletzte Personen und keine Todesopfer zu beklagen waren. Auf der Seite der technischen Hilfeleistungen wurden ebenfalls verschiedenste Notfälle abgearbeitet; von der Tierrettung bis zum schweren Verkehrsunfall. Beispielsweise wurden die Langener Feuerwehrleute neben 126 Einsätzen zur Menschenrettung auch zu 41 Verkehrsunfällen gerufen. Bei Hilfeleistungen rettete die Feuerwehr 116 Personen, 130 wurden verletzt. Für vier Personen kam jede Hilfe zu spät.

Die gesetzlich festgeschriebenen Hilfsfrist (zehn Minuten von Alarm bis zum Eintreffen an der Einsatzstelle) wurde 2017 in 94,74 Prozent der Fälle eingehalten.

Die Quote lag erstmals unter dem im Brandschutzbedarfs- und Entwicklungsplan festgelegten Ziel von 95 Prozent. Gründe hierfür seien vor allem das steigende Verkehrsaufkommen in der Stadt und die Tatsache, dass immer mehr ehrenamtliche Einsatzkräfte, insbesondere zu den Arbeitszeiten, außerhalb der Stadt tätig sind oder ihren Arbeitspatz in Langen nicht verlassen können.

Stadtbrandinspektor Frank Stöcker betonte, dass hier neben dem Ausbau der ehrenamtlichen Einsatzkräfte auch weiteres hauptberufliches Personal benötigt werde, um die Ausrückzeiten zu verkürzen und die nicht verfügbaren ehrenamtlichen Kräfte zu kompensieren. Personell kann die Feuerwehr Langen aktuell auf 113 aktive Einsatzkräfte zurückgreifen. Während den vergangenen zwölf Monaten wuchsen die Gebäude des Bauabschnittes „Erweiterung Feuerwache“. Neben dem baulichen Fortschritt konnten auch der Fahrzeugpark und die Ausrüstung entsprechend dem Brandschutzbedarfs- und Entwicklungsplan weiterentwickelt werden. Neben der Beschaffung eines Lastkraftwagens, der für Logistikaufgaben benötigt wird, wurde das 27 Jahre alte Kleinlöschfahrzeug durch ein Staffellöschfahrzeug ersetzt werden. Weiterhin wurden die übrigen Fahrzeuge, welche noch mehrere Jahre im Dienst verbleiben, modernisiert. Auch in die Schutzkleidung der Einsatzkräfte wurde investiert. „Die Einsatzkleidung schützt uns vor Einflüssen, die bei den teils gefährlichen Einsätzen auf uns einwirken. Der Schutz unserer Einsatzkräfte hat höchste Priorität“, betonte Frank Stöcker.

Neben der Kinderfeuerwehr, die 18 Mitglieder hat, zählt die Jugendfeuerwehr Langen aktuell 46 Mitglieder, die höchste Anzahl in der Geschichte der Feuerwehr Langen. „Wir haben nicht nur viele Mitglieder, sie beteiligen sich auch überdurchschnittlich hoch an den Ausbildungsveranstaltungen“, lobte Jugendwart Christian Buchold. Mit dem Jahr 2017 endete die zehnjährige Amtszeit von Buchold als Jugendwart. Sein Nachfolger ist Daniel Dauta-Brito, der das Amt für die nächsten fünf Jahre übernehmen wird. Für die um die Förderung der Jugendarbeit erworbenen Verdienste wurde Christian Buchold mit der Florians-Medaille der hessischen Jugendfeuerwehr in Silber ausgezeichnet.

Zudem gab es zahlreiche Übernahmen und Beförderungen. Die Personalien im Einzelnen: Von der Jugendfeuerwehr in die Feuerwehr übernommen wurden Marlon Winterhoff, Nils Gottfried, Ferdinand Schenko und Fabian Moeller. Feuerwehrmänner sind nun Vlade Pasic und Jonas Eisenhauer; Kathrin Franzke ist Oberfeuerwehrfrau, Sinan Güder, Moritz Gutberlet, Rene Henßel, Malte Pieper, Sidney Skopnik-Pahn und Lukas Endner sind Oberfeuerwehrmänner.

Hauptfeuerwehrmänner sind nun Florian Siedler, Marco Wagner und Benjamin Bussmann. Daniel Dauta Brito und Sebastian Sehring wurden zu Löschmeistern befördert; Fabian Beissert und Patrick Fischer zu Oberlöschmeistern und Matthias Graf zu Brandmeistern.

Geehrt wurden für 25-jährige Feuerwehrzugehörigkeit Michael Habeck, Michael Laufer, Peter Kraus und Robert Crawford. Seit 40 Jahren dabei ist Holger Herth. Für 50-jährige Feuerwehrzugehörigkeit wurden Günter Hufnagel und Helmut Herth ausgezeichnet. Für zehn Jahre aktive Dienstzeit erhielten Fabian Beissert, Eike Heil und Sebastian Thierfelder eine Auszeichnung, für 30 Jahre Normaen Metzger und für 40 Jahre Michael Graf.

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