Anja Leidorf ist im Sekretariat des Pfarrbüros tätig – Michael Wittmann wird neuer Hausmeister Generationswechsel in der evangelischen Friedensgemeinde

Als gelernter Maschinenbautechniker bringt Michael Wittmann viel Potenzial für den Posten des Hausmeisters mit. Foto: m

Mühlheim (m) – Zwei Mitglieder des Kirchenvorstands verabschiedeten sich aus dem Führungsgremium, nicht aber aus der ehrenamtlichen Arbeit für die Gemeinschaft. Anja Leidorf übernahm jetzt als Sekretärin die Aufgaben im Pfarrbüro, Michael Wittmann ist Hausmeister und kümmert sich um die Gebäude und Gärten an der Mozartstraße und in Dietesheim.

Sein Vorgänger Martin Grothe ging in den verdienten Ruhestand. Der 63-Jährige ist vielen Mühlheimern als Kachelofenbauer bekannt, das Geschäft an der Friedrichstraße führt nun sein Bruder weiter. In der Gemeinde betreute Grothe auch die Gruppe Lichtblicke, die Langzeitarbeitslose wieder in Lohn und Brot führt und Verurteilte begleitet, die Sozialstunden absolvieren müssen.

Neben der Pflege der Außenanlagen und kleinerem Reparaturen im Gebäude bereitete er Feste mit vor. Seine Tochter Fabienne Thiessen leitet den integrativen Kindergarten Arche Noah, den er selbst schon besuchte. „So bin ich meiner Gemeinde von frühester Jugend bis ins Alter verbunden“, erklärte Grothe.

Der Senior fährt gerne Motorrad, steuert eine Motomorini Enduro und eine 48 Jahre alte BMW Tourenmaschine. Der Ruheständler ist verheiratet, hat zwei Kinder, und auch sein Stiefsohn ist kein Unbekannter, der Sänger Wolf-Christian Baesecke.

Michael Wittmann bringt als gelernter Maschinenbautechniker viel Potenzial für den Posten des Hausmeisters mit. Der Mitinhaber einer Firma baute mit drei Beschäftigten auch Hochdruckkompressoren für Sportschützen. Nach der Schließung des Betriebs „hat es sich mit der Zwei-Drittel-Stelle in der Gemeinde ergeben“, beschreibt der Christ seine Berufung.

22 Jahre wirkte er im Kirchenvorstand mit, betreute die Kerb, die Reihe „Musique et lumiere“, das Kinderkino und andere Aktionen. Jetzt begleitet der Techniker mit dem Lichtblicke-Team Menschen auf dem Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt. Sie helfen ihm beim Desinfizieren von Tischen und Stühlen und bei vielen Reinigungs- und Reparaturarbeiten.

Für die Bewässerung der Pflanzen hat der 58-Jährige bereits ein Computerprogramm eingerichtet, mit einer Kot-App auf dem Telefon kann er nächtliche Besucher auf dem Gelände identifizieren: Sind es im Garten der Kita meist Vögel oder Katzen, schleicht über den Hof der Gustav-Adolf-Kirche wohl ein Fuchs.

Am Glockentürmchen über dem Gemeindezentrum musste er Lamellen erneuern, berichtet Wittmann, um einen Waschbär fernzuhalten, den er auf dem Dach entdeckt hat. Sonst ist er auch für den Auf- und Abbau für Veranstaltungen der verschiedenen Gruppen tätig. Derzeit fallen die meisten wegen der Pandemie aus. So kann sich der Hausmeister der Wartung von Gartengeräten widmen, erzählt er aus seinem Alltag.

Der gebürtige Bürgeler ist in seiner Offenbacher Heimat noch Vorsitzender und musikalischer Leiter des Musikvereins St. Pankratius. Im Blasorchester der Sport-Union Mühlheim spielt er die Tuba. Michael Wittmann ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder, eine Enkelin und lebt in Dietesheim.

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