Förderverein des Friedrich-Ebert-Gymnasiums feiert Jubiläum Ohne Eltern-Beteiligung ist kein Erfolg möglich

Sie können Singen wie die Großen: Die Schüler des Friedrich-Ebert-Gymnasiums im Schanz. Foto: pro

Mühlheim (m) – Fördern ist nicht fördern. Die einen brauchen Unterstützung, die anderen jemanden, der ihr Talent zu Tage fördert. Dieser Jemand ist für das Friedrich-Ebert-Gymnasiums (FEG) der Förderverein. Er hat die Förderstunde im Schanz auf den Stundenplan gesetzt. Ihre 20. Ausgabe brachte neben Gesang und Instrumentenspiel auch Zeitungstheater, Lehrerkabarett und Tanztheater auf die Bühne der Kulturkneipe.

Das kleine Jubiläum nahmen einige Repräsentanten zum Anlass, Rückschau auf die Show der verborgenen Talente zu halten. Schulleiter Stefan Sturm lobte, der Förderverein gebe mit seinen Ideen-Impuls. In ihren 25 Jahren habe die Gemeinschaft aus Lehrkräften, Eltern und Ehemaligen des FEG „viele Duftmarken gesetzt“. Neben der Förderstunde regte sie das Grüne Klassenzimmer an, wirkte bei der Umgestaltung des Schulhofs mit, sorgte für Trinkwasserspender in den Gebäuden, unterstützt kulturelle Veranstaltungen und Schüler, denen das Geld für die Klassenfahrt fehlt.

Petra Müller, Vereinsvorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der Stadtverordneten-Versammlung, erkannte in dem Konzept einen „Beitrag fürs Gemeinwohl, der sich gut entwickelt hat“. Dazu äußerte sich auch der ehemalige Schulleiter Jürgen Hegener, der während der beiden Vorstellungen verhindert war und einen Brief verlesen ließ.

Teile des Kollegiums befürchteten damals eine zu große Einflussnahme der Eltern. Doch, „ohne Beteiligung der Eltern ist kein Erfolg möglich“, erklärte der Pädagoge.

Die Anregung zur Förderstunde habe der Mühlheimer Professor Michael Gutmann gegeben. Seit der ersten Veranstaltung zeigten junge Solisten ihr Können, das Lehrerkabarett habe seinen festen Platz, und das Schanz biete einfach eine tolle Atmosphäre.

„Schule ist für Schüler da“, schloss Hegener, „sie muss junge Menschen voranbringen und zu pflichtbewussten Menschen erziehen. Das sahen 1999 auch Gutmann und der langjährige Vorsitzende des Fördervereins, Ehrenmitglied Siegfried Kollmeyer, ähnlich. Er lobte das Engagement der Gruppe, ohne die viele Teenager nicht am Austausch mit der Partnerschule in Apolda teilnehmen könnten und die Mittelstufen-Bücherei nicht aufgebaut worden wäre.

Das aktuelle Programm eröffnete der Chor der Klassen 7 bis 9 unter Leitung von Barbara Ohlig mit der Olympia-Hymne von Whitney Houston, „One Moment In Time“. Und mit einem Blick in die Zukunft schmetterten sie nach dem Vorbild von Gloria Gaynor, „I Will Survive“. Ins Grübeln brachten die Poetry Slamer Janne Wortmann und Nathalie Klenner aus dem Deutsch-Leistungskurs des Abi-Jahrgangs 2020 ihre Zuhörer.

Die Arbeitsgemeinschaft um Melanie Jahn hatte mit dem „Panther“ eine lyrische Choreographie einstudiert, es folgten Improvisationen, der Grundkurs Darstellendes Spiel von Julia Ewald, die Lehrerband mit Thomas Lutz, Andreas Suchy, Johanna Bückner, Amelie Bückner und Barbara Ohlig. „Die Lobhudler“, das Kabarett der Pädagogen, spielte „Monopoly – dein Einser-Abi in der Seewiese“ mit kräftigen Seitenhieben auf den Unterrichtsalltag in der Oberstufe.

Die Lichttechnik im Schanz führte Enya Schmitt, die Moderation oblag Klara Raithel und Gregor Vondung aus der 5c, die sicher durchs Programm führten.

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