40 Stände sorgen in Mühlheim für viel Abwechslung Ein Weihnachtsmarkt mit Zusammenhalt und Leckereien

An den zahlreichen Ständen gab es allerhand Weihnachtsgeschenke zu erstehen: Hier fiel die Wahl zwischen Socken und Marmelade schwer. Foto: pro

Mühlheim (m) – Lichterglanz und Budenzauber, Glühweinduft und Chorgesang erfüllten am Wochenende das Herz der Mühlenstadt. Der Weihnachtsmarkt lockte mit all den typischen Gerüchen und Gesängen, mit Leckereien von Grill und Pfanne, von Waffeleisen und Fritteuse. Mehr als 40 Stände erfüllten die Altstadt vom katholischen Gemeindezentrum bis über den Abtshof hinaus.

Zum Auftakt war Müllerborsch Kurt Pfaff zwischen Pfarr- und Apfelbaumgasse unterwegs. Dort verteilte der Mann mit dem Mehlsack auf den Schultern Weckmänner an die Kinder. Als „Knecht Ruprecht“ begleiteten ihn Bürgermeister Daniel Tybussek und Michael Rupp vom Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVM).

Der Rathauschef hatte zuvor, begleitet von einem Bläser-Ensemble, den Markt offiziell eröffnet. Er hob die familiäre Atmosphäre des beliebten Treffpunkts hervor, fast an jedem Stand begegnet man alten Bekannten. „Unser Mühlheimer Weihnachtsmarkt ist bekannt für sein gutes Miteinander von Jung und Alt“, schwärmte er von einer der wenigen Attraktionen, die alle Generationen gleichermaßen anziehen.

Einige der Stamm-Teilnehmer hinterlassen am Wochenende Lücken, so gegenüber des bunt erleuchteten und blinkenden Kinderkarussells und an der Straßenkreuzung. Die Mitarbeiter um Klaus Schäfer vom Sport- und Kulturamt, die „Seele des Marktes“, so Tybussek, habe die Flächen nicht anders vergeben. „Die Standinhaber werden im nächsten Jahr wieder mit dabei sein“, hieß es.

Das zeugt von einem starken Zusammenhalt der Vereine, Initiativen, Fachgeschäfte und Privatpersonen in Mühlheim. Der Bürgermeister dankte auch der katholischen Pfarrgemeinde St. Markus. Sie öffnete den Hof ihres Gemeindezentrums und bereicherte so die heimelige Atmosphäre mit heißen Leckereien und bunten Lichterketten unter der hohen Weide.

Ein weiteres Merkmal des Mühlheimer Markts am zweiten Advent ist die große Vielfalt handgemachter Kunstwerke. Die Auswahl reicht von Bäumen, Sternen, Engeln und ganzen Krippen aus Holz, farbig glitzernde Metallanhänger, Wollenes und Eingemachtes. Kinder wie Erwachsene begeisterten Spielsachen aus Burkina Faso. Aus Abfällen wurden Mini-Fahrräder und -Autos aus Draht gefertigt, Fotokameras aus Blech, Kaninchen und Hühner aus Plastik.

Das Spaßtheater wirbt für „gestohlenen Stinkekäs’“, sein neues Stück, das Schanz schenkt Gebranntes aus aller Welt aus und weist damit auf sein Konzert „gegen Rechts“ in. Mit gestrickten Socken, Taschen und Gelees wird den Menschen in Matarbari in Bangladesch geholfen, mit der Reispfanne der Lions vielen heimischen Projekten und mit dem Verkauf leckerer Kuchen des Cafes Zeit der Freien evangelischen Gemeinde soll eine Schule in Ghana erweitert werden.

Frau-Mutter-Kind würzt mit einem eigenen Dip die belgischen Pommes, die Jugendfeuerwehr ist Meister für Crepes, die Sonnau preist Hot Dogs und heißen Hugo an, daneben duften frische Brezel und Kartoffelpuffer. Prominent ist das Mühlheimer Markstraßenwasser aus der Nachbarschaft, als Kakao-Nuss-Likör oder Holunderschnaps.

Am Sonntagnachmittag hatte sich Konrad, selbsternannter Boss von Bauchredner Andy Franz, eine Nikolausmütze aufgesetzt und einmal mehr die Kinder beschert. Ganz andere Rollen bekleideten die Mühlheimer im Steinbruch: Der Geschichtsverein informierte im Wachhäuschen mit Bildern und Beschreibungen über den Basaltabbau.

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