„LKG 2.0“ feiert große Sause ohne Pause Langener Narren gehen auf Sendung

Sitzungspräsident Fred Laloi trug passend zum Motto einen Anzug mit Testbild-Motiv. Hier ist er mit den Garde-Damen und dem Elferrat bei der Eröffnung zu sehen. Foto: Postl

Langen (lfp) – Seit dieser Saison ist die 1. Langener Karneval Gesellschaft (LKG) auf einer neuen Welle unterwegs. Unter dem Motto „LKG 2.0“ geht sie viral und präsentiert sich zeitgemäß online. Das zeigte die LKG auch am Samstagabend bei ihrer großen Sitzung in der Neuen Stadthalle.

Bevor der gesamte Elferrat mit den Garden durch den Saal mit der Narrenschar Richtung Bühne marschiert, gab es erst einmal einen „visuellen Vorspann“ – einen Trailer – der die neue Ausrichtung vermittelte. „Wisst ihr jetzt Bescheid – dann könne mer se reilasse“, sagte Sitzungspräsident Fred Laloi und gab das Zeichen. Die neue Band Stager intonierte den Narrhallamarsch und losging es. In einer nicht enden wollenden „Narrenschlange“ zogen die Garden, Standartenträger und der Elferrat auf die Bühne. Dann startete die „Große Sause ohne Pause“, wie Fred Laloi verkündete.

Der Sitzungspräsident freute sich über die vielen Besucher und hieß erst einmal das Dietzenbacher Prinzenpaar, Prinz Martin I. und Prinzessin Kerstin I., willkommen. Diese freuten sich über die Einladung und luden wiederum gleich möglichst viele Langener in die Kreisstadt ein, wo am 15. Februar das Rathaus gestürmt wird. Dann ging es für die Tollitäten auch schon wieder weiter zur nächsten Sitzung nach Messel. „Un wenn mer nichts hat in seinem Schrank, dann kommt mer einfach blitzeblank“, gab der Sitzungspräsident einen Rat für die Kostümierung – aber scheinbar hatten alle Gäste was gefunden.

„Von den sechs Bürgermeisterkandidaten sind vier heute da“, informierte Fred Laloi das Publikum. Aber auch der noch amtierende Bürgermeister Frieder Gebhardt, Ehrensitzungspräsident Uwe Blessberger, der eigens wieder aus Obernburg gekommen war, sowie weitere Ehrengäste wurden willkommen geheißen. Dann war es auch genug mit den „Formalitäten“ – den närrischen Bühnenreigen eröffnete die Tanzgarde mit einem flotten Marsch, danach tanzten sich die Minis in die Herzen der begeisterten Besucher.

„Faul sein ist so schön“ war das Motto des von Valentina Gruber und Anna Zehnpfennig einstudierten Tanz der Krümelgarde. Am Ende stand so manche Pippi Langstrumpf, aber auch das begeisterte Publikum, Kopf. Es gibt Situationen, da würde man gerne in die Zukunft blicken können. „Wir haben einen gefunden, der kann es euch sagen“, kündigte der Sitzungspräsident den Wahrsager an. Der Glaskugel- Blicker Thomas Bärtl blickt sah nur eines: „Wir steuern auf den Ruin zu“. Das bezog er nicht nur auf Stuttgart 21 und den Berliner Flughafen, sondern auch auf den Wahlkampf um das Bürgermeisteramt. „Ich wünsch’ mir ein Gefecht bei dem die Funken fliegen, und nicht nur ein Schattenboxen“, so seine Deutung.

„Wir haben wohl nur die Wahl zwischen Pest und Cholera“, so der Wahrsager unter dem Beifall des Publikums. Am Ende appellierte er an alle, den Rechten keinen Platz zu geben: „Nicht in unserer Stadt, nicht in unserem Land.“

Viel Beifall gab es dann für den Solo-Tanz von Alina Weihmann, die von Kerstin Kolitsch trainiert wird. Thomas Räuber hätte als Reiseberichterstatter sicherlich drei bis vier Stunden von den sonderbaren Erlebnissen mit seiner Frau und einem befreundeten Ehepaar erzählen können, beschränkte sich aber auf die Höhepunkte – etwa vom Trip nach Österreich. Neben der teuren Autobahnmaut, sorgte hier auch die Verpflegung für Ärger: „Bei dene Bohne aus der Dos’ entstehen bei der Verdauung Gase. Jetzt wisst ihr, wo die Gletscherschmelze herkommt“, so seine Logik. Am Ende forderte er: „Langen steht auf für Respekt“ und zielte damit auf die Aktion von Bürgermeister Frieder Gebhardt ab.

Der Showtanz der neu formierten „Gemischten Gruppe“ – die Mitwirkenden kommen aus verschiedenen Garden, dem Elferrat und der Theatergruppe – wurde mit großem Applaus bedacht. Nach dem Vortrag des „Hausmeisters Bolle“, der von seinen Erfahrungen berichtete, sorgten die Sterzbachbuben für närrische Hochstimmung im Saal. Der Bauchredner Peter Moreno, der Showtanz der Dancing Queens und die Stobbihobblä-Guggemusik sorgten für die finalen Höhepunkte der mit großem Applaus bedachten LKG-Sitzung.

Mehr Eindrücke von der LKG-Sitzung gibt es in der StadtPost-Bildergalerie

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