Umgestaltung der Sportanlage in Lämmerspiel TSV erhält Förderbescheid

Für die Umgestaltung der Sportanlage erhält die TSV Lämmerspiel Unterstützung in Höhe von insgesamt 350.000 Euro. Foto: m

Mühlheim (m) – Die Kulisse des Lämmerspieler Winter-Weihnachtsmarkts diente am vergangenen Samstag nicht nur für wärmende Geselligkeit. Im Budenzauber wickelte Prominenz aus Wiesbaden, Dietzenbach und dem Mühlheimer Rathaus ganz heiße Geschäfte ab: Hessens Innenminister Peter Beuth brachte einen Bescheid über 200.000 Euro mit, Kreisbeigeordneter Carsten Müller eine Zusage über 150.000 Euro für die Umgestaltung der Sportanlage am Offenbacher Weg. Erster Vorsitzender Peter Helmle und Mitglieder der Fußballabteilung der Turn- und Sportvereinigung (TSV) empfingen den Gast von der Landesregierung und zahlreiche heimische Repräsentanten aus Politik und Vereinswelt. Beuth dankte Helmle und seiner Vorstandsmannschaft für ihr Engagement, den Vereinssport am Leben zu erhalten. Für die große Investition haben sie „gute Partner gefunden“, allen voran die Stadt Mühlheim. Die Kommune investiere in die Zukunft des Sports am Offenbacher Weg rund 2,1 Millionen Euro. Lob zollte der Minister auch dem dritten Peter im Bunde, Sportkreisvorsitzenden Peter Dinkel, der stets die Bedeutung des Sports für die Gesellschaft hervorhebe. Im Glühweinduft gab der ehemalige Lämmerspieler das Lob zurück, betonte, dass Tennisspieler Beuth „ein offenes Herz für den Sport“ beweise. Die 8.000 Sportvereine allein in Hessen sparen dem Staat durch die soziale Wirkung ihrer Angebote außerordentlich viel Geld. „Der Sport trägt aber auch Verantwortung“, verwies Beuth auf die jüngsten Gewaltakte gegen Schiedsrichter in der Region und forderte „null Toleranz“ gegenüber denen, die Regeln verletzen. Verbände wie der Landessportbund dürfen Gewalt jedweder Art nicht zulassen. Grundsätzlich fördere der Sport den gesellschaftlichen Zusammenhalt und Integration, die kaum durch andere Strukturen zu leisten seien, unterstrich Beuth. Zudem eröffne er eine „schöne Freizeitgestaltung, bringt Bewegung und Gesundheitsvorsorge“. Eltern wissen, dass ihre Kinder bei den Vereinen gut aufgehoben sind. Von den 760 TSV-Mitgliedern spielen rund 150 Mädchen und Jungen in den zwölf Jugendmannschaften der Fußballabteilung, die auch vier Senioren-Teams zähle.

Der Kreis habe für das Vorhaben bereits 75.000 Euro überwiesen, hatte Müller Applaus auf seiner Seite. Die gleiche Summe folge, wenn die Abrechnungen für die Arbeiten vorliegen. Der ist selbst Vorsitzender der TSV Heusenstamm und dank seiner Erfahrung überzeugt, dass „eine gute Qualität der Sportstätten die Menschen überzeugt“. So bleibe ein Verein attraktiv. Tatsache sei aber auch, das Mitglieder sofort austreten, wenn sie keine Lust mehr auf das genutzte Angebot haben. Bürgermeister Daniel Tybussek verwies auf die präventive Wirkung des Sports und dankte den vielen Übungsleitern sowie Klaus Schäfer aus dem Rathaus, der immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Vereine habe. Die Unterstützung der Stadt sei „gut investiertes Geld“, die Gruppierungen können sich dieser Unterstützung sicher sein. Das Fußballfeld soll nach Erhalt der Baugenehmigung, die Helmle Anfang des neuen Jahres erwartet, um 90 Grad „gedreht“ werden. Seine Längsseite verlaufe dann nicht mehr in Nord-Süd-Richtung, sondern von West nach Ost. Neben dem Natur- werde ein ebenso großer sowie ein kleiner Kunstrasenplatz eingerichtet. Dazu müssen die Kicker für rund ein Jahr auf Plätze befreundeter Vereine und auf den alten Hartplatz der TSV ausweichen. Im zweiten Bauabschnitt werden entlang des Parkplatzes neue Umkleideräume und ein Lager errichtet. Erst danach werden auf dem alten Hartplatz eine neue Turnhalle mit Vereinsräumen für TSV und Turngemeinde sowie Tennisplätze entstehen, kündigte der Vorsitzende an. Das Gelände der TGL werde dann aufgegeben. Der gesamte Plan soll bis 2026 umgesetzt sein.

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