Stöffche-Nachschub gesichert Langen: Christian Klug hat 55 Apfel- und Birnenbäume gepflanzt

Damit es auch weiter Langener Ebbelwoi gibt: Christian Klug vom Wingerthof (links) zeigte Bürgermeister Jan Werner einige der neu gepflanzten Hochstämme. Der Steinhaufen im Hintergrund dient Insekten als Tränke und Kleintieren als Unterschlupf. Foto: Stadt Langen/p

Langen – Langen gehört mit seinen Streuobstflächen zu den bedeutendsten Streuobststandorten im ganzen Kreis. Momentan stehen zahlreiche Obstbäume in voller Blütenpracht und erfreuen Besucher der Streuobstwiesen in der Gemarkung.

Doch der Schein trügt. Denn nicht nur der Wald hat seine Probleme mit immer trockener werdenden Sommern – auch die zahlreichen Obstbäume leiden darunter: Viele Apfel- und Birnbäume sind überaltert und krank oder bereits abgestorben und bieten zwar noch vielen heimischen Insekten einen Lebensraum, doch die Zeit der Blüte und des damit verbundenen Ertrags bleibt aus. Auch die jüngsten Stürme haben ihre Spuren hinterlassen. Deshalb ist es wichtig, die Bäume zu ersetzen. Einer, dem die Zukunft dieses Kulturguts und der Erhalt des Streuobstwiesengürtels rund um Langen am Herzen liegt, ist Christian Klug vom Wingerthof. Wie schon in der Vergangenheit hat er auch in diesem Frühjahr auf eigenen sowie von ihm bewirtschafteten städtischen Flächen zahlreiche Apfel- und Birnen-Hochstämme nachgepflanzt.
 
In der Pflanzsaison 2020/2021 setzte er 55 junge und kräftige Bäume aus regionalen Baumschulen in den Boden ein. Die Bäume haben einen Stammumfang von mindestens sechs bis acht Zentimetern und einen Kronenansatz bei 165 Zentimetern. Insgesamt pflanzte Christian Klug so in den vergangenen Jahren über 200 Apfel- und Birnenhochstämme auf den Streuobstwiesen in und um Langen an. Mit dem Anpflanzen allein ist es dabei nicht getan, erfuhr Bürgermeister Jan Werner bei einem Ortstermin. Auch die weitere Pflege und das Gießen übernimmt der Fachmann selbstverständlich, schließlich sollen die jungen Bäume ja groß und stark werden und reichlich Ertrag bringen. „Aus unseren Langener Streuobstbäumen entsteht bekanntlich immer ein gutes Stöffche“, weiß der Bürgermeister. „Und für den Schutz unseres Klimas ist jeder Baum wichtig, egal ob im Wald, im Stadtgebiet oder auf den Streuobstwiesen. Deshalb ist es erfreulich, wenn sich landwirtschaftlich tätige Menschen wie Christian Klug um den Erhalt unserer Wiesen und Bäume kümmern“, meint Werner.
 
Auch die Stadt selbst pflegt schon seit vielen Jahren über 15 Hektar Streuobstwiesen rund um Langen. Aus den Erträgen produziert sie die mittlerweile über die Stadtgrenzen hinaus bekannte lokale Marke „Siebenschläfer“. „Daher sehen wir für Langen eine besondere Verantwortung für den Erhalt dieses Kulturgutes“, so Werner. Mit dem Erwerb der Siebenschläferprodukte – sie reichen von Ebbelwoi über Cidre bis hin zu Apfelweinpralinen und Gelee – kann die Pflege der Obstwiesen unterstützt werden. Auch der Wingerthof bietet Produkte aus dem Ertrag der Streuobstwiesen an. Somit können Verbraucher aus einer Vielzahl regionaler Leckereien wählen.  (jrd)
 
Kontakt
Wer Fragen zu dem Thema Nachpflanzung von Obst-Hochstämmen hat, dem steht Christian Klug auf Anfrage per E-Mail an wingerthof[at]t-online[dot]de zur Verfügung. Die Langener Umweltberatung informiert telefonisch unter 06103 203391 oder per Mail an strinkaus[at]langen[dot]de ebenfalls zu allen Themen rund um den Streuobstanbau.
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