Entsorger sind zur Stelle Mülltonnen werden weiter geleert

Die Mitarbeiter der Müllabfuhr sind für Langener und Egelsbacher auch in schweren Zeiten zur Stelle – ganz nach dem Motto: „Wir machen den Job, bleib Du daheim.“ Foto: Sorger/Stadt Langen/p

Langen/Egelsbach (red) - In der Corona-Krise stehen viele Räder still, die Müllabfuhr in Langen und Egelsbach ist aber weiterhin zur Stelle, leert im gewohnten Rhythmus die Restmüll-, Bioabfall- und Altpapiertonnen und nimmt die Gelben Säcke mit.

„Wir versuchen alles, um diesen Service aufrechtzuerhalten“, sagt Manfred Pusdrowski, Leiter der Kommunalen Betriebe Langen (KBL). Deren Tochterunternehmen ALEG - die Abfallservice Langen Egelsbach GmbH - ist für die Entsorgung in den beiden Kommunen zuständig. „Sollte es krankheitsbedingt zu Engpässen kommen, müssen wir flexibel auf die Situation reagieren“, blickt Pusdrowski voraus. Die Abfallwirtschaft sei in diesen Zeiten mehr denn je ein Stützpfeiler der Gesellschaft. Sie leiste einen ausgesprochen wichtigen Beitrag für das öffentliche Leben. Eine geordnete Abfallentsorgung sei aus hygienischen Gründen ein wesentlicher Faktor für das Funktionieren der Infrastruktur.

Probleme durch mehr parkende Autos

Gemeinsam mit Pusdrowski danken der Langener Bürgermeister Frieder Gebhardt und sein Egelsbacher Amtskollege Tobias Wilbrand allen Mitarbeitern der Müllabfuhr für ihr Engagement. „Die Leute machen einen tollen Job, der mehr denn je unsere Anerkennung verdient.“ Probleme gibt es aktuell durch die gestiegene Zahl von parkenden Autos auf den Straßen in Langen und Egelsbach. Viele arbeiten zu Hause und sind deshalb nicht mit ihrem Fahrzeug unterwegs, das dann manchmal auch im Kurvenbereich abgestellt wird. Das macht es den Müllfahrzeugen schwer, durchzukommen. Deshalb bitten die Kommunen, die Kurven beim Parken freizuhalten und auf eine ausreichende Durchfahrtsbreite für die Müllfahrzeuge zu achten.

Wertstoffhöfe bleiben geschlossen

Während die Müllabfuhr planmäßig läuft, bleiben die Wertstoffhöfe in Langen und Egelsbach bis auf Weiteres geschlossen, um eine Ansteckung der Bürger und Mitarbeiter der Abfallwirtschaft zu verhindern. Das bedeutet, dass jetzt niemand in den Entrümplungsmodus verfallen sollte. Der verstaubte Sonnenschirm im Keller, der defekte Bildschirm für den Computer oder der alte Bilderrahmen auf dem Dachboden müssen erst einmal bleiben, wo sie sind, denn Sperrmüllanmeldungen werden aktuell nicht mehr angenommen. Überdies entfallen die Sondermüllsammlungen. Deshalb sollten Schadstoffe am besten in dicht verschlossenen Originalgefäßen an geeigneter Stelle wie im Keller oder in der Garage aufbewahrt werden. „Und alle sollten jetzt mehr denn je versuchen, Abfall zu vermeiden“, appellieren Gebhardt und Wilbrand. „Das ist nicht nur in dieser schwierigen Phase der richtige Weg, sondern auch für die Zeit danach.“

Abfalltüten statt Gelbe Säcke

Wer bei dem momentan schönen Wetter seinen Garten aufräumt, kann den Wertstoffhof ebenfalls nicht in Anspruch nehmen. Deshalb der Tipp: das anfallende Material im Garten lagern, Beete damit mulchen, temporäre Grünschnitthügel, Kompostplätze oder Hochbeete anlegen und Astschnitt häckseln. Weiter zur Verfügung stehen die Sammelcontainer für Altglas und Textilien. Die Abfuhr übernehmen KBL-Partnerbetriebe. Wer keine Gelben Säcke mehr zur Hand hat, weil die Ausgabestellen geschlossen sind, kann einfach durchsichtige Abfalltüten aus dem Supermarkt verwenden.

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