Ein Fundament fürs Gemeindeleben in Mühlheim St. Markus feiert Kirchweih

Menschenkunstwerk: Beim Flashmob auf dem Platz vor St. Markus bilden Mühlheimer den Kirchengrundriss ab. Foto: Jürgen Oberbeck

Mühlheim (ron) – Ob es Freudentränen von oben waren, die nach dem Flashmob vor St. Markus herabprasselten, lässt sich nicht belegen. Möglich wäre es. Denn just nach der geglückten Aktion begann der Regen. Zuvor hatten hunderte Besucher zum Abschluss des Kirchweihhochamtes vor dem Gotteshaus den Grundriss von St. Markus nachgestellt. „Ein Menschenkunstwerk“, wie Pfarrgemeinderatsvorsitzende Claudia Oberbeck es nannte. Und damit das auch für die Nachwelt erhalten bleibt, hatte die Freiwillige Feuerwehr extra eine Drehleiter für ein Foto aus der Vogelperspektive vorgefahren. „Es ist schön, wenn es aufgeht“, fand Sandra Wagner aus dem Kirchweih-Organisationsteam, das erneut eine Zwei-Tages-Feier für Groß und Klein auf die Beine gestellt hatte. Und Claudia Oberbeck war sichtlich zufrieden über das geglückte Flashmob-Experiment, schließlich füllte es das diesjährige Kirchweihmotto - „Kirche gemeinsam gestalten“ - gleich mit Taten.

Dass in St. Markus ein reges Gemeindeleben herrscht, ist bekannt - rund 100 Helfer packten an beiden Tagen mit an. Und als weiterer Beweis diente die Gestaltung des Kirchweihhochamtes am Sonntagmorgen, bei dem sage und schreibe 22 Gruppen der Gemeinde mitwirkten - von den Kleinsten aus der Kita bis hin zu den Närrischsten, den Katholischen Karnevalisten Mühlheims.

Pfarrer Johannes Schmitt-Helfferich, der beim Bieranstich eine gute Figur machte, betonte, er sehe sich als Moderator, „Kirche gestalten alle Gemeindemitglieder zusammen“. So startete die ökumenische Andacht zum Auftakt der Kirchweih im hinteren Teil von St. Markus, eben jenem alten Trakt, der noch vor der Reformation (etwa um 1200) gebaut wurde. „Da gab es noch keine Trennung“, merkte Schmitt-Helfferich an und ergänzte: „Der Aggregatzustand ist egal - wir sind alle Christen.“ Das fand auch Karlheinz Schmunk aus dem Verwaltungsbeirat der Gemeinde: „Ein sehr gelungenes Fest, das wieder mal gezeigt hat, dass wir eine offene Pfarrei sind, bei der jeder willkommen ist.“ Andrea Burkhart, ebenfalls im Verwaltungsbeirat, lobte den Altersquerschnitt bei den Aktiven: „Dass man auf die Jugend bauen kann, freut mich.“

Begegnungen zogen sich bei der Kirchweih durchs Programm, ob beim Benefiz-Tischkicker-Turnier zugunsten der Seniorenarbeit der Pfarrgemeinde, bei den Auftitten von Moon am Samstagabend oder der „Golden Trumpet Show“ von Peter Coy und Andrea Paredes sowie den Rodautalern am Sonntag. Hüpfburg und Spielmobil versprühten hingegen wegen des Regens nur kurze Freude. Dafür bekommen die Gewinner der Tombola der Begegnungen als Preise eben genau das, was der Name schon verspricht: etwa einen Spieleabend mit der KJM, einen Leseabend mit der Theatergruppe Quer-Beet oder einen Grillabend am Lagerfeuer. Der Erlös der Tombola kommt Frauen und Kindern in den Elendsvierteln der Dominikanischen Republik zugute.

Begegnungen sowie eine hohe Beteiligung wünscht sich die Gemeinde von ihren Mitgliedern bei der Pfarrgemeinderatswahl, die am Wochenende, 9. und 10. November, ansteht.

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