Team von Marvin Witter erreicht in ihrer Klasse den sechsten Platz Ein Mühlheimer dreht auf dem Hockenheimring seine Runden

Mit der Startnummer 22 ging Marvin Witter in das Rennen am Hockenheimring und erreichte mit seinem Team den sechsten Platz. Foto: nj

Mühlheim (nj) – Professionaler Motorsport auf zwei Rädern, eine internationale Rennstrecke und der Geruch von abgefahrenen Reifen und Benzin. Der Deutsche Langstrecken Cup hatte Ostersamstag seinen Saisonstart. Mit dabei war Marvin Witter, der Mühlheimer fährt seit Jahren in verschiedenen Motorsportklassen mit.

Eigentlich wollte Marvin Witter dieses Jahr den Fokus auf die Supermoto legen. Der Mix aus einem Teil Rennstrecke mit Off-Road-Passagen auf einem Motorcrossmotorrad macht ihm besonders Spaß.

Doch wie es der Zufall wollte, hat sich ein Team für den diesjährige Deutschen Langstrecken CUP (DLC) gefunden. Unter dem Teamnamen „Bikes2speed.com Racing Team“ sind am Ostersamstag drei Profis auf den Motorrädern in die Saison gestartet. Langstrecke bedeutet wirklich Langstrecke. Auf dem Hockenheimring in Baden-Würtemberg müssen rund 1.000 Kilometer gefahren werden. Erst wenn der erster aus dem kompletten Rennen diese Gefahren ist, ist das Rennen vorbei und das kann schon Mal mehr als sieben Stunden dauern. In der Boxengasse geht es professionell zu. Schnelltankvorrichtungen und ein reibungsloser Ablauf sind ein Muss, auch bei dieser Veranstaltung. Umso besser, der 19-jährige Witter kann sich ganz auf die Familie verlassen, die die Boxencrew darstellt. Sein Vater, Torsten Witter, damals auch erfolgreicher Motorradfahrer, kennt den spannenden Ablauf nur zu gut. Aktuell fährt das Team in der Klasse Moto 600. Diese beinhaltet eine Leistung von 600 ccm und rund 130 Ps. Höherer Klassen gehen dann bis über 200 Ps. Da alle Leistungsstufen das Rennen zusammenfahren, ist das Team nur auf dem insgesamt 22. Platz gelandet. In ihrer Klasse belegte das spontan zusammengewürfelte Team den sechsten Platz von 15 Teilnehmern, was für diese Verhältnisse eine große Leistung darstellt. Die Saison der DLC betreibt insgesamt acht Langstreckenrennen in Deutschland und dem Ausland. Weitere Rennen finden auf dem Nürburgring, in Oschersleben oder in Dijon (Frankreich) statt. Der Traum des jungen Motorradfahrers ist es in der 1.000er Klasse mitzumischen. Aktuell sucht er Sponsoren, die ihm dabei helfen, Ausrüstung und das Nötige für die hohe Klasse zu erwerben.

Der Rennablauf ist sehr spannend. Beginnend mit einem Le Mans Start, bei dem alle Fahrer auf Kommando von der einen Seite zu anderen Laufen, auf die Motorräder springen, starten und gemeinsam ins Rennen losfahren. Bis hin zu der langen Zeit, die an der Crew, dem Material und nicht zuletzt an den Fahrern selbst zerrt, die mit bis zu 280 Km/h an der Boxenmauer vorbei rauschen. In der Moto 600 Klasse wird so lange gefahren, bis der Tank leer ist, dann kommt die Maschine in die Box und der Teamkollege fährt weiter. Bis zu einer Stunde kann das dauern, „das kommt ein bisschen auf die Strecke an“, sagt Witter, denn Hockenheim hat viele Passagen mit hoher Geschwindigkeit. Wenn das Motorrad dann in der Box ist, wird es vollgetankt und die Reifen werden gewechselt.

Nebenbei bestreitet er auch noch die Wettkämpfe in der SuperMoto Klasse. Für ihn sind diese Rennen bereits letzte Woche gestartet. Die internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) zieht dann als Rennserie durch Deutschland. Hier ist Witter auf dem ersten Platz ins Ziel gekommen. Durch mehrere Stürze im Zweiten Lauf konnte er diese Platzierung halten und in der Gesamtwertung liegt er nun mit zwei Punkten vor dem Zweiten.

Es bleibt spannend, denn beim Rennsport ist alles offen. Gerade bei einem Langstreckenrennen gehört nicht nur Können, sondern auch viel Glück dazu.

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