Langen: Appell von Bürgermeister Frieder Gebhardt

Bürgermeister Frieder Gebhardt bittet die Langener um Mithilfe. Foto: Stadt Langen/p

Langen (red) - Bürgermeister Frieder Gebhardt fordert seine Mitbürger auf, die Bedrohung durch das Corona-Virus ernst zu nehmen. Hier lesen Sie seinen Appell.

Liebe Langenerinnen und Langener,

das Corona-Virus hat längst Hessen und auch Langen erreicht. Die aktuelle Situation ist eine riesengroße Herausforderung für alle Bürgerinnen und Bürger, für uns als Stadtverwaltung, für alle Vereine und Organisationen, für die Unternehmen, für den Einzelhandel, für die Gastronomie – einfach für alle. Wir müssen uns einschränken. Da durch den Erreger besonders Ältere und chronisch Kranke gefährdet sind, müssen wir sie schützen, indem wir alles tun, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen. Daher sollte sich jede und jeder Einzelne fragen: Was kann ich persönlich unternehmen, um Alte, Schwache oder besonders Gefährdete vor einer Ansteckung zu bewahren?

Soziale Kontakt vermeiden

Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg ist es, die sozialen Kontakte auf das Notwendigste zu reduzieren. Das bedeutet: Familienangehörige, Freunde oder Nachbarn nicht zu besuchen und sie stattdessen lieber anzurufen, ihnen eine E-Mail zu schreiben oder Messenger-Dienste zu nutzen. Denn unsere Selbstbeschränkung von heute kann morgen Leben retten. Daneben gilt es unbedingt, den Empfehlungen der Experten zu folgen. Bitte achten Sie darauf, dass Sie Ihre Hände häufig waschen und versuchen Sie, Ihr Gesicht nicht zu berühren. Begrüßen Sie sich derzeit auch nicht per Handschlag und wahren Sie in Gruppen mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen.

Sich helfen und aufeinander aufpassen

Darüber hinaus können wir noch mehr tun. In Langen hat das soziale Miteinander einen hohen Stellenwert. Wir leben in unserer Stadt miteinander, nicht anonym nebeneinander. Bieten Sie daher alten und erkrankten Menschen in ihrer Umgebung Hilfe beim Einkaufen oder bei anderen Erledigungen an, damit sich diese nicht einer unnötigen Gefahr aussetzen müssen. Erkundigen Sie sich bei Bedürftigen, ob sie Unterstützung brauchen. Wir erleben aktuell einen gesellschaftlichen Kraftakt sondergleichen. Es kommt daher jetzt darauf an, dass wir trotz empfohlener sozialer Abstinenz aufeinander aufpassen und uns umeinander kümmern.

Handlungsempfehlungen beachten

Ein herzliches Dankeschön sage ich in erster Linie den Menschen in den medizinischen und pflegenden Berufen und bei der Polizei, der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz- und bei den Gesundheitsbehörden. Sie leisten in diesen Tagen Großes. Das gilt aber auch für alle, die im Handel für unsere Grundversorgung da sind. Wir müssen jetzt gemeinsam diesen schwierigen Weg beschreiten. Je mehr wir uns der gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind, unser tägliches Leben an die neue Situation anpassen, einander helfen und auf die Handlungsempfehlungen der Experten hören, desto schneller werden wir diese Situation gemeinsam meistern.

Vielen Dank und bitte geben Sie auf sich acht!

Frieder Gebhardt
Bürgermeister

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