Ausstellung des Vogelzuchtvereins Lämmerspiel in der Halle der Turngemeinde 84 exotische und einheimische Jungtiere

Klaus Roth, Jasmin Seelmann und Rüdiger Lindner wurden von den Punktrichtern als Vereinsmeister, Jugendmeisterin und für den besten bewerteten Vogel ausgezeichnet. Foto: m

Mühlheim (m) – Prächtig ausgestattete Schaukäfige und mannshohe Volieren verwandelten die Halle der Turngemeinde in ein Fleckchen Amazonasgebiet und zugleich heimischen Waldes. Die flatternden Bewohner mit ihren kunterbunt und kreativ ausgestatteten Federkleidern drängten ihre prämierten Artgenossen in den kleineren Kästen in den Hintergrund der Szenerie.

Immerhin 84 exotische und einheimische Jungtiere von acht Aktiven des Vogelzuchtvereins (VZV) Lämmerspiel wurden den Preisrichtern vorgestellt.

„Die Zeiten sind vorbei, in denen wir 150 Vögel präsentiert haben“, erklärt Rüdiger Lindner. Manche Mitstreiter haben das aufwändige Hobby aufgegeben, der Nachwuchs fehlt. Trotzdem, „die Anstrengungen haben sich gelohnt“, resümiert der Zweite Vorsitzende die Ausstellung an der Fritz-Erler-Straße.

Vereinsmeister mit der höchsten Punktzahl für die sechs besten, in diesem Jahr geschlüpften Vögel ist Klaus Roth. Er bekam 545 Punkte für seine gelben Kanarien. Den Titel Jugendmeisterin errang die neunjährige Jasmin Seelmann für ihre schlanken, rot-mosaik gemusterten Kanarien. Den am besten bewerteten Vogel züchtete Sprecher Lindner, einen Bartzeisig, den die Richter mit 92 Punkten auf artgerechte Form, Farbe und Bewegung auszeichneten. Theoretisch sind bis zu 100 Punkte möglich, „aber die werden selbst bei der Weltmeisterschaft nicht vergeben“, informierte der Züchter.

Mit Ästen, Laub, Futterstellen und passenden Postern von Landschaften an der Rückseite gestalteten Teilnehmer die Schaukästen. In den großen Einheiten in der Saalmitte krächzten Papageien außer Konkurrenz, wunderschön gezeichnete Feuerzeisige und andere Stieglitze aus Südamerika zogen die Blicke auf sich, mexikanische Bartgimbel und Zebrafinken.

„In dieser Umgebung fühlen sich die Vögel wohler“, erläuterte Lindner. Für die Wettbewerbe werden sie an die kleineren Käfige gewöhnt: Die werden vor ihre größeren Unterkünften gehängt und mit Wasser und Futter ausgestattet.

So wagen sich die Schützlinge immer öfter in die kleinen Kästen, kommen auch mit der geringeren „Fluchtdistanz“ zu den Betrachtern auf der anderen Seite der Gitterstangen zurecht und können dort zwei Tage ausharren.

Zur Ausstellung der Gastgeber gehört traditionell auch eine riesige Tombola mit Preisen aus der örtlichen Geschäftswelt, von Gönnern und Verein. Die Gewinne bildeten einen weiteren Anreiz für die zahlreichen Besucher, die vor allem am ersten Ausstellungstag in die TGL-Räume geströmt waren. Sie genossen auch Kaffee und Kuchen, heiße Wurst und kalte Getränke in der Geselligkeit zwischen piependen und kreischenden Vögeln.

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