Christliches Kindermusical hat seine Premiere geschafft Josef – Der Traumdeuter

Henoch Tekle singt als Josef sein Sololied, Musikpfarrer Ralf Grombacher dirigiert. Foto: svm

Mühlheim (svm) – Wer Sonntagnachmittag um 16 Uhr in der Gustav-Adolf-Kirche war, konnte die Premiere des Kindermusicals „Josef – ein echt cooler Träumer“ sehen. Etwa 20 „Kleine Riesen“ des Kinderchors der Friedensgemeinde haben mit Pfarrer Ralf Grombacher das Musical seit Januar einstudiert, um es dann gemeinsam mit Kindern der evangelischen Christusgemeinde und des Kinderchors der katholischen Kirchengemeinde aus Dietzenbach, die mit Elke Freitag und Christine Gottweis geprobt haben, aufzuführen. „Am Anfang meinten alle, dass es doch total komisch sei, wenn der Vater größer ist als der Sohn“, erzählt Grombacher in seiner Begrüßungsrede, in der die Rollen vorgestellt werden. „Aber ich habe dann gesagt, dass das auch oft in Echt so sei.“ Die etwa Sechs- bis Zwölfjährigen spielen und singen mit abwechslungsreichen Melodien und modernen Texten die biblische Geschichte Josefs nach, der als jüngster und liebster Sohn von seinem Vater besser behandelt wird als seine Brüder. Aus Hass und Neid – besonders wegen seines Traums, in dem sich alle vor ihm verneigen – verkaufen sie ihn an eine Karawane nach Ägypten. Dort landet Josef durch einige Missgeschicke, für die er allerdings nichts kann, im Gefängnis, macht aber die Bekanntschaft mit dem Mundschenken des Pharaos. Dieser lernt in einer Nacht Josefs Fähigkeiten im Traumdeuten kennen. Als etwa zwei Jahre später der Pharao immer wieder vom selben, merkwürdigen Traum heimgesucht wird, erinnert sich der Mundschenk an Josef und lässt ihn zur Beratung holen. Er kann den Traum des Pharaos deuten und somit eine Hungersnot in Ägypten verhindern, die allerdings die Nachbarsländer befällt. Da Ägypten das einzige Land mit genügend Essenvorräten ist, kommen auch Josefs Brüder, um dort Getreide zu erhandeln. Sie erkennen Josef nicht sofort, doch nachdem er merkt, dass sie sich geändert haben, gibt er seine Identität preis. Mit insgesamt neun Liedern, kurzen Schauspieleinlagen und kleineren Erzählpassagen können die 35 Kinder auf der kleinen, provisorischen Bühne eine gute Stunde füllen und müssen am Ende sogar noch eine Zugabe geben. Immer wieder gibt es Soloteile, in denen Kinder alleine oder zu zweit singen. Eigentlich seien auch noch mehr Schauspieleinlagen geplant gewesen, sagt Ralf Grombacher. Die Bühne sei allerdings zu klein und die Kinder zu viele, um das Geplante richtig umsetzen zu können. Dafür gibt es allerdings den Auftritt 20. Juni. um 13.30 Uhr in der katholischen Pfarrkirche St. Martin in Dietzenbach – dort dann mit mehr Kindern, mehr Platz und vielleicht auch mehr Zuschauern. Denn letztendlich handelt es sich immer noch um ein Musical „von Kindern für Kinder“, für das viel geprobt und geübt wurde. Die „Kleinen Riesen“ treffen sich das ganze Jahr über jeden Donnerstag von 16 bis 18 Uhr in der Friedensgemeinde und singen ein „buntes Programm an Kinderliedern“, so Grombacher, der den Kinderchor leitet. Jedes Jahr wird dann ab Januar für ein Musical geprobt – wer Lust hat, kann einfach mitmachen.

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