Bajuwarischer Brauch lockt über 100 Bürger in das Herz der Mühlenstadt Maibaumaufstellen des Gewerbevereins Mühlheim

Die Enthüllung des Maibaums wurde in der Mühlheimer Innenstadt zünftig gefeiert. Foto: m

Mühlheim (m) – Tom und Julian nahmen ihren Job sehr ernst. Die beiden Fünfjährigen visierten das weiße, flatternde Tuch in luftiger Höhe und die pressten die Schnüre fest in die kleinen Hände. Ein paar Mal zogen sie fest daran, dann segelte die Hülle auf die Kinder und die Erwachsenen. Die zahlreichen Gäste in der Kurve der Bahnhofstraße zollten Applaus und hatten nun freien Blick auf den Maibaum des Gewerbevereins (GMF) mit dem Kranz und den vier Wappen.

Im zweiten Jahr griff die Gemeinschaft der Einzelhändler und Dienstleister den bajuwarischen Brauch auf, um Bürger und Kunden ins Herz der Mühlenstadt zu locken. Rund 100 Mühlenstädter hatten sich an den Tischen versammelt, die sternförmig um den Baum aufgestellten Tischen waren. Wagen servierten Bier, Limo, Kaffee und Gebäck. GMF-Vorsitzender Norbert Ulzhöfer sieht den neun Meter hohen Stamm aus dem Mühlheimer Forst auch als Hinweis auf den Mai-Markt am Wochenende 25. und 26. Mai.

Bürgermeister Daniel Tybussek dankte den Initiatoren und Organisatoren, die ihre Aufgaben im Verein ehrenamtlich ausüben. Das gilt auch für das Deko-Team der GMF um Floristin Conny Roth, die den Kranz gebunden hat, der zwischen den gelb-blauen Fahnen des Vereins schaukelt. Darunter prangen die Mühlenräder der Kernstadt, die Dietesheimer Basaltstelen auf rotem Grund, das Mainzer Rad im Lämmerspieler Wappen sowie die drei „M“ und die Windrose des Gewerbevereins.

Der Rathauschef lobte die Aktion der Geschäftsleute als gesellschaftlichen Beitrag für die Stadt.

Mit den Worten von Buchhändler Wolfgang Stock erinnerte der Rathauschef, „wer weiter denkt, kauft näher ein“. Felix Frost, der das Fest mitgeplant und ausgestattet hat, bestätigte das Ansinnen: Die Gruppe wolle die Innenstadt beleben und freue sich, weil in der Bahnhofstraße zwei neue Läden eröffnen werden. Anstelle der üblichen Blaskapelle fürs Maibau-Errichten verbreitete die Trommelgruppe der Artificial Family flotte Rhythmen. Ulzhöfer berichtete von der Zeit vor rund 100 Jahren, als sogar Frankfurter, Offenbacher und Hanauer zum Feiern in ihre Mühlenstadt kamen. Seine Urgroßmutter habe ihm erzählt, dass Mühlheim das Dorf mit der höchsten Kneipendichte in Deutschland gewesen sei.

Zum Mai-Markt werden GMF-Mitglieder an Ständen zwischen Bahnhof und Brückenmühle über neue Produkte und Dienstleistungen informieren.

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