Große Wies’n Gaudi am Grünen See Concordia-Chöre und Musikverein machen gemeinsame Sache

Ein voller Erfolg! Diese drei Worte beschreiben am besten die Wiesn Gaudi von der Concordia und dem Musikverein. Foto: m

Mühlheim (m) – Es war das erste gemeinsame Fest seit elf Jahren. 2008 feierten sie, dass sie zehn Jahre zuvor ihr gemeinsames Heim bezogen hatten. Jetzt folgten sie der Erkenntnis, auch Veranstaltungen lassen sich auf zwei Schultern verteilt leichter tragen. Also riefen Concordia-Chöre und Musikverein gemeinsam zur Wies’n Gaudi am Grünen See.

Für die Sängerinnen und Sänger ist es die Weiterentwicklung des Weinlaubenfestes. Das lief bis vor ein paar Jahren über ein ganzes Wochenende, und nicht selten machte Dauerregen die Mühen der Mitglieder zunichte. Zuletzt fehlte es auch an Helfern, die bereit sind, ein paar Stunde Dienst an Kasse oder Theke zu schieben, verriet Concordia-Vorsitzender Josef Zepezauer keine Geheimnisse.

Bei den Instrumentalisten ist das mit dem Feiern so eine Sache. Sie richten stets am 1. Mai eine eigene Fete aus, gestalten ansonsten vielmehr die Anlässe anderer mit ihren Orchestern mit.

Auch am vergangenen Sonntag traten zwei Formationen des MV auf, vom das Jugend- und eine kleine Besetzung des Hauptorchesters mit ihren Dirigenten. Und selbst der Nachwuchs spielte in Dirndln und Krachledernen.

Für viele Gäste, die zur Mittagszeit eintrafen, schien die Zeit für die bajuwarische Tracht noch nicht gekommen. Sie wussten jedoch, die zünftigen Klänge der Bläser zu genießen und lauschten den Darbietungen der Concordia Classica. Dazu verbreiteten die Drei Concordians gute Stimmung: Zweiter Vorsitzender Herbert Schmitt, Udo Bernhard und Sabine Krämer schmetterten „1000 Mal belogen“, „Griechischer Wein“, „My Heart Will Go On“ und „Sierra Madre“.

Auch die Speisekarte machte Laune. Ganz im weiß-blauen Stil boten emsige Mitstreiter, darunter auch Aktive aus dem neuen Chor Young Voices, Weißwurst, Fleischkäse, Spundekäs und Laugenstangen an, Pils, Weizen, eine Auswahl guter Weine und Wein-Knorze. „Zum 20. hat’s nicht geklappt“, erklärt Zepezauer, „aber zum 21-jährigen Bestehen des Hauses feiern wir wieder gemeinsam“.

Die Leistung der beiden Traditionsvereine aus den 90er Jahren ist bis heute beispiellos.

Nach vielen Absprachen, auf Vermittlung des damaligen Bürgermeisters Karl-Christian Schelzke und nach intensiver Planung übernahmen engagierte Musikfreunde aus beiden Einrichtungen viele Arbeiten in Eigenregie. Für den Betrieb und die Vermietung der schmucken und gepflegten Räume in dem ehemaligen Werkgebäude der Steinbruchbetriebe haben sie den Verein „Kultur und mehr“ gegründet.

In ihren Reihen kämpfen beide Gruppierungen zudem mit viel Einsatz und Phantasie um Nachwuchs. Während das Interesse am Instrumentenspiel permanent Kinder und Jugendliche in den Musikverein und seine Kurse führt, muss die Concordia um jede Stimme kämpfen. Dem Fleiß des Vorstands ist es zu verdanken, dass sich etwa zwei Dutzend junge Leute haben zum aktuellen Projekt des Gesangvereins zusammengefunden haben, den Young Voices.

Das junge Ensemble glänzte bereits bei einer ersten Vorstellung mit Interpretationen bekannter Pop- und Rock-Rhythmen. Geübt wird mittwochs ab 19.30 Uhr im Haus der Musik, während sich der gemischte Chor Concordia Classica donnerstags ab 20 Uhr probt. Beide Formationen empfangen weitere Interessierte, vor allem Männer, mit offenen Armen.

Weitere Informationen gibt’s im Internet unter concordia-choere-dietesheim.de und musikverein-dietesheim.de.

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