Magistrat will mit Bebauungsplan Erweiterungen am Langener Klinikum ermöglichen Krankenhaus auf Wachstumskurs

Ein neuer Bebauungsplan soll die Erweiterungen (gestrichelte Linien) auf dem Gelände der Asklepios Klinik möglich machen. Plan: AS+P – Albert Speer + Partner/p

Langen (red) – Vor gut 50 Jahren wurde am nordöstlichen Stadtrand der Neubau des Kreiskrankenhauses Langen eröffnet. Aus ihm ist im Zuge der Privatisierung die Asklepios Klinik geworden. Sie bietet Notfallversorgung für den Kreis Offenbach und ist obendrein Lehrkrankenhaus der Goethe-Universität Frankfurt.

In der Vergangenheit ist vom Kreis Offenbach und vom Betreiber bereits viel Geld in das Haus investiert worden, um das Angebot zu verbessern und bedarfsgerecht zu erweitern wie gerade die Zentrale Notaufnahme. Und das soll auch so weitergehen. Die Voraussetzungen dafür will der Magistrat mit einem neuen Bebauungsplan für das 3,4 Hektar umfassende Gebiet südlich der Röntgenstraße schaffen.

Nach den Worten von Bürgermeister Frieder Gebhardt besteht in den politischen Gremien Konsens darüber, die Entwicklung des Klinikums mit seinen heute 300 Betten und 800 Mitarbeitern konstruktiv zu begleiten.

Gebhardt erinnerte daran, dass es schon vor dem Standort an der Röntgenstraße 72 Jahre eine Klinik an der Frankfurter Straße gegeben habe. Auf dem Gelände wird gerade ein Generationenzentrum errichtet, das Kinderbetreuung und eine neue Form des Seniorenwohnens vereint.

Unter anderem beabsichtigt Asklepios, im Süden des Geländes die Klinik für Psychische Gesundheit zu vergrößern. Hintergrund ist die ständig wachsende Nachfrage. An Raum gewinnen sollen auch das zentrale Bettenhaus, die Verwaltung und die Zentrale für Noteinsatzfahrzeuge. Außerdem sind ein Konferenz- und Schulungszentrum und zwei Parkdecks vorgesehen.

Einige bereits in der Vergangenheit umgesetzten Projekte entsprachen nur teilweise den Vorgaben des bestehenden Bebauungsplans, der noch aus dem Jahr 1965 stammt. Sie konnten deshalb nur über sogenannte Befreiungen umgesetzt werden. Jetzt soll aber alles in geordneten Bahnen verlaufen.

Die Stadtverordnetenversammlung hat den Entwurf des Bebauungsplan inzwischen befürwortet. Daraufhin wurde er im nächsten Verfahrensschritt öffentlich ausgelegt. Stellungnahmen gingen zum Beispiel von Fachämtern und Behörden wie dem Regierungspräsidium Darmstadt, dem Kreis Offenbach oder der Feuerwehr ein. Es gab keine Einwände. Als nächstes steht jetzt der abschließende Satzungsbeschluss auf der Tagesordnung. Anschließend kann Asklepios damit beginnen, seine Vorhaben umzusetzen. Erörtert wird die Vorlage am 13. Februar im Ausschuss für Umwelt, Bau und Verkehr.

Die Beschlussfassung in der Stadtverordnetenversammlung ist für den 14. März vorgesehen. Der neue Bebauungsplan umfasst ausschließlich das Klinikareal südlich der Röntgenstraße. Auf der anderen Seite zur Frankfurter Straße hin hatte die Stadt schon 2015 mit einem Bebauungsplan den Weg für ein zweites Fachärztezentrum frei gemacht, da die bestehende Einrichtung an ihre Kapazitätsgrenzen angelangt ist. Einen Investor konnte der Kreis Offenbach zunächst aber nicht finden.

Zuletzt hieß es, dass die Medi Park GmbH, deren Hauptgesellschafter der Offenbacher Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes ist, dort neben dem Fachärztezentrum weitere Anlagen für die medizinische Betreuung verwirklichen wolle.

Dazu zählen ein Schulungszentrum ebenso wie eine Klinik mit zahnmedizinischem Schwerpunkt, Pflegeeinrichtungen im stationären und teilstationären Bereich und Wohnmöglichkeiten für Patienten, die der ambulanten Pflege und Betreuung bedürfen. Es geht dabei um das Areal des ehemaligen Schwesternwohnheims, dessen Zukunft schon lange in der Diskussion ist und das bisher dem Kreis gehörte. Das Hochhaus wurde vor fünf Jahren saniert und soll auch in Zukunft von Beschäftigten des Krankenhauses belegt werden, während die niedrigen Gebäude mit den Mitarbeiterwohnungen vor einiger Zeit abgebrochen wurden.

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