1,2 Millionen Euro Baukosten für neuen Kunstrasenplatz In Dietesheim wird nun bei jedem Wetter gekickt

v.l.n.r.: Stadtverordnetenvorsteher Harald Winter, Vorsitzender Günter Scholz und Bürgermeister Daniel Tybussek bei der Eröffnung des Kunstrasenplatzes. Foto: m

Mühlheim (m) – Seenlandschaften auf dem Platz, Sperrungen wegen einer beschädigten Grasnabe oder Pflegemaßnahmen gibt’s nicht mehr. Möglich macht das der topmoderne Kunstrasenplatz, den die Stadt dem Sportzentrum zwischen Dieselstraße und Wingertsweg einrichten ließ.

Am vergangenen Freitag eröffneten Stadtverordnetenvorsteher Harald Winter, Bürgermeister Daniel Tybussek, Vorsitzender Günter Scholz sowie weitere Vertreter von Sportvereinigung Dietesheim, von beteiligten Ämtern und Firmen das neue Spielfeld. Die drei Repräsentanten durchtrennten als Starschuss in die Fußball-Zukunft ein Flatterband in der Nordost-Ecke des Platzes. Er misst 100 auf 69 Meter, genügend Raum, um darauf zeitgleich zwei Kleinfeldspiele auszutragen. Dafür sind zu den weißen auch blaue Markierungen auf den künstlichen Rasen aufgetragen. Die Baukosten haben sich auf 1,2 Millionen Euro erhöht, erklärte der Rathauschef, weil der Untergrund nicht mehr stabil war und in jedem Fall in größerem Umfang saniert werden musste. Eine Erneuerung des alten Platzes hätte sowieso angestanden, begründete Tybussek die Ausgabe. Die Verantwortlichen haben sich nach ersten Gesprächen im Jahre 2010 auf eine Rundum-Lösung geeinigt. Der Leiter des Fachbereichs für Sport und Kultur freut sich über 50.000 Euro aus dem Förderprogramm „Sportland Hessen“ und darüber, dass die Anlage bei freien Kapazitäten auch von anderen Vereinen genutzt werden könne. „Der Sport ist in der Verfassung als Staatsziel geschützt“, betonte der Bürgermeister, „der Kunstrasenplatz ist nun ein Bestandteil unserer hervorragenden Infrastruktur“. Er dankte dem Team um die Landschaftsarchitekten Biebertal und Bauleiter Lothar Gersmann, der Sachgebiets- und der Projektleiterin, Petra Bördlein und Nina Massie-Meyer. Klaus Schäfer erläuterte die spezielle Drainage, die der Bau erfordert. Aufgrund der hohen Temperaturen und der lang anhaltenden Hitze erklärte sich die ausführende Firma bereit, das übliche schwarze Granulat durch grünes zu ersetzen. Neben der passenden Optik sei dieses Material angesichts des Klimawandels tauglicher. Insgesamt liegen auf der Fläche hinter der Sporthalle Dieselstraße 1900 Tonnen grober und feiner Schotter, darauf eine drei bis vier Millimeter starke Elastik-Schicht, die schwimmend verlegt wurde, 220 Tonnen Quartz und 130 Tonnen Granulat. Die neue Kombination verhindere auch, dass Spieler sich die Haut verbrennen, wenn sie über den Boden rutschen. Zudem weise die Dietesheimer Version des Platzes noch rund zwei Meter außerhalb des Spielfeldes auf, die ebenfalls der Sicherheit dienen.

Die Eröffnungsgesellschaft zeigte sich beim Ankick jedenfalls begeistert vom angenehmen Untergrund.

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