Karnevalclub veranstaltet Sommerfest beim Geflügelzuchtverein Dalles Cowboys feiern 20. mit zwei Ponys

Feiern mit Gruppenshirt und Pony: Beim Sommerfest des Karnevalclubs war einiges los. Foto: m

Mühlheim (m) – Vom Basaltkopp zum Cowboy: Im Osten ist der Weg in den Wilden Westen nur ein Katzensprung, und das seit 20 Jahren! So alt ist der Karnevalclub Dalles Cowboys mittlerweile, und den runden Geburtstag feierten die mittlerweile 51 Mitglieder mit ihrem 5. Sommerfest beim Geflügelzuchtverein am Naherholungsgebiet Steinbrüche.

KCDC, die Abkürzung der närrischen Gemeinschaft, erinnert ganz bewusst an die Band AC/DC. Schließlich gehören die Männer ohne Colt und Lasso der Generation der Hard-Rocker an. Ihren Musikgeschmack tragen einige auch auf der Brust, die ausgestreckte Zunge ist das Symbol der Rolling Stones. Auf den neuen Hemden steht in fetten Lettern „Run KCDC“. Und der „Run“ auf die „Cowboys“ hält an. Die meisten der neuen Mitglieder stammen allerdings aus den eigenen Reihen. Mittlerweile ist die närrische Gemeinschaft nämlich erwachsen geworden, hat geheiratet und Kinder bekommen. Neun der Kleinen im aufblasbaren Wasser-Spielplatz gehören bereits seit ihrer Geburt dazu. „Der Nachwuchs ist gesichert“, stellt der aktuelle Erste Vorsitzende, Dennis Beetz fest.

Statt der durch die Prärie galoppierenden Hengste tragen zwei weiße Ponys geduldig die Kleinen vorbei an Hühnerkäfigen und Hasenställen. Die Großen üben sich im Zielen mit dem Luftgewehr. Wer den Wettbewerb gewinnt, darf zu Fastnacht auf dem Wagen der Karnevalisten mitfahren. Das scheint ein attraktiver Preis zu sein, viele bewerben sich.

Noch mehr Gäste kommen am Abend, um im Takt der Band „Finest Rock“ zu tanzen. „Das Fest ist wichtig, um die Gemeinschaft zu stärken“, sagt der Vorsitzende. „Wir brauchen die Einnahmen aber auch, um unsere Aktivitäten finanzieren zu können.“

KACKE war ihr Vorbild. Der Karnevalclub Kleine Eier glänzte auf den Zügen immer mit einem schönen Wagen, mit kraftvoller Musik und Partystimmung, erinnert sich Beetz. Die Idee, einen Verein zu gründen, entstand beim Sommerfest des Katholischen Kirchenchors St. Sebastian am Fronleichnamstag, 8. Juni 1999, damals noch am Schwesternhaus. Zu den Gründern zählen Matthias Hennig, der 18 Jahre Vorsitzender war, Sebastian Konieczny, Florian Kramwinkel, Torsten Schildwächter, Benjamin Gerbitz, Sven Simon, Jürgen Glab, Markus Hildebrand und Thomas Ricker.

Die meisten Jungs des Freundeskreises waren gerade der Katholischen Jugend (KJG) entwachsen und wollten sich unabhängig vom Kolping-Karneval organisieren. Alle zwei Jahre treten sie bei den Sitzungen der Kappenträger auf, erzählt Beetz. Den ersten Wagen bekamen sie von der KJG geschenkt, in der alten Pelzbude fanden sie eine Unterstellmöglichkeit. Und gleich beim ersten Start am Rosenmontag 2000 errangen sie mit ihrem „rollenden Saloon“ den ersten Preis unter den Motivwagen.

Als ihnen der Abstellplatz nicht mehr zur Verfügung stand, beteiligten sie sich als Fußgruppe – und holten sofort wieder Rang Eins. Sie überraschten als Sträflinge, Space Cowboys und Piraten oder mit Papp-Pferden. Im Laufe der Jahre veranstalteten sie eine Karaoke- und eine Whisky-Night im Schanz. Inzwischen verfügen die Fastnachter wieder über einen Wagen, der den aktuellen Bestimmungen entspricht und die geforderten TÜV-Papiere erhielt.

Auf den Wagen dürfen ihre Sprösslinge aber erst mit 16, so will es das Gesetz! Der Verein steht nach wie vor nur Jungs offen, das legen die Statuten fest: „Ob in der Kälte, in der Hitze, egal wo mir zusamme’ sitze’, Schoppe’ trinke, Späße treibe’, Fraue’ müsse’ drauße’ bleibe’ …. mit lautem Prost und viel Helau trinken wir auf unseren OV“.

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