Codieraktion des ADFC Mühlheim So macht man Langfingern das Leben schwer

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) veranstaltet in regelmäßigen Abständen Codieraktionen, um Fahrraddieben das Handwerk zu legen. Foto: nj

Mühlheim (nj) – Wer sein Fahrrad codieren lässt, macht Langfingern das Leben schwer. Denn ohne Eigentumsnachweis kommen sie mit dem zweirädrigen Diebesgut nicht weit: Die Codierung zeigt sofort, wer der Eigentümer des geklauten Rads ist. Deshalb bietet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (adfc) in regelmäßigen Abständen Aktionen an, bei denen eine individuelle Nummer in den Rahmen sichtbar eingefräst wird. Vergangenen Samstag wurden so beim Fahrrad-Center in Lämmerspiel 32 Fahrräder trotz des verregneten Vormittags codiert.

„Die Leitung müssen wir auch abmachen“, wird bei einem Fahrrad am Graviergerät diskutiert. Anbauteile wie Getränkehalter oder Akkus bei E-Bikes erschweren den Vorgang. Deshalb ist es immer wichtig alle Anbauteile vorher schon abzumontieren und den Schlüssel für den Akku nicht zuhause vergessen. Über einen Computer kann vor Ort der individuelle Code generiert werden. OF08 steht dabei für Mühlheim. Weiter geht es mit einem fünfstelligen Code für die Straße, dann drei Stellen für die Hausnummer und zum Schluss noch die Initialen für den Halter. Mit diesem Code ist der Polizei dann bei einer Kontrolle möglich, die Personalien des Fahrradfahrers und die des Halters abzugleichen. Bei Ungereimtheiten kommen dann die Ausreden, sagt Hauptkommissar Schlosser von der Polizei Mühlheim. Seit über zehn Jahren begleitet er solche Aktionen, beantwortet Fragen und gibt wichtige Tipps für die Sicherheit im Straßenverkehr und für das Fahrrad. Auch fügt er hinzu, dass bei Schwerpunktkontrollen in Zivil, geklautes Diebesgut sichergestellt werden konnte. Nur, weil es eine Codierung gab und dadurch schnell der richtige Halter erfasst wurde. „Die Palette der Ausreden ist groß“, sagt Schlosser, viele fangen schon an zu stottern, wenn gefragt wird, warum der Halter ein Anderer ist. Dann muss ein Eigentumsnachweis vorgelegt werden oder das Rad wird sichergestellt. Oft sind es Jugendliche oder junge Erwachsenen, die bei Kontrollen in den Fokus geraten. Wenn ein junger Mann zum Beispiel mit einem Damenrad unterwegs ist oder die Kleidung nicht zu einem sehr teuren E-Bike passt. Indizien, die für eine Kontrolle reichen.

Ein Aufkleber um den Code macht auf die Zahlen und Buchstaben aufmerksam.

„Es ist kein Diebstahlschutz, schreckt aber ab und das Vernichten eines Codes ist sehr verdächtig“, sagt Jörg Vielmann, stellvertretender Vorsitzender des Ortsverbades vom adfc. Die regelmäßigen Codieraktionen kommen gut an. Bei gutem Wetter ist es gerne ein Ausflugsziel von Familien. Dann kann es auch schon mal eine Schlange geben. Drei Mal im Jahr bietet der Verein das Gravieren an. Für zehn Euro bekommt man dann eine Individuelle Zahl in seinen Drahtesel graviert. Es muss jedoch der Kaufbeleg oder ein Vertrag vorgelegt werden, damit sichergestellt ist, dass das Fahrrad nicht schon gestohlen ist. Auch ist der Personalausweis mitzubringen, damit eine Identifikation stattfinden kann. Sollte dann ein markiertes Rad verkauft werden, kann über den Kaufvertrag und die an dem Tag ausgestellte Bescheinigung der rechtmäßige Besitzerwechsel ablaufen.

Die nächste Codier Aktion findet im August am Rathaus vor der Polizeiwache Mühlheim statt.

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