Sie ist immer noch überwältigt Auf Sir Douglas holt sich Viktoria Schmidt den Europatitel

Springreiterin Viktoria Schmidt vom Reit- und Fahrverein Erzhausen kam aus Millstrett in Irland als Europameisterin wieder und wurde Zuhause für Meisterschärpe und zwei Medaillen gebührend gefeiert. Foto: col

Erzhausen (col) – Papa Hubertus Schmidt war kurz vor der Abreise noch sehr gelassen. Er ermöglichte Viktoria die Europameisterschaften im irischen Millstreet gerne: „Den Zirkus machen wir mit – wer weiß, ob es wieder die Gelegenheit gibt, zu einer Europameisterschaft zu fahren“, hatte der Pferdehändler und selbst erfolgreicher Springreiter noch gesagt.

Was dann in Millstreet in Irland auf der Europameisterschaft des internationalen Springreiternachwuchses passierte, kommt der ganzen Familie immer noch vor wie ein Traum. Der irische Wallach Sir Douglas hat alles gegeben und Vicky hat ihr Pferd sensationell durch die schweren Parcours gesteuert. Schon die Silbermedaille in der Mannschaftswertung in der Klasse „Children“ für Jugendliche bis 14 Jahre war eine kleine Sensation. Viktoria war mit den drei anderen deutschen Reiter eine tragende Säule des Teams. Eine Null-Fehler Runde im Einlaufspringen und drei Nullrunden im Nationenpreis waren die Grundlage für die Silbermedaille. In der Einzelwertung wollte sie es dann wissen: Schon im ersten Umlauf blieb das Spitzenteam des Reit- und Fahrvereins Erzhausen fehlerfrei und im Stechen setzte die 14 Jahre alte Amazone alles auf eine Karte. Beherzt wendete sie ihren Sir Douglas als einzige Reiterin im Stechen vor dem Wassergraben und gab dann Vollgas zum letzten Sprung. Das Risiko hat sich gelohnt: Null Fehler und schnellste Reiterin im Parcours. Gold für Vicky und den irischen Wallach.

„Ich kann es einfach nicht glauben“, sagte Viktoria Schmidt direkt im Anschluss an die Prüfung in ihrem Siegerinterview. Das Pferd habe für sie alles gegeben und Sir Douglas sei einfach wundervoll. „Ich bin so froh, dass ich ihn habe“, jubelte die Europameisterin mit glänzenden Augen.

Mama Doris Adelmann muss auch eine Woche nach der Goldmedaille vor lauter Rührung noch ein paar Tränchen verdrücken. „Das war solch eine wahnsinnige Woche. Es schien, als ob das Pferd sich in seiner Heimat überaus wohl fühlt. Er ist sieben Parcours gegangen, ohne auch nur eine einzige Stange zu berühren. Das ist der Wahnsinn und Vicky hat das auch ganz großartig gemacht.“

Das zwei Lebewesen auf den Punkt eine ganze Woche lang so gut drauf sind und dann zum Schluss, wenn Pferd und Reiter schon viele Hindernisse überwunden und dabei auch schon Kraft gelassen haben, noch einmal Top-Leistungen zu bringen, dass sei wie im Märchen, freut sich die selbst bis zur schweren Klasse erfolgreiche Springreiterin über den Sieg ihrer jüngsten Tochter.

Natürlich wurden diese beiden Medaillen ausgiebig gefeiert. Schon in Irland landete Vicky, wie es bei den Reitern eben Tradition ist, mit voller Montur nach ihrem Ritt im Wassergraben. Noch in Millstreet gab es die erste Feier, das Team im heimatlichen Stall hat Viktoria mit einer zweiten Party empfangen und anschließend luden die Schmidts alle Freunde und Reiterkollegen ein, um auf die frisch gebackene Europameisterin anzustoßen. Rund 200 Leute waren gekommen, um dem erfolgreichen Duo – Vicky und Sir Douglas – zu gratulieren. Der hübsche Wallach hatte jetzt drei Wochen Pause, jetzt war Vicky mit ihm auf der deutschen Meisterschaft nach Riesenbeck gereist, dort holte sie den achten. Platz. Jetzt ist Sir Douglas aber in seinen verdienten Ferien.

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